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Thema: Olivers Topp Video


Liebe Leser!

Ich möchte meine Reaktion auf Oliver Heulers Werbemethoden hier einstellen, um eine bessere Möglichkeit für Disskusionen zu haben. (Diese Form ist mir auch vertrauter!)

Oliver, wenn du es möchstest, werde ich versuchen, auch deine Reaktionen hier herein zu kopieren. Alles auf einmal geht nicht, drum mach ich es in Abschnitten.

Mein Lieber, jetzt gehst du aber einen Schritt zu weit. Deine koordinativen Fähigkeiten, alle Fehlschläge auf Abruf ausführen zu können in Ehren. Aber dass man als Beobachter gesagt bekommt: ‘Wenn sie mal einen Pendel beobachten, was da passiert, dass nämlich der tiefste Punkt ganz unten ist und rechts geht’s in die Höhe und links geht’s in die Höhe’, finde ich, ist die Höhe!

Ich werde den Verdacht nicht los, dass du mit deiner Lust, alle Fehlschläge dieser Welt zeigen zu wollen, ein einziges Ziel verfolgst. Die Vielzahl der Möglichkeiten, was man falsch machen kann, sagt nur einen einzigen Satz:

“GOLFER, DA KOMMST DU UNMÖGLICH ALLEIN HERAUS!”

Ein Spieler, der nicht weiß, was er alles falsch macht, kommt auf vieles nämlich alleine d’rauf, findet Golf auch noch interessant, wenn er kleine Erfolge selber löst (vielleicht auch deshalb so hochinteressant), völlig Uninteressant hingegen, wenn er bemerkt, Himmel, welcher dieser Varianten ist es denn, bei der ich ansetzen muss? Das wird mich wieder eine Stange Geld kosten!

Sich mal vorstellen, alle Golfer dieser Welt, die diese Videos sehen, stellen sich an den Ball und in Ihren Köpfen laufen die Filme der Fehlschläge dieser Welt ab, die uns unser Oliver in die Hirne gezaubert hat.

>edit wegen emotionaler Unüberlegtheit!

Halb-Schönen Grüße von Andreas G. Karácsonyi

PS: Interessant an “Ohne Schnitt und Skript” ist auch, dass (selbst) du dich nicht mehr verstellen kannst …


Oliver Heuler { 09.29.08 at 10:40 }

Hallo Andreas!

Du machst dir Sorgen, dass viele Zuschauer durch meine Videos eher verwirrt werden, als dass sie ihnen helfen? Du wünschst dir mehr Klarheit und Einfachheit? Ich kann dir versichern, dass Klarheit und Einfachheit beim Produzieren der Videos zu meinen größten Zielen gehören. Meiner Erfahrung nach wird aber ein kompliziertes Thema nicht dadurch einfacher, indem man wichtige Details einfach weglässt. Nehmen wir an, ich müsste jemandem erklären, wie man mit einem Drachen fliegt. Wenn ich dem jetzt sage, renn einfach die Rampe runter und flieg, dann wird er sterben, wenn er nicht zu den ganz wenigen Genies gehört, die intuitiv die richtigen Dinge tun. Neun von zehn Anfängern werden den Steuerbügel drücken, weil sie nicht sinken wollen und genau dadurch Probleme bekommen.
Du gehörst sicher zu den beneidenswerten Golfern, die intuitiv schon viel richtig machen und deshalb gar nicht viel über die Bewegung nachdenken müssen. So ist es aber leider nicht bei allen. Ich schaue hier manchmal Leuten zu, die keinen Unterricht nehmen, und da gibt es welche, die neun von zehn Bällen toppen.

Du machst dir vielleicht auch noch Sorgen, dass ich den Zuschauer nicht ernst nehme. Als ich das Pendel erklärt habe, ist es vielleicht offensichtlich, dass das Pendel dort den Scheitelpunkt hat, wo es aufgehängt ist, aber ich kann dir versichern, dass nicht jedem klar ist, dass die Hände im Treffmoment nicht hinter und auch nicht über dem Ball sein müssen, sondern davor. Und es ist ganz sicher nicht jedem klar, dass Toppen und fette Schläge in diesem Fall die gleiche Ursache haben.

Es klingt didaktisch richtig, wenn man sich darauf beruft, nichts Falsches zu erklären oder zu zeigen, aber dieser Ansatz funktioniert in der Praxis nicht. Wenn man einem Golfer zeigt, dass zum Beispiel der Schläger in der Schräge bleiben soll, die er beim Ansetzen hat, dann fragt er zurecht als erstes: »Und wie ist er bei mir?« Je nachdem, ob der Schläger bei diesem Golfer zu flach oder zu steil ist, muss er etwas ganz anderes machen. Ihm diese Information vorzuenthalten, wäre ein didaktischer Fehler.

Es gibt einen bekannten Golflehrer (Michael Hebron), der sich auch darauf beruft, nichts Falsches zu erklären. Ich habe ihn besucht und einen Tag lang bei ihm zugeschaut. Er konnte sein Prinzip nicht in einer Stunde durchhalten.

Nun kann man darüber streiten, wie viel man über das Negative und wie viel über das Positive reden soll. Ich versuche im Unterricht möglichst viel positive Anweisungen zu geben, aber in einem Video geht das nicht so gut, weil ich ja nicht weiß, wie der, der zuschaut, gerade schwingt. Ich stelle demnächst zwei volle Golfstunden ins Netz. Da kannst du dir dann ein Bild machen, ob ich den Leuten tatsächlich helfe oder nicht.

Liebe Grüße Oliver


AGKara { 09.29.08 at 11:51 }

Lieber Oliver, danke für deine Reaktion!

Es ist doch ein Unterschied, ob ich ein Video ins Netz stelle, oder einem Golfer in der Stunde helfe!

Wie soll es mir tatsächlich helfen, wenn ich mir deine Videos (der Fehlschläge) anschaue? Weil ich jetzt besser weiß wie viel ich falsch machen kann? Und an so viele Möglichkeiten habe ich tatsächlich noch nie gedacht. Ich finde Golf nun noch schwerer als es für mich ohnehin schon war!

Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Ich kaufe mir eine tolle Kamera, nimm meine Schwünge so recht und schlecht auf und vergleiche mit deinen Videos, wenn ich über das nötige know how am Computer verfüge. Im anderen Fall drängt sich nur ein Gedanke auf: Ich muß an den Fleesensee!

Was genau ist deine Motivation, die Videos ins Netz zu stellen? Deine Videos sind wirklich präzise, klar und einfach. Gut verständlich. Wüßte nicht wer das besser machen könnte und du verfügst über ein großes Wissen.
Das Thema wird - zugegeben - durch weglassen nicht einfacher, aber durch hinzufügen von Schwierigkeiten auch nicht, denn kein Golfer dieser Welt kann alle diese Fehler gleichzeitig produzieren! Du willst doch in den Videos dem Betrachter nicht erklären wie man schwingt, wie dem Drachensegler.

Deine Aussage ist doch einzig: Ich kenne ihren Fehler, einer davon, den ich ihnen zeige, ist es sicher. Kommen sie zu mir und ich sage ihnen welcher es ist.

Gruß
Andreas G. Karácsonyi



Zuletzt bearbeitet: 01.10.08 13:09 von A_Karacsonyi_a
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Oliver Heuler { 09.29.08 at 12:36 }

@Andreas: Was genau ist deine Motivation, die Videos ins Netz zu stellen?

Der Zuschauer, den ich im Kopf habe, leidet unter einem bestimmten Fehlschlag — oder auch unter mehreren. Er slict oder er toppt oder er socketiert. Jetzt hat er natürlich schon versucht, sich selbst zu helfen. Aber das hat nicht befriedigend geklappt. Nun sucht er im Internet nach Antworten. Warum sollte auch jemand, der kein Problem mit Toppen hat, sich ein Toppen-Video anschauen? Ok, vielleicht noch der Mann, dessen Frau toppt, und der er nicht helfen kann.

Dieser Golfer hat bestimmt schon mal Unterricht gehabt oder sich irgendwann auf Video gesehen. Er wird also ein paar meiner vorgestellten Ursachen ausschließen können. Außerdem gebe ich auch noch an, wohin die Topps starten und welche anderen Fehlschläge mit auftreten. Vielleicht bleiben am Ende zwei oder drei Ursachen übrig, die es sein könnten. Jetzt wird er das auf der Range ausprobieren. Führt irgendeine Korrektur zum Erfolg, wird der Golfer dabei bleiben. Wenn nicht, dann nicht.

Tatsächlich berichten mir immer wieder Leute, dass sie manche ihrer Fehlschläge korrigieren konnten. Es ist natürlich nur eine Teilmenge. Ich kann nicht mehr machen, als der Obermenge zusätzlich anzubieten, mir ihr Video zu schicken, damit ich es kostenlos analysiere. Bei denen ist die Trefferquote mit der Hilfe übers Netz natürlich noch höher. Aber ich muss sie erst mal überzeugen, dass ich weiß, wovon ich spreche, damit sie sich die Arbeit mit dem Video überhaupt machen.

Meine Motivation besteht einerseits darin, anderen Leuten das Leben zu bereichern, weil deren zum Ausdruck gebrachte Freude dann wiederum mein Leben bereichert, und andererseits freue ich mich natürlich auch über den Werbeeffekt. Wobei es sicher nicht darum geht, mein Stundenbuch zu füllen. Ich biete pro Woche nur 15 Stunden an, und die sind auch ohne Videos gebucht. Ich merke jedoch eines: Die Leute, die zu mir kommen, sind extrem angenehm zu unterrichtende Schüler. Meist haben sie die Videos gesehen oder Artikel/Bücher von mir gelesen. Sie sind also hochgradig eigenmotiviert und arbeiten gerne an ihrem Schwung. Sie wissen außerdem, was sie erwartet. Es ist wie du schreibst: Man kann sich in solchen Videos nicht verstecken.

Das ist der größte Vorteil meiner Aktivität im Internet: Ich finde genau die Schüler, die zu mir passen, und die Schüler finden genau den Lehrer, der zu ihnen passt. Der Anteil meiner Schüler, der mit meinem Unterricht zufrieden ist, ist seit dem Start meiner Internetseite sehr hoch, und das obwohl ich offensichtlich kein einfacher Typ bin, wie die Reaktionen in manchen Foren beweisen.

Das ist eigentlich eines der Hauptvorteile des Internets: Die Spinner finden sich gegenseitig. Welche Chance hätte ich zum Beispiel in Waren an der Müritz, also im tiefsten Osten, gleichgesinnte Voluntaristen zu finden, außer durch meine Seite http://www.voluntarismus.de?
Oder als ich schon vor knapp drei Jahren angefangen habe, über die zweite Weltwirtschaftskrise zu schreiben — da hätte ich hier am Stammtisch nur Häme ernten können. Über das Internet habe ich Gleichgesinnte kennen gelernt, die mein Wissen weiter bereichert und befruchtet haben.

@Andreas: Ich finde Golf nun noch schwerer als es für mich ohnehin schon war!

Das tut mir natürlich leid, weil es ja das Gegenteil von dem ist, was ich beabsichtigt hatte. Aber gestatte mir zum Schluss noch eine Frage, die nicht provozierend gemeint ist: Warum schaust du ein Video, das mit »acht Ursachen des Toppens« überschrieben ist? Hattest du davor nicht schon andere Videos von mir gesehen? War da nicht zu ahnen, was kommen wird?

Liebe Grüße
Oliver




Ich habe bisher alle Videos angeschaut und glaube einige Puzzlesteine zu meinem Schwung gefunden zu haben. Ob daraus ein Gesamtbild wird? Ich versuche es mal:

Die ersten Fehlschläge auf einer Runde (oder auch auf der Range) kommen durch Schaufeln. Entweder fett oder getoppt, der Körper bleibt einfach zu weit hinten. Oft sind das auch gute Treffer, aber dann sehr hoher Ballflug und dadurch etwas zu kurz. Mit diesem Fehlschlag Nr. 1 kann ich noch leben.

Wenn ich aber daran arbeite, indem ich versuche besser zu rotieren und das Gewicht nach vorne zu bringen, dann tritt irgendwann Fehlschlag Nr. 2 auf. Das ist dann entweder ein Innen-Socket oder ein flacher Push-Slice, geschuldet einer viel zu flachen Ebene. Bei meinem Gap Wedge kann man das besonders gut sehen, der Wear-Spot ist direkt am Hosel. Hier gibt es keine Abstufungen mehr, entweder Superschlag oder Katastrophe.

Die einzige Möglichkeit das abzustellen ist es dann wesentlich steiler aufzuschwingen. Dann aber komme ich extrem von außen und mit geschlossener Schlagfläche in den Ball. Dabei gelingt mir oft ein überraschend guter Ballkontakt, aber dennoch mit unbrauchbarem Ergebnis aufgrund von Fehlschlag Nr. 3, dem Pull-Hook.

Diese Vielfalt konnte ich bisher noch keinem Golflehrer demonstrieren, da es sehr viele hintereinander geschlagene Bälle braucht, um durch das gesamte Programm zu kommen. Vielleicht liege ich ja auch daneben mit meiner Analyse, aber eines kann ich ganz sicher sagen: die Heuler'schen Lehrfilme machen mich tatsächlich depressiv und das ist der einzige Punkt, wo ich Andreas Karácsonyi recht gebe :)

Ulrich



@Oliver: Du gehörst sicher zu den beneidenswerten Golfern, die intuitiv schon viel richtig machen und deshalb gar nicht viel über die Bewegung nachdenken müssen. So ist es aber leider nicht bei allen. Ich schaue hier manchmal Leuten zu, die keinen Unterricht nehmen, und da gibt es welche, die neun von zehn Bällen toppen.


Das stimmt natürlich überhaupt nicht. Ich toppe mehr Bälle als mir lieb ist, muß sehr viel über die richtige Bewegung nachdenken vor allem darüber, wie ich es mir merken kann, wie ich es gemacht habe, als die Bälle gut geflogen sind. An Stelle einer Gedächtnisstütze bekomm ich Videos, wie es nicht machen soll! Ich unterscheide mich wahrscheinlich nicht von anderen Suchenden, vielleicht hab ich in meiner Jugend schon viel Sport gemacht und kann mit meinem Körper ein bisserl umgehen.

Es klingt didaktisch richtig, wenn man sich darauf beruft, nichts Falsches zu erklären oder zu zeigen, aber dieser Ansatz funktioniert in der Praxis nicht. Wenn man einem Golfer zeigt, daß zum Beispiel der Schläger in der Schräge bleiben soll, die er beim Ansetzen hat, dann fragt er zurecht als erstes: »Und wie ist er bei mir?« Je nachdem, ob der Schläger bei diesem Golfer zu flach oder zu steil ist, muß er etwas ganz anderes machen. Ihm diese Information vorzuenthalten, wäre ein didaktischer Fehler.


Hier stimme ich dir nicht zu. Lernen bedeutet nicht, etwas zu erklären oder auf etwas hin zu weisen, z.B. daß der Schläger zu flach oder zu steil ist. Lernen bedeutet den Schüler mit Fragen oder körperlichen Erleben zu einer Erkenntnis führen, die von ihm selber kommen muß. Ich habe nicht die Erfahrung bei Golf, aber in anderen Lern-Bereichen, darum kann ich nur Vorschlagen wie ich es machen würde: ZB: "Was könnte dir der Ballflug über deine Stellung des Schläger sagen?" und so weiter, so lange fragen (dir fallen sicher hundert Fragen ein) bis der Schüler ein AHA-Erlebnis hat.

Ich habe "Jenseits des Scores" Der Weg des Meisters beim Golfspiel gelesen und war beeindruckt, einiges hat mich an "Zen-Golf: Das mentale Spiel meistern" von Joseph Parent erinnert. Auch empfiehlst du "Zen und die Kunst des Bogenschießens" von Herigel, oder "Befreit golfen: Mit der GOA-Methode zum Erfolg" von Manfred Hauser.

In allen "Methoden" sind sich die Schreiber (und auch du) einig. Negatives Denken wirkt sich negativ auf das Ergebnis des Spiels aus und wenn es schon mal da ist, soll man sich damit beschäftigen, wie man es "in den Griff" bekommt.

Daß man aber ein Video nach dem anderen auf eine der besten Golf-Internet-Seiten bekommt, was man alles falsch machen kann bei Golf, geht mir beim besten Willen nicht aus dem Kopf. Es ist genau das Gegenteil von dem was in den Büchern steht.

Selbst nach einem Jahr, wenn ich wieder an einen Golf-Platz komme, erinnere ich mich bei einem bestimmten Loch, welchen Fehlschlag ich dort hatte und prompt: Ich mach den gleichen Fehlschlag wieder. Eine alte und sehr bekannte Geschichte. (Ein optischer Reiz (die Bahn) löst Körperreaktionen aus.)

Stell dir nun vor, der Golfer Deutschlands bekommt deine Videos nicht mehr aus dem Kopf, wenn er den Ball anspricht. Was bleibt ihm übrig? Er muß zu dir in den Unterricht!

Meine Kritik an diese Videos lautet: Sie helfen dir Schüler zu bekommen, nicht jedoch dem Golfer, wenn er sie sieht.

Man könnte das noch weiterspinnen, daß nämlich der Golfer mit bildern von Fehlschlägen konfrontiert wird, um aus der Sackgasse nur mit einem Besuch am Fleesensee heraus zu kommen. Ist es da nicht zynisch, wenn dem Besucher des Golfunterrichts, der natürlich endlich Licht am Himmel sieht, dann freigestellt wird, sein Geld zurück zu fordern?

Lieber Oliver, in deiner letzten Antwort beschreibst du sehr gut, wie dir das Internet dabei hilft Schüler zu bekommen.

Das ist der größte Vorteil meiner Aktivität im Internet: Ich finde genau die Schüler, die zu mir passen, und die Schüler finden genau den Lehrer, der zu ihnen paßt.

Meine Motivation besteht einerseits darin, anderen Leuten das Leben zu bereichern, weil deren zum Ausdruck gebrachte Freude dann wiederum mein Leben bereichert, und andererseits freue ich mich natürlich auch über den Werbeeffekt.


Warum schaust du ein Video, das mit »acht Ursachen des Toppens« überschrieben ist? Hattest du davor nicht schon andere Videos von mir gesehen? War da nicht zu ahnen, was kommen wird?


Alle habe ich gesehen, geahnt auch, aber diesmal mußte ich reagieren!

Liebe Grüße
Andreas



Hallo zusammen!

Ich höre Folgendes: Ihr würdet euch ein Video wünschen, indem ich vielleicht eine Ursache des Toppens herausgreife, sie kurz erkläre und dann die meiste Zeit des Videos damit verbringe, die Lösung zu erklären, Übungen zu beschreiben und dann zu demonstrieren, wie man erfolgreich schlägt, wenn der Fehler nicht mehr existiert?

Gruß Oliver

PS: Gute Selbstanalyse, Ulrich. Klingt nach einem altmodischen Slice. Du musst also gleichzeitig steiler ausholen und dann flacher reinkommen und wahrscheinlich auch später schlagen.



Oliver_Heuler_p:
Ihr würdet euch ein Video wünschen, indem ich vielleicht eine Ursache des Toppens herausgreife, sie kurz erkläre und dann die meiste Zeit des Videos damit verbringe, die Lösung zu erklären, Übungen zu beschreiben und dann zu demonstrieren, wie man erfolgreich schlägt, wenn der Fehler nicht mehr existiert?


Das wäre Super! Und wie ich in Zukunft nicht mehr toppe! Also die Übung in mein Spiel integriere. Das ist für mich am schwersten.

Gruß
Andreas





Ihr würdet euch ein Video wünschen, indem ich vielleicht eine Ursache des Toppens herausgreife, sie kurz erkläre und dann die meiste Zeit des Videos damit verbringe, die Lösung zu erklären, Übungen zu beschreiben und dann zu demonstrieren, wie man erfolgreich schlägt, wenn der Fehler nicht mehr existiert?

Hallo Oliver,

nein, Du musst neun Videos drehen, denn der Betrachter muss ja erst mal seinen Fehler finden, und das entsprechende Video mit der Lösung dazu.

Also am besten ein Video mit den acht Fehlern, kurz erklärt. Dann der Hinweis auf die acht Lösungsvideos.

Sollte doch nicht zu viel Aufwand sein, oder?

Mir ist noch nie klar geworden, warum so viele Menschen glauben, allein das anschauen von Lehrvideos würde ihre Probleme lösen. Ein Besuch beim Pro ist natürlich vollkommen überflüssig.

Eigentlich reicht doch ein Video aus, wo du immer wieder schöne Schläge vormachst. Wenn ich mir das lange genug ansehe, schlage ich genau so. Immer positiv.

Kai



Hallo Andreas!

A_Karacsonyi_a :
Das wäre Super!

Schön, wenn ich dein Leben so bereichern kann. Wenn du mir dein Video schickst, kann ich das erste Top-Lösungsvideo auch speziell auf deine Bedürfnisse zuschneidern.

Jetzt, da ich den Eindruck habe, dass du dich in deinen Bedürfnissen gehört fühlst, würde ich gerne auch eine Bitte formulieren: Wenn ich Sätze lese wie »Aber dass man als Beobachter gesagt bekommt […] finde ich, ist die Höhe!« oder »Noch niemals in der Geschichte des Lernens ist mir ein derartiger Zynismus untergekommen«, dann fühle ich mich unwohl, weil auch ich ein Harmonie-Bedürfnis habe. Dürfte ich dich bitten, ein paar der Dinge, die du in meiner Didaktik forderst, selbst anzuwenden?

Ich will das konkretisieren: Du willst mit deiner Kritik doch etwas bewegen, oder? Du willst mich zu einem besseren Regisseur machen, wofür ich dir dankbar bin. Ich will gar nicht fordern, dass du auf jegliche negative Äußerungen verzichtest, denn ich bin ja der Meinung, dass das nicht funktioniert. Wie wolltest du auch kommunizieren, dass dir in meinen Videos zu viele Fehlervarianten in kurzer Zeit gezeigt werden und keine Lösungsvorschläge, ohne genau das zu sagen?
Aber ich würde mir wünschen, dass du deine Bitten ohne Beschimpfungen und Verallgemeinerungen (größter Zynismus in der Geschichte des Lernens) formulierst, z.B. so:

»In deinem neuen Video werden acht Fehlerursachen fürs Toppen gezeigt. Das verwirrt mich und ich hätte es gerne einfacher. Vielleicht hast du ja mal Lust, ein Video zu drehen, in dem weniger Fehler und mehr Lösungen gezeigt werden?«

Ich glaube so könnte deinen Bitten mit noch mehr Freude nachkommen.

Wärst du bereit, mir zu sagen, was bei dir ankommt, wenn du das liest?

Gruß Oliver


Zuletzt bearbeitet: 30.09.08 13:27 von Administrator


Oliver Heuler 2003 bei TCC :

„So in a certain way we, as golf professionals, are little scientists“
“In gewisser Weise sind wir, als Golflehrer, kleine Wissenschaftler.“


Die Fragen, die sich mir stellen, sind:

1. In welcher Disziplin sind Golflehrer „kleine“ Wissenschaftler?

Physik? Biomechanik? Psychologie? Motorik? Didaktik? Anatomie? Ballistik?
Kinesiologie? Gehirnforschung? Spieleforschung?

2. In wie weit haben Golflehrer überhaupt das Rüstzeug um wissenschaftliche Forschung zu betreiben?

3. Warum soll gerade der Golfschwung Thema wissenschaftlicher Forschung sein?

4. Sind Oliver Heulers Videos, als Bestandsaufnahmen von möglichen Ereignissen, (s.Wissenschaftstheorie) nun Ergebnisse von wissenschaftlicher Forschung?

Sollte das Golfspiel reine Wissenschaft sein, dann müssten alle Golfer auf diesem Planeten, die Schwierigkeiten haben, den Ball gerade und weit zu schlagen nur 2 Bücher lesen: Jorgensen, Physics of Golf und Kelley, The Golfing Machine.

Das wiederkehrende Grundmerkmal von Marketing im Golflehrerbereich ist doch die Aussage, den Schlüssel zum Geheimnis eines wiederholbaren, geraden und weiten Golfschlags gefunden zu haben und dieses Wissen weitergeben zu können. (Wenn man dadurch das Handicap um die berühmt-berüchtigten 5-10 Schläge reduzieren kann umso besser!)

Wenn es eine wissenschaftlich beweisbare Methodologie für den korrekten Golfschwung gäbe, müssten doch alle Golflehrer nach demselben Modell und Wissensstand unterrichten?
(Dies versucht man wohl mit der Erstellung des PGA Handbuchs)

Ich sehe Oliver Heulers Videos eher als Versuch noch nicht so erfahrenen Golflehrern ein Rüstzeug zur Begutachtung von Fehlbewegungen von Schülern zu geben.
Hier liegt eine Hauptursache von schlechtem Golfunterricht- Ursache und Wirkung von Fehlstellungen der Schlagfläche zu erkennen.
Dass das Betrachten von diesen Videos den „Not leidenden“ Golfern helfen könnte, einen wiederholbaren, geraden und weiten Golfschlag zu erlernen, bezweifle ich. Dazu benötigt man die Erklärung/Vorführung/Führung (je nach Lerntyp) des korrekten Bewegungsablaufs.
Sonst bekommt der Schüler nur die Bestätigung seines Fehlverhaltens.

Was ein „korrekter, wiederholbarer“ Schwung alles sein kann, konnte man bei der Übertragung des vor kurzem ausgetragenen Rydercups mit Faszination beobachten.
Für mich war es faszinierend zu sehen, auf welch verschiedene Bewegungsarten Menschen in der Lage sind kleine weiße Bälle auf große Distanzen mit atemberaubender Präzision zu schlagen.
Ich ahne, dass man Kenny Perry nicht gezeigt hat, auf wie viele Arten man den Ball toppen kann. Er hat es wohl selber herausgefunden!

Korrekte Bewegungsabläufe werden immer nur durch positive Sensomotorik oder Visualisierung erreicht werden können (s. Das adaptive Gehirn)

Würden wir unseren Kindern beim Lernen von Neuem zeigen wie man es nicht macht?

Ich gebe Oliver Heuler Recht, wenn er sagt, dass man den Unterricht nicht durchhalten kann, ohne den Schüler sein Fehlverhalten vorführen zu müssen oder ihn es selber spüren (sehen durch Video) zu lassen.

Das genussvolle Golfspiel, bei dem man das Erträumte zu seiner Zufriedenheit umsetzen kann, besteht leider nicht nur aus dem korrekten biomechanischen Ablaufs eines vollen Schwunges auf der Driving Range.

Das Golfspiel zeichnet sich doch in erster Linie durch die richtige Entscheidungsfindung für die Lösung einer bestimmten Spielsituation aus, die dann möglichst erfolgreich umgesetzt werden soll. Dies bedingt grundsätzlich ein Mindestmass an motorischer Fertigkeit, die durch Übung erlangt werden kann. Die meisten GolferInnen üben aber meistens falsche Bewegungen, im festen Glauben das Richtige zu üben.

Lieber Oliver, wenn du schon so viel Zeit und Energie für die Erstellung der Videos aufwendest, dann zeige den geplagten Slicern, Hookern, Toppern, Socketierer und Fettschlagenden wie man es richtig macht. Denn nur das führt zu den erwünschten Zielen, sei es jetzt länger Schlagen, gerader Schlagen oder ein niedrigeres Handicap zu haben.

LG

Nick




Hallo,

ich habe mir bisher auch alle Videos angeschaut und habe die vielen Hinweise und Informationen dankend aufgesaugt. Bei mir habe ich festgestellt, dass das Wissen über den Golfschwung mein Spiel stabilisiert hat, weil ich mir plötzlich auftretende Fehschläge (die auf einer Runde immer mal wieder vorkommen) besser erklären und abstellen kann. Die großen und elemtaren Probleme werde ich sicherlich nicht ohne Hilfe eines Pros beseitigen können, aber das theoretische Verständnis ist dann bereits vorhanden. Ich würde mich also sehr freuen, wenn O.Heuler noch ein paar Videos ins Netz stellen würde.

Lieber Oliver, wenn du schon so viel Zeit und Energie für die Erstellung der Videos aufwendest, dann zeige den geplagten Slicern, Hookern, Toppern, Socketierer und Fettschlagenden wie man es richtig macht. Denn nur das führt zu den erwünschten Zielen, sei es jetzt länger Schlagen, gerader Schlagen oder ein niedrigeres Handicap zu haben.


Ein Video mit sauberen geraden Schläge mit unterschiedlichen Schläger würde ich auch sehr begrüßen. Besonders eine Perspektive von vorn finde ich sehr interessant, da ich gerne einmal erkennen möchte, wie im Treffmoment Schläger und Arme im Vergleich zur Ansprechposition sind.

Gruß

Lorenz Rudek



@Oliver
Wärst du bereit, mir zu sagen, was bei dir ankommt, wenn du das liest?


Hallo Oliver, ich möchte mich hier in aller Form bei dir entschuldigen, ich war sehr aufgewühlt, ich habe sehr aggressive Worte verwendet.

Irgend etwas muss das in mir ausgelöst haben, wofür du wahrscheinlich gar nicht kannst.

Dein Formulierungsvorschlag ließt sich sehr angenehm, es löst Wärme aus, wenn ich es könnte, hätt ich es auch so geschrieben.

Würde dir gerne meinen Schwung schicken. Wollte ich schon lang mal machen, vielleicht eine Gelegenheit dazu!

Heute hatte ich schon wieder einige getoppte Bälle. Aber ich gestehe, ich habe kein einziges mal auch nur annähernd an deine Videos gedacht, sie kommen bei mir sicher aus einen dieser 8 Gründe.

Dein Bunker-Video finde ich übrigens fantastisch!

Schönen Abend noch, Gruß
Andreas




Hallo Andreas!

Nehme ich natürlich an. Ich hoffe nur, dass ich meinen Auftrag auf dieser Seite noch stornieren kann. Drück uns die Daumen.

Liebe Grüße
Oliver



Welche Variante hast du denn für mich erwählt? Komplettes verschwinden lassen? Würdevoll für die Hinterbliebenen?

Jedenfalls halte ich hier fest, dass du meine Grooveless bekommen sollst, damit du mal Präzisionsschläger im Bag hast!

Andreas



Hallo Oliver!

Das Lehrvideo, in dem du sagst: " ... und wenn einem Spieler der Schlag aus dem Rough mit dem Holz einmal gelungen ist, fängt sein Dilemma an" hat mich nachhaltig beeindruckt, immer wieder zitiere ich diesen Satz bei Freunden nicht ohne den Verfasser zu nennen und er war der Auslöser, dass ich das Buch "Jenseits der scores" gekauft und mit Interesse, ohne es weg zu legen, gelesen habe.

Seit dem ich das Chippvideo gesehen habe, kann ich nicht mehr anders, ich muss mein Handgelenk beim Durchschwung beugen! Und das geht nun schon über ein Jahr so ...

Ich stelle mich nun fast gerade in den Bunker, drehe mein Schlägerblatt auf, schlage mit weniger Angst und der Ball kommt näher zum Stock!

Auch andere Lehrvideos finde ich klar, leicht verständlich, informativ, unterhaltsam und zeugt von deinem großen Wissen über den schönsten Sport.

Ich danke dir für diese online-Hilfen, werde mir auch Kritik erlauben, mich aber bemühen, mehr Respekt und eine bessere Sprache zu zeigen.

Gruß, Andreas

PS: Eifersucht ist ein Hund!



Liebe Forumsgemeinde,

ich oute mich: Ich bin Fan der Videos. Fast schon zwanghaft surfe ich die Seite täglich an. Könnte ja was Neues geben. Gäbe es ein Video, das alle Facetten des Aufteens behandelt, ich wäre dabei. Auch bildmaterial zum Thema Wagen ziehen/schieben versus Taschetragen würde ich mit halbgeöffnetem Mund anschauen. Als Mensch zeichnet uns aus, dem scheinbar Sinnlosen einen Sinn zu geben; das Runde muss in das liegende Runde. Das reicht.

Die Bezeichnung „ohne Skript und Schnitt“ empfinde ich fast als Fishing-for-compliments. Liegt doch dem Ganzen eine wohlgeordnete innere Struktur zugrunde. Das Ganze wird dann noch humorvoll und kurzweilig präsentiert. Es ist ebenso vollständig wie durchdacht.

Stichwort „Fehlerparade“ — klar kann man streiten, ob „falsche“ Bewegungen gezeigt werden sollen. Ich würde anders argumentieren: Immer wieder nur eine schulmäßige Bewegung als Norm zu zeigen, hilft begrenzt. Die Funktion von einzelnen Teilen der Bewegung wird eben leichter verständlich, wenn man die möglichen Abweichungen ebenso wie die Konsequenzen durchschaut. Dann kann man auch die Bewegung verbessern (sofern man nicht schon intuitiv das Richtige macht.) Mir erleichtern die unterschiedlichen Möglichkeiten beispielsweise des Toppens, die eigene Bewegung zu reflektieren und ggf. zu verbessern. Zudem gibt es ja auch Videos wie das Bunkervideos, die einen „how to...“-charakter haben.

Und jetzt mal ehrlich: Wenn mein Ball vor einem See liegt, denke ich an vormals getoppte Bälle, die 3,33 Euro der Ball kostet, Doppel-Bogeys, Sprüche meiner Mitspieler oder ich habe dieses hoppelnde Bild des Balles vor Augen, das in einem müden "platsch" mündet. Aber bestimmt denke ich nicht an irgendwelche Videos.
Ich wünsche jedenfalls vielen Anfängern, dass sie die Gelegenheit haben, mal ihr Verständnis der Technik mit einem Video zu verbessern. Denn Golfer, die mit einem total verqueren Slice vor sich hinmurmeln „wenn ich den ball bloß mal richtig treffen würde... wieso immer nach rechts?“ hinterlassen mich als Mitspieler ratlos. Soll ich schweigen? Den Pro empfehlen? Aufklären über von-innen-nach-außen, offenen Schläger etc.?
Stichwort Marketing: Alles, was jedem Golfer in jeder Lage mit Methode xy zu soundsoviel Verbesserung verhilft, ist unglaubwürdig. Durch ein Video den Anreiz zur Auseinandersetzung zu schaffen, finde ich eine lässliche Sünde. Es verfügt ja jeder über einen freien Willen, sich die Videos anzuschauen. Und der Schluss, dass wohl das Beste wäre, eine Trainerstunde bei Oliver Heuler zu nehmen, kann man ziehen. Man muss es ja eben nicht.

grüße aus hannover
frank


Zuletzt bearbeitet: 01.10.08 12:39 von Frank_Wohlers_a
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