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Thema: Grundlagenarbeit mit Kindern


Wer hat Interesse an einem Forum über die Grund-
lagenarbeit mit Kindern?

1. Welche Spiele für die Aufwärmphase könnt Ihr
beschreiben?
2. Wie geht Ihr mit der Grundschulung des Golf-
schwunges vor?
3. Welche Themen interessieren Euch?

Bernd Bartels


Zuletzt bearbeitet: 19.10.02 22:27 von Bernd_Bartels
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Hallo, Herr Bartels!

Zu 1.:
Ein Experte bin ich nicht auf diesem Gebiet, denn seit meinen Grambeker Zeiten habe ich kein normales Jugendtraining mehr gegeben. Aber ein Rheinländer zeichnet sich ja durch Folgendes aus: »Weiß nichts, kann aber alles erklären.« So denn:
Bei den Nationalspielern kam Ultimate Frisbee sehr gut an. Ich halte es für eines der besten Gruppenspiele überhaupt: Es geht ohne jeden Körperkontakt, Strategie ist dabei wichtiger als Geschick und Kooperation wichtiger als Wettbewerb. Das Ganze funktioniert etwa wie American Football, nur eben mit Frisbee und ohne Gewalt, weil der Frisbee nur in der Luft vom Gegner abgefangen werden kann.

Zu 2.:
Ich war immer ein Kritiker von methodischen Reihen beim Golf, da meiner Erfahrung nach jeder Golfer nach 5 Minuten individuelle Korrekturen braucht, selbst wenn man mit dem Chippen anfängt. Der eine nimmt den Schläger nach außen weg, der nächste nach innen. Wieder andere schaufeln und manche hauen furchtbar steil von oben drauf. Ich unterrichte jeden Samstag eine Stunde lang 20 blutige Anfänger. Man kann denen gemeinsam Griff, Stand und Haltung beibringen. Wenn man das sehr unterhaltsam macht – und ich habe da einige Übung –, hören einem die Leute 5 Minuten lang aufmerksam zu. Danach wollen sie drauf hauen – und ich würde das auch wollen – und dann helfen keine Pauschalisierungen mehr. Selbst der Weg ist individuell: Manche müssten zunächst stundenlang chippen, weil das für sie schwierig genug ist, andere langweilen sich nach kurzer Zeit mit einem Eisen 7 auf der Range, weil die Trefferquote so hoch ist. Meine Antwort auf die Frage lautet daher: individuell und BISK-orientiert.

Zu 3.:
Backgammon, Freeclimben, Drachenfliegen, Marathon-Laufen, Webdesign, Typografie, Schreiben, Philosophie ;-)


Zuletzt bearbeitet: 08.10.02 23:04 von Administrator


An einem solchen Forum habe ich auf jeden Fall Interesse! Ich beschäftige mich seit einigen Jahren intensiv mit diesem Thema. Als studienbegleitende Arbeit werde ich einen Rahmentrainingsplan für Golf schreiben.

1. Ich finde folgende Spiele toll:
Kettenfangen (Paarfangis), Glucke und Geier, Wildschweinrennen, Hin und Her Fangis, Grenzwächter und Schmuggler, Endloskette, Schwanztreten, Fuchsschwanzjagt, Leiterlaufen, ...
Ich habe sie fast alle ausprobiert und sie machen einfach mehr Spaß als Laufen úm die Driving Range.
Hier kann man diese und viele weitere Spiele finden.

2. Ich muss Oliver Recht geben. Ich versuche die sinnvolle Reihenfolge
Putten - Chippen – Pitchen - Grundschwung einzuhalten. Doch kann man sicher nicht so lange warten, bis sie Pitchen beherrschen, bevor man das erste mal auf die Range geht. Also fange ich jede Trainingseinheit (90 Minuten) im kurzen Spiel an und baue dort die technische Grundlagen auf. Oft gehen wir dann in den letzten 15 Minuten bevor wir zum Abschlussspiel kommen auf die Range. Dort wird dann sehr vorsichtig (wenige Korrekturen, meist durch vormachen), aber auch sehr individuell ein Golfschwung aufgebaut.

3.
a) Wie kann man es schaffen, dass die Trainer mir mehr Engagement beim Kinder- und Jugendtraining arbeiten?
b) Spielformen die wirklich Spaß machen für alle möglichen Trainingsbereiche, z.B. langes Spiel, Koordinationstraining, Bunkerspiel,...
c) Kooperative Trainingsformen im Golf
d) Diskussionen zu Kinderschlägern
e) Wie oft sollten Kinder trainieren, wie oft sollte Training angeboten werden?
f) Wie geht man mit Eltern um?
g) Handbuch für den Jugendtrainer-Jugendwart, was ist alles zu beachten, was muss man organisieren, ....
h) Golfolympiade, Vielseitigkeitswettbewerbe

Mir fallen bestimmt noch einige Themen ein, dann melde ich mich nochmal!

Ich freue mich schon auf viele tolle Anregungen!
Roland Becker




Zuletzt bearbeitet: 09.09.02 12:53 von Administrator


Trainerfragen: Roland Becker Punkt 3.
a.Aus Engagement entwickelt sich weiteres
Engagement!!
Voraussetzung für eine erfolgreiche Jugend-
- arbeit, ist das Engagement des Vorstandes.
Er verpflichtet die oder den Pro für die
Jugendarbeit vertraglich und hier wird auch
eine Bezahlung festgeschrieben. Ebenso sind
die C-Trainer angemessen zu bezahlen.
Der /die Pro`s sollten mindestens die B-Lizenz
erworben haben. Gemeinsam mit dem
Jugendwart sollte der/die Pros den roten Faden
vorgeben und kontrollieren.
b. Anwendungtraining Übungsgrün und daneben:

Putten:Lochwettspiel, Blind,Korridor,Minigolf

Pitch-Chip:Korridor-Chippen,Chip mit dem
Baseballhandschuh auffangen,in Netze chippen,
Chip-Biathlon

Koordination/
Reaktion : Hipp-Hopp mit dem Ball oder
Schläger,Seilspringen,nach Kommando aus
dem Rückwärtsstehen drehen und Bälle fangen


Anwendungstraining auf dem Platz:

Best-Ball,Schlechtest-Ball,Sudden-Death,
Match-Play-mit Schlägerklau
Bunker :Sandburg bauen und mit daraufgelegten
Bällen wieder abbauen, Sand verhauen, Parallel
3 Striche ziehen und ohne Ball von Strich 1 zu
3 schlagen

c. Kooperatives Gruppentraining
d. Siehe Lehrbrief 7 Seiten 25-34
e. Anfänger: 1x die Woche 90 –120 Minuten

Fortgeschrittene:2 x die Woche 90 Minuten
Weitere Differenzierung nach Mädchen/Jungen
und Altersgruppen als Gruppentraining 4-6
Kinder.
f. Eltern sind ein sehr wichtiger
Integrationsfaktor: Transport, Motivation u.a.
Wünschenswert wäre eine Zusammenkunft der
Eltern am Anfang der Saison/Winter in der die
Ziele erläutert werden und Aufgaben verteilt
werden.
g. wäre schön
h. im Rahmen eines Sommerfestes oder am
gemeinsamen Jugendnachmittag

Bernd Bartels



Oliver,Roland!
Was ist hier für die Zukunft angedacht?
Ich habe gelesen, dass sich Roland dieser Thematik
annehmen wollte.

Bernd Bartels



<Ich war immer ein Kritiker von methodischen Reihen beim Golf, da meiner Erfahrung nach jeder Golfer nach 5 Minuten individuelle Korrekturen braucht

Ich würd das gerne mal ändern. Mein Argument: Umwege erhöhen die Ortskenntnisse. Hinweis:

Kindern mit 8-12 die Grundbewegungen neben dem Golfspiel isoliert zu vermitteln (Karate Kid), um dann später (zwischendurch gibt es noch Aufbautraining 12-16) darauf zurückzugreifen, ist prinzipiell auch eine Methodische Reihe.

Gerade gut ausgearbeitete (auf tiefer Erfahrung beruhende) methodische Reihen treffen ggf. dann genau die Umwege, die der Spieler 10-20 Jahre später variabel Verfügbar bei der British Open (Do: Sonne, windstill, Fr: Sturm Regen waagerecht, Sa: Naßkalt, So: wechselhaft, Wind) braucht.

These: Gute Reihen verbreitern den engen Trichter genau um jenes, was an Abweichung mal richtig wichtig wird = Fundament für Abrufbarkeit.


Zuletzt bearbeitet: 25.10.02 21:21 von Rainer


Hallo Herr Bartels,
wir werden hier versuchen, interssante Beiträge zum Thema Kinder/Jugendgolf zu veröffentlichen. Zum Beispiel sollen Übungsbeispiele vorgestellt werden. Ich stecke aber noch mitten in den Vorbereitungen und habe im Moment viel um die Ohren.
Gruß
Roland Becker



Ich möchte hier einmal versuchen ,eine Beschreibung des Aufbaues eines Trainingsplanes, für die Grundlagenarbeit mit Kindern abzugeben:
Zeitraum. Monat August 2002 – Mai 2003 20 Trainingstage: 8 in der Halle; 12 auf dem Golfplatz.
5 Tage. ca. 22-24 Kinder, 15 Tage. ca. 12-13 Kinder.
Betreuer: 1 Golflehrer, 1-C-Trainer, 1 Sportlehrerin+2 Jugendliche (bis zu 6 mal)
Zeitraum. 16 – 18 Uhr
15 Min Aufwärmen,45 Min. Einheit 1,45 Min. Einheit 2,15 Min. Abwärmen, Spiele,Organisation

9 Einheiten Regel: Regeltraining Bronze bzw. Silber, Vorprüfung Bronze bzw. Silber,Prüfung Bronze bzw.
Silber,Etikette 1 Grün: laufen,Pitchmarke,markieren,Puttlinie,Spielfolge, zuendespielen,zügiges spielen
mit synchroner Vorbereitung; Etikette2 Range, Sicherheit,Schwungrichtung,vorlaufen,Lautstärke,
Verhalten als Zuschauer, Tee holen,Bälle sammeln.
Mit Regeltafel(Wasser,Out of Bounce,verloren,unbespielbar,GUR,zeitweiliges Wasser,provisorischer Ball

4 Einheiten Fitness:Übung,Vorprüfung,Prüfung, Dauerlauf

5 Einheiten Koordination¨Grundpendel in Schirm, GP lang auf der Range,GP mit Tennisball;
Allgemein: Luftballons hochhalten, Balance auf Gegenstand,Orientierung Augen zu laufen,
Diff.: 1 m Springen, dann ½ m
Koord. Mit Club: Griffende auf Wand, in Netze chippen usw.

6 Einheiten Putt: Griff,Haltung,Grundbewegung, Pendelübung; WDH Griff, Zielausrichtung mit Dreieck.
Längendosierung, u.a., Vorprüfung, Prüfung; WDH und Wettspiele

6 Einheiten Chip: Griff und Grundpendel; Schlagflächenstellung, Schwungrichtung und Grundpendel u.a.,
Vorprüfung; Prüfung

6 Einheiten Pitch: Grundpendel mit Durchschwung 1 + 2, Längendosierung 1+2,Vorprüfung, Prüfung

4 Einheiten. Verfügbar nach Bedarf .

Ziel. Übernahme von 6 – 8 Kindern in 2003

Bernd Bartels



Zuletzt bearbeitet: 02.11.02 12:12 von Bernd_Bartels


Reiner schrub:
»Kindern mit 8-12 die Grundbewegungen neben dem Golfspiel isoliert zu vermitteln (Karate Kid), um dann später (zwischendurch gibt es noch Aufbautraining 12-16) darauf zurückzugreifen, ist prinzipiell auch eine Methodische Reihe.«

Hallo Rainer und die anderen!

Ich habe jetzt noch mal im sportwissenschaftlichen Lexikon nachgeschlagen. Dort steht sinngemäß:

Methodische Reihen sind Unterrichtsverfahren, bei denen Bewegungen durch Bewegungshilfen und der Gliederung in sinnvolle Teileinheiten zu Übungsfolgen zusammengestellt werden, die einen schnellen und Erfolg versprechenden Weg zur Erreichung des Lernzieles gewährleisten.
Beim Erlernen und Üben einer Bewegungsfertigkeit mittels methodischen Reihen ist zu beachten, dass die vorbereiteten Übungen und Spiele vor allem der Verbesserung der konditionellen und koordinativen Grundlagen dienen und die Vorübungen und spiele dem Schüler bekannt sein sollen und keine Lernanforderungen größeren Ausmaßes stellen dürfen.*

Wie die auf der Arbeitstagung vorgestellte Studie der BW-Uni gezeigt hat, ist ein zusätzliches koordinatives Training hilfreich. Das hat mich nicht sonderlich überrascht. Die interessantere Frage lautet, ob der Effekt auch eingetreten wäre, wenn die koordinativ trainierende Gruppe auf genau die Menge Golftraining hätte verzichten müssen, die sie für Koordinationstraining verwendet hat. Erst dann könnte man von einer schnelleren Erreichung des Lernziels sprechen (Teil der Definition im sportwissenschaftlichen Lexikon). Da habe ich meine Zweifel. Die Zeit unser normalen Golfschüler ist begrenzt und jede Stunde, die diese Leute koordinativ trainieren sollen, werden sie weniger Golfbälle schlagen können.

Bei leistungsorientiert spielenden Jugendlichen mit viel Zeit ist Rainers Vorschlag, isolierte Grundbewegungen neben dem Golfspiel zu vermitteln, sicherlich sinnvoll. Ich frage mich jedoch, wie man das so abwechslungsreich gestalten kann, dass ein Haufen pubertierender, reizüberfluteter, verwöhnter Nationalspieler da mitmacht.

Macht ihr das denn mit den Nationalspielern, Rainer?

* vom Autor in halbwegs verständliches Deutsch übersetzt.



Ich habe hier einige Punkte, als Fragen, zur Organisation des Kindertrainings:

Wie, wann und wer erstellt die Jahresplanung 2003 ?

Welche Unterbringungmöglichkeiten der Golfsachen und Hilfsmittel sind im
jeweiligen Golfclub für Kinder vorgesehen?

Wie verhalten Sie sich als Betreuer bei Verletzungen (z.B. umknicken)?

Was erklären Sie den Kindern in der ersten Stunde ?

Wie bereiten Sie sich auf den Unterricht vor?

Wie erstellen Sie 3 m Kreise für das Zielputten und chippen auf dem Grün?

Welche Gruppenanzahl betrachten Sie am sinnvollsten? 4 oder mehr Kinder?

Bernd Bartels





Ich freue mich über jeden Beitrag, der über diese mich
besonders interessierende Thematik,hier veröffentlicht
wird.
Ich vergebe folgende Preise:

1. - 4. Preis:
je 2 Bücher-- "Jenseits des Scores" von Oliver Heuler
und das neue Buch von Rainer Mund.

5. - 10. Preis:
6 Bücher--- "Get ready for the Golfswing" von
Anne Dinser.

Bernd Bartels

Die Gewinner werden hier Ostern 2003 bekanntgegeben
und erhalten Ihre Bücher umgehend.




Bernd Bartels schrieb:

Ich habe hier einige Punkte, als Fragen, zur Organisation des Kindertrainings:

Wie, wann und wer erstellt die Jahresplanung 2003 ?


Die Jahresplanung sollte der Golflehrer in Zusammenarbeit mit dem Jugendwart, Jugendausschuss und Trainern entwickeln. Besteht keine Mehrjahresplanung, sollte in der eventuell vorhandenen Trainingspause im Winter, dass neue Konzept erstellt werden.

Welche Unterbringungsmöglichkeiten der Golfsachen und Hilfsmittel sind im
jeweiligen Golfclub für Kinder vorgesehen?


Das ist schwierig zu beantworten, da es sehr stark auf die einzelne Infrastruktur des GC´s ankommt. Schön wäre, wenn auch die Kinder ihr Golfequipment in abgeschlossenen Räumlichkeiten lassen kann. Auch wäre ein separater Aufenthaltsraum von Vorteil, den man auch zu theoretischen Schulungen gut Nutzen kann. Die Hilfsmittel sollten nach Möglichkeit im Bereich des Trainingsortes (Driving Range) gelagert werden, um sie immer Griffbereit zu haben. Bei mir lagern diese in meinem Raum auf der Range.

Wie verhalten Sie sich als Betreuer bei Verletzungen (z.B. umknicken)?

Wichtig ist hier sofort zu reagieren, um unnötige Schmerzen zu vermeiden und schwerere Verletzungen auszuschließen. Kannst Du selbst den Grad der Verletzung nicht zuverlässig einordnen – AB ZUM ARZT !!!

Was erklären Sie den Kindern in der ersten Stunde ?

Nun das ist abhängig in welchem Stadium sich die Kinder befinden, generell sollten die Saisonziele und Trainingsinhalte dargestellt werden und mit den Zielen der Kinder abgeglichen werden.

Wie bereiten Sie sich auf den Unterricht vor?

Im Rahmen der Jahresplanung sollte auch die einzelne Trainingseinheit geplant sein, so dass die Vorbereitung schon definiert ist. Aber vielleicht habe ich Dich auch in diesem Punkt missverstanden.

Wie erstellen Sie 3 m Kreise für das Zielputten und chippen auf dem Grün?

Im Baumarkt gibt es viele verschiedene Arten von Schnüren zu kaufen, mit denen man diese Kreise gut herstellen kann. Für das Putten und Chippen eignen sich besonders die ganz dünnen Schnüre, da sie die Bälle am wenigsten behindern. Die Kreise lassen sich gut herstellen, indem man die Kunststoffschnüre am Ende anzündet, zusammendrückt und das Feuer löscht. Dadurch erhältst Du einen durchgehenden Kreis. Mit einigen Tees kann dann der Kreis auf dem Grün fixiert werden. Für größere Distanzen empfehle ich dickere Bänder/Seile zu nehmen, damit sie besser zu sehen sind.
Wichtig : Das alles lässt sich mit geringen finanziellen und zeitlichen Aufwand herstellen.

Welche Gruppenanzahl betrachten Sie am sinnvollsten? 4 oder mehr Kinder?

Die Kleingruppe mit 3-4 Personen ist meines Erachtens nach am effektivsten, aber auch schwierig innerhalb des Clubs einzuführen (Kosten) und muss sehr homogen gestaltet werden, sprich die 3-4 Kinder müssen gut miteinander können. In größeren Gruppen besteht dieses Problem zwar immer noch, aber man kann sich etwas besser aus dem Weg gehen, und irgendeinen kann man immer gut ab. Realistische Gruppengrößen sind 7-8 Kinder, während ich in meiner Kindergruppe zur Zeit 10-14 Kinder betreue. Klapp noch sehr gut, wenn gut organisiert wurde.

Mit besten Grüßen aus Arenshorst
Hans-Christian
P.S. Mir fehlt noch JdS. (-:




Das ist unfair, ich war 10 Tage nicht zu Hause und da hat mein ehemaliger Azubi doch einfach schneller geantwortet. Hier meine Antworten vom 4.11.2002:
1. Die Jahresplanung wird immer im Herbst des vorherigen Jahres gemacht. Idealer weise macht sie der verantwortliche Trainer (sollte B-Trainer sein) in Absprache mit allen anderen beteiligten Trainern. Grundsätzlich sollte die Jahresplanung im Rahmentrainingsplan vorgedacht sein. Eine Individuelle Saisonplanung macht nur bei Spielern, die sehr häufig trainieren(>3 x pro Woche). Für Clubspieler beginnt die Saison in der Regel Ende April und hat ihren Höhepunkt im August oder September (Clubmeisterschaft, DM, DMM). Ich halte allerdings nicht viel von detaillierter langfristiger Saisonplanung gerade im Kindertraining, weil das Wetter und die Anzahl der teilnehmenden Kinder sich zu sehr auf die Planung auswirken. Klar muss man sich immer wieder fragen welche Trainingsinhalte zu welcher Zeit trainiert werden sollen, aber man muss ja nicht im strömenden Regen Putten trainieren.
2. Idealer Weise sollte ein Raum für die Trainingsgeräte in der nähe der DR vorhanden sein. Außerdem finde ich auch einen Aufenthaltsraum für Kinder und Jugendliche sehr sinnvoll. Dieser muss aber regelmäßig von Trainer oder Jugendleiter beaufsichtigt werden. Die Jugendlichen können hier auch Verantwortung übernehmen. (klappt in meinen GC sehr gut)
3. Verletzungen kommen in meinen Training sehr selten vor, in der Regel ist aber für solche Fälle ein Arzt auf der Anlage. Ich fühle mich trotz diverser „Erste Hilfe Kurse“ nicht in der Lage angemessene Hilfe zu leisten.
4. In der ersten Sunde müssen die Kinder auf jeden Fall den Sicherheitsrahmen kennenlernen: Wo steht man, wo geht man, Bälle nicht zurückholen, .....
Ansonsten kläre ich, ob das Kind Rechts- oder Linkshänder ist. Dann mache ich den gerade behandelten Schlag vor und werde dann schon individuell. Ist der Griff noch zu schlecht, wird dieser erklärt, ...
Außerdem erkläre ich den Kindern den Aufbau der Trainingseinheit::
Aufwärmen-Hauptteil(Golfteil)-Schlußspiel
5. Seit einigen Jahren bereite ich jede Trainingseinheit schriftlich vor. Allerdings schreibe ich nur Stichworte auf, sodass ich auch in einem Jahr noch weiß, was in dem Training gemacht habe. Obwohl ich die Planung meistens am gleichen Tag mache, kommt es oft vor, dass ich den Plan umschmeißen muß. Typisches Beispiel: Grüns wurden gesandet und ich hatte Putten geplant. Für den Aufbau des Trainings plane ich immer mindestens 30-45 Minuten ein. Ich weiß, dass das viel ist, ich halte es aber bei Gruppengrößen über 8 Personen für unumgänglich einen solchen Aufbau zu machen.
6. Ich mache kaum eine Trainingseinheit im kurzen Spiel, ohne das mehrere Kreise auf dem Grün liegen. In der Regel benutze ich Zielkreise, die ich im Baumarkt erstanden habe. Man sollte darauf achten, dass die Schnüre nicht zu dünn sind, weil sie sonst zu leicht verknoten. Außerdem kann man Zielkreise aus Sand auf dem Grün auftragen (mit den Greenkeepern absprechenund hinterher ordentlich abfegen). Man kann auch einfach ein Band an die Fahne binden und an diesem mit Isolierband die unterschiedlichen Entfernungen markieren.
7. Ich trainiere am liebsten in 8er Gruppen, da kann man individuell genug arbeiten und trotzdem kommt ein Mannschaftsgefühl auf. Außerdem kann man schöne Abschlußspiele machen (Hockey, Ultimate Frisbee...).
Gruß
Roland Becker




Bereits unter Sonstiges "Schach" veröffentlich,
hier möchte es noch einmal unterbringen.

Themenkomplex „ Talent“

Was ist ein Talent?
Im Lexikon finde ich: Talent , Psychol.: überdurchschnittliche --- Begabung für bestimmte geistige oder
motorische Fertigkeiten.
Rainer Mund sagt .“Der Weg dahin ist das Ziel“

Jeder Golfclub hat örtliche Gegebenheiten, die nicht vergleichbar sind.
Ein mögliches Talent, das mehr als 15 km von einem Golfplatz entfernt wohnt, ist kein Talent,
soll heissen: Ist der Weg zu mühsam und man kann nur unregelmässig am Training teilnehmen,
dann ist es sehr schwer für die Trainer die motorischen Fertigkeiten zu verbessern.
Mit 17 sollte man erst mit dem Hochleistungstraining beginnen, aber auch nur dann wenn der langjährige
Trainingsaufbau über 10 Jahre idealtypisch verfolgt wurde, habe ich vermittelt bekommen
Der Muskelaufbau darf erst ab dem 17. Lj. mit Maximalkrafttraining erfolgen, die Schnellkraft mit
golfspezifischen Krafttraining mit 15 – 16 Lj.
Haben wir die Geduld? Wir müssen.

Wo finden wir unseren Nachwuchs?
 In den eigenen Reihen?
 In der Schule?
 Im Sportverein?
.
Voraussetzung ist es zunächst festzustellen:

Was strebt der eigene Golfclub an ?
- Talente? Spitzen-/Leistungssport
- Kinder? Jugendliche? Breitensport?

Wer im Club ist entscheidend: Mitglieder und Vorstand.
-Viele Kinder gewünscht? : Manchmal; Kinder oft störend; nehmen Preise mit;
-sind keine guten Ansprechpartner im Flight; kosten Geld.
-Ziele mit den Jugendlichen unterschiedlich: Spitzen oder Breitensport.
-Ziele der Kinder und Eltern oft verschieden.

Wie rekrutiert mein Club den Nachwuchs und welche Ziele gibt der Jugendwart vor:

. Kinder der Clubmitglieder: Vorteile: Ansprechpartner, Transport;
Nachteile:Sportliche Eignung

Schul –AG`s in Zusammenarbeit mit dem VCG:
Vorteil: Talentsondierung und Förderung durch den VCG.

Die Schul – AG 2002/2003 läuft an 20 Tagen je 2 Stunden von Ende Oktober 2002
bis in den Mai 2003.
Am ersten Tag standen über 20 Kinder zum Training bereit, Golf ist geil.
Nach 5 Trainingstagen erhielten 13 Kinder das Angebot zum Weitermachen in der Schul-AG,
Nichtteilnehmer das schriftliche Angebot zum Weitermachen im April 2003 im
Grundlagenaufbautraining für 25 Euro für das Jahr 2003.
In den Monaten November 2002 bis Anfang März 2003 findet das Training in der Sporthalle
statt und zwar 8 x. Nach weiteren 7 Trainingseinheiten auf unserem Golfplatz mit dem
Mindestziel des Bronzeabzeichens aber auch Silber, erhalten die Kinder Talentförderung
die das Mindestziel oder mehr erreichen.
Sollten Kinder es nicht schaffen, wovon auszugehen ist, erhalten sie das Angebot weiter
Grundlagenaufbautraining zu betreiben.

Die Vorträge Talentsichtung-förderung im Hockey, Golf und Tennis bezogen sich meiner
Meinung nach mehr auf die Förderung nach dem Grundlagenaufbau.

Zuerst das Ziel aber nicht der Weg.
Bernd Bartels




Zuletzt bearbeitet: 18.10.03 17:33 von Bernd_Bartels


Hier zwei weitere Fragen:

Wann sollten Grundlagenkinder das erste Mal auf dem
Golfplatz spielen dürfen?
Abschlag: Tee? 150m Marke ? 100 m Marke?

Wer kann über Erfahrungen mit Fördervereinen für
die Jugend und Mannschaften berichten?

Ich freue mich auf jede Antwort!!

Bernd Bartels

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>Perfekte Rundenanalysen von Jörg Sobetzki