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Thema: Neuer Schwung


Kommentare und Bilder von vorne werden folgen. Vielleicht will sich der Täter schon mal zum Tathergang äußern (Ballflug, Sorgen etc.)?























Fotos: Arnd Welling

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Ach ja, die leidige Schwungebene ... Gibt es eigentlich auch Lehrmeinungen die ohne diese furchteinflößende Linie und die damit verbundenen Leiden auskommen?

Suxi




Fehler:

1. Gewicht beim Setup viel zu weit auf den Fersen
(Arnd fällt beim Rückschwung nach vorne- das kann man sehen, wenn man vergleicht, wie die Nase im Verhältnis zum Baum im Hintergrund steht)

2. Hände und Schläger gehen beim Wegnehmen nach innen

3.Der Schläger kreuzt, da er im ersten Teil zu flach war und da der Armradius im zweiten Teil völlig verloren geht.

4. Zu Beginn des Abschwungs geht die rechte Schukter nach vorne. Die Hände kommen daher von aussen

5. Mangelnde Gewichtsverlagerung im Durchschwung.

Ballflug: Vermutlich hohe Pullslices, ab und zu reine Pulls

Korrekturen:
1. Beim Setup das Gewicht mehr auf den Fußballen bringen

2. Mehr Spannung in den Beinen

3. "Legen" üben wobei die Hände möglichst weit vom Körper wegbleiben (linker Arm bleibt völlig gestreckt, der rechte beugt für subjektives Empfinden kaum)

4. Beim Abschwung versuchen, die rechte Schulter nach unten und die linke nach oben zu bringen

Anmerkungen für die Anderen:
@ Oliver
Das Wegnehmen wird denke ich durch die verbesserte Ansprechposition und stabilere Beine von alleine mehr nach aussen gehen.

@ suxi
Oliver ist wohl der Pro, der die Schlägeranalyse am weitesten perfektioniert hat. Es gibt da andere Pros, die davon ausgehen, dass man es ab einem bestimmten Niveau nicht mehr ganz so hunderprozentig machen muss und sich mehr auf andere Aspekte konzentrieren sollte(Taktik, Mentales, Platztraining,etc.). Aber in der Phase sind wir hier noch nicht ganz angelangt (sie beginnt etwa bei Hcp5).

Gruß, Axel


Zuletzt bearbeitet: 15.12.02 13:18 von Axel_Wingert


@ Axel_Wingert

Die fehlende Unterarmrotation führt zu verspäteten Winkeln der Handgelenke. Mit der Korrektur "mehr Unterarmrotation" in der Startphase, sollte es möglich sein, den Schläger mit mehr Handgelenkeinsatz auf der korrekten Ebene wegzunehmen. Das Mehr an Rotation der Unterarme führt wahrscheinlich schon zu einem weniger gekreuzten Schläger im OT. Außerdem vermute ich zwei Griffprobleme: linke Hand zu schwach bzw. zu wenig palmare Beugung und der Schläger liegt zu diagonal in der Handfläche. Erst nach den 3 genannten Korrekturen: Unterarmrotation, Winkelverhalten und Griff, würde ich über eventuelle Korrekturen im Set-up und in der Bewegung des Körpers nachdenken.

Mit besten Grüßen Hans-Christian



Hallo Hans-Christian!
Zunächst danke, dass du auf meinen Beitrag eingegangen bist.

Ich will dir hier auf keinen Fall zu nahe treten, aber das mit der fehlenden Unterarmrotation und dem Winkeln halte ich nicht für ideal. Nach dem Teaching MAnual ist das was Du sagst wahrscheinlich genau das Richtige, aber man kann wie ich herausgefunden habe den Schläger auch ohne zu winkeln auf der Bahn halten. Ich kann sogar sagen, dass man trotz negativem Winkeln "on plane" bleiben kann. Du wirst jetzt sicher skeptisch sein, aber frag mal Oliver. Den konnte ich auch erst durch Demonstration von meiner Annahme überzeugen. Wenn man beim Aufschwung erst spät winkelt, entsteht meiner Meinung nach mehr Lag und somit ein besserer Kontakt und mehr Länge.

Die Ursache für den zu flachen Schläger ist meiner Meinung nach daher vor Allem in der zu tiefen Position der Hände zu suchen, welche wiederum durch die Kippbewegung der Schulter entsteht welche stark mit den "labberigen" Beinen in Verbindung steht. Wenn man also die Beine mehr anspannt, und durch ein besseres Setup stabiler steht, müsste das Wegnhemen gleich wesentlich besser werden.

Gruß, Axel



@ Axel_Wingert

Ich will dir hier auf keinen Fall zu nahe treten

Keine Sorge Axel, ich sitze zu Haus am PC und mach mir keine Sorgen um meine Füße. Meine Freundin, Physiotherapeuten ist was die Belastung der Fersen angeht Deiner Meinung. Ich bin aber nicht davon überzeugt, das es Dir in diesem Fall gelingt, eine bessere Bewegung zu erzeugen, indem Du das Set-Up verbessert.
Den Schläger auf der korrekten Ebene zurück zu führen, mit späten oder gar keinem Winkel, ist sicherlich möglich (mach ich seit Jahren). Ich sehe aber nicht den von Dir beschriebenen Vorteil. Mag sein, das spätes Winkel zu mehr Lag führt, es reduziert meiner Meinung nach aber auch das Bewegungstempo, womit Du einen Teil der versprochenen Länge wieder verlierst. Solange der Schüler nicht rotiert und winkelt wird es ihm dauerhaft nicht möglich sein den Schläger korrekt wegzunehmen. Wenn ich BISK von Oliver richtig verstanden habe, kommt die Korrektur des Körpers nach der Verbesserung des Ballfluges, Impacts und Schlägers. Ich habe die Erfahrung gemacht, läuft der Schläger auf einer besseren Bahn, muss ich mir um den Körper weniger Sorgen machen, der reguliert sich zum Teil von selbst.

Mit besten Grüßen Hans-Christian




@HCV

>Wenn ich BISK von Oliver richtig verstanden habe, kommt die Korrektur des Körpers nach der Verbesserung des Ballfluges.

Bei BISK handelt es sich um eine Analyse-Reihenfolge, nicht um eine Korrektur-Reihenfolge. Genau genommen wird sogar immer der Körper korrigiert. (Der Körper reduziert sich dabei aber nicht auf den Rumpf.) Wie soll man den Schläger auch korrigieren? Der ist ja genauso dumm wie der Ball.

---
Heinrich Lohse: »Hast du den gesehen? Der kam von rechts.«
Renate Lohse: »Nein ich sehe nichts, ich kann gar nichts sehen. Ich mache nämlich beim Fahren die Augen zu, weil mich der Verkehr nervös macht.«



@ Oliver

Gut, war wohl etwas bescheiden ausgedrückt. Die korrekte Antwort muss also lauten:

Mehr Unterarmrotation in der Startphase; dann früherer Einsatz der Handgelenke. Damit sollte ein steileres Wegnehmen möglich sein und der Schläger weniger im OT gekreuzt sein. Beides also Korrekturen des Körpers, nicht des Schlägers.

Hans-Christian



Leider komme ich erst jetzt dazu mich zu outen.

Das was man oben so schön in Farbe sehen kann, danke Arnd, ist mein Schwung!

Kurz zu mir:

Seit Juli 2002 habe ich die PE und bis jetzt bin ich auf Clubvorgabe -44 runtergekommen.

Als Schläger habe ich normalerweise einen Satz 4 - SW von Miketec mit Graphitschäften. Allerdings hat sich durch ein Fitting herausgestellt, das diese zu kurz sind und sich durch einen falschen Lie-Winkel auszeichnen.

Bei diesen Schlägern produziere ich meistens einen Slice, durch den ich das in meinem Heimatclub reichlich vorhanden Rough gut kennenlernen durfte. Wenn ich allerdings darauf achte, den Aufschwung nicht ganz so weit durchzuführen, wird der Ballflug gerader.

In meinem Bag befindet sich neben den oben erwähnten Schlägern ein Titleist Eisen 3 mit einem um 1" verlängerten Schaft. Dieses benutze ich grundsätzlich bei den Abschlägen und hierbei zeigt sich zwar ebenfalls die Tendenz zum Slice, ist aber nicht so ausgeprägt und extrem. Die Häufigkeit der geraden und weiten Schläge ist dementsprechend deutlich höher.

Bei den Aufnahmen verwendete ich allerdings ein anderes Eisen 3.

Meiner Meinung nach war der Ballflug nach dem abgebildeten Schlag relativ gerade.

Bevor ich heute auf die Range gegangen bin, konnte ich die ersten Kommentare von Euch schon lesen. Vielen Dank dafür.

Die Anregung das Gewicht auf die Ballen zu verlagern bringt meiener Meinung nach schon einiges, denn gleichzeitig gehe ich dabei ein wenig mehr in die Knie und erwirke damit einen besseren Stand.

Als Ergebnis kam mit einem Eisen 5 ein schöner gerader und weiter Ballflug heraus.

Da leider keiner mit einer Kamera anwesend war kann ich mich bzgl. der Schwungebene nich äußern.

In der Regel empfinde ich meinen Griff als zu fest, eine geöffnete Zahnpastatube wäre somit in relativ kurzer Zeit leer.

Auch hierbei habe ich heute ein wenig variert und konnte mittels des Ballfluges leider keine deutlichen Auswirkungen erkennen.

Für weiter Anregungen bin ich dankbar und werde soweit möglich alles mal ausprobieren und Euch von den Ergebnissen berichten.

Vielen Dank und immer weiterso

Mighty




'Neuer Schwung' ... Vielleicht trägt die doch eher feste Kleidung zu einer eingeschränkten Armarbeit des Patienten bei. Das 'after impact' Bild sieht aber doch schon sehr nach Rechts-Hand-Dominanz aus, die sich schon zu Beginn des Rückschwungs manifestiert.
TrainingsTip: Ab in den Süden und dort 1/3 Schwünge split-handed spielen (dadurch Pronation des li Handgelenks fördern) - beide Füsse flach stehen lassen. SandWedge mit möglichst flacher Flugkurve spielen. DivotRichtung beobachten (möglichst zum Ziel)und erst wenn es wieder warm ist zurückkommen. /Peter




Hallo Peterpan,

meine rechte Hand ist, wie ich schon öfters gehört habe, wirklich dominant.

Das es an diesem Tag schon ziemlich kalt gewesen ist, ging es leider nicht nur in T-Shirt und somit könnte auch die feste Kleidung etwas mit dem Schwund zu tun haben. Bei Gelegenheit versuche ich aussagekräftigere Bilder machen zu lassen.

Den Vorschlag mit in den Süden fliegen, würde ich gerne annehmen. Leider fehlt mir momentan die Zeit und das Geld.

Für Spenden kann ich Dir gerne meine Bankverbindung geben. Oder vielleicht hast Du auch gute Bekannte oder Freunde im Süden, bei denen man evtl. preiswert wohnen könnte.

Grüße

Mighty



Hallo Mighty,

ein vielleicht etwas zu hoher Griffdruck und etwas zu viel Gewicht auf den Fersen beinflussen Deinen Ballflug nicht so stark wie folgende Punkte:

Deine Hände und Dein Schläger befinden sich im Rückschwung sehr weit hinter dem Körper. In Pos. 3 (linker Arm parallel zum Boden) sind Deine Hände auf der Schaftebene und Dein Schläger ist flacher als die Ebene. Im höchsten Punkt ist der Schläger gekreuzt. Im Abschwung wird er noch steiler und die Hände sind sehr weit vor dem Körper (außen). Der Ball startet überraschend gerade. Leider fehlt die Position zwischen Bild 8 und Bild 9. Auf Bild 8 kann man nämlich nicht erkennen, ob der Schläger überhaupt von außen kommt. Man darf sich nicht von der Position der Hände täuschen lassen!
Im Treffmoment sind Deine Hände sehr hoch . Deshalb steht der Schläger sehr stark auf der Spitze. Dies ist ein absoluter Slice-Faktor. Wenn ein gelofteter Schläger auf der Spitze steht, zeigt die Schlagfläche nach rechts, was Deine Rechtskurve verursacht.
In diesem Punkt teile ich nicht Axel Wingert’s Meinung, der von einem Pull und Pull-Slice ausging.
Bei Deiner nächsten Trainingseinheit, solltest Du an folgenden Punkten arbeiten:

1. Gerader Rückschwung
Die Hände vom Ball weg gerade nach rechts bewegen. Weniger Unterarmrotation, dann bleibt der Schläger länger vor dem Körper. Wenn der Schläger parallel zum Boden ist, sollte der Schläger auch parallel zur Ziellinie sein (erster Kontrollpunkt, Pos. 2).

2. Arme trennen sich vom Körper
(In diesem Teil folgen Deine Arme und der Schläger zu lang der Körperdrehung)
Schwinge die Arme jetzt nach oben. In Pos. 3 (s.o.) sollten die Hände jetzt, aus der seitlichen Perspektive, direkt vor dem Brustbein sein. Der Schläger wird jetzt oben nicht mehr so stark gekreuzt sein.

3. Schläger im Abschwung etwas flacher machen
Versuche nun beim Einleiten des Abschwungs den Schläger etwas flacher zu legen und lass den Schläger dann frei schwingen. Der Schläger sollte im Abschwung wieder parallel zur Schaftebene sein. Die Hände werden dann nicht mehr so hoch sein und der Ball wird nicht nur gerade starten, sondern auch im Ziel landen.

Viel Erfolg!

Marc





Ich formuliere im Folgenden bewusst pointiert, will damit aber nicht den Eindruck erwecken, grundsätzlich keine Zweifel mehr zu haben. Als gläubiger Popperianer schließe ich nie die Möglichkeit aus, dass auch alles anders sein könnte.

Mighty hat eine gute Haltung und steht nur etwas nah am Ball. (Eine Korrektur würde jedoch nichts verändern, außer die Zahl der Spitzentreffer zu erhöhen. Diese Korrektur muss mit dem Flachermachen des Abschunges einhergehen). Das leichte Kippen beim Wegnehmen wird besser, wenn Mighty positiv statt negativ winkelt. Das Kreuzen stört mich noch nicht, dafür aber das im Übergang dorsal werdende Handgelenk: Das öffnet die Schlagfläche (besonders deutlich in Bild 7), die lässt den Ball slicen und der lässt den Mighty nach außen schwingen.

Wer eine Korrekturreihenfolge sucht und deshalb bei BISK an der falschen Adresse ist, für den habe ich ja noch SET im Regal und so kommt meiner Meinung nach auch hier erst die Schlagfläche und dann die Ebene. Die Schulterdrehung im Abschwung ist hier – wie so oft – nicht das Problem. Schuld sind die Arme und Unterarme. Neben Kopf-Unten-Lassen, Linker-Arm-Steif-Machen und Achse-Halten ist der klassische Schulterwurf nach meiner Einschätzung einer der häufigsten Fehldiagnosen im modernen Golfunterricht.
Eine Pronation des rechten Unterarms (Handgelenke können nicht pronieren, zumindest nicht menschliche) würde die Schlagfläche bei den hohen Händen zwar mehr schließen, gleichzeitig aber für einen zu frühen Release sorgen, sobald der Schläger auf die richtige Ebene käme. Trotzdem wäre es zusammen mit einem flacheren Abschwung sicher auch John Jacobs erste Wahl. Dorsale Handgelenke kommen in seinem Universum einfach nicht vor. Ich schreibe das nicht aus Respektlosigkeit, sondern nur im Dienste der Sache und nenne Jacobs trotz dieser kleinen Schwäche immer noch in einem Atemzug mit den besten Lehrern der Welt.

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Mutter Winkelmann: »Was haben wir besprochen?«
Paul Winkelmann: »Dass ich Tietzes einladen sollte — in deinem Namen.«
Mutter Winkelmann: »In Gottes Namen habe ich gesagt, in Gottes Namen!«



Oli, meinst Du nicht, dass ein Spieler, der die Hände im Rückschwung sehr weit hinter dem Körper hat, diese im Abschwung eher zu weit vor den Körper bringt? Erinnere mich da an mein Stündchen bei Hank.
Stichwort: Altmodischer Slice.
War das gerade ein Quick Fix à la Jacobs oder würdest Du auch langfristig die Finger von Mighty's Rückschwung lassen?

Marc



@ Marc
Meine Erfahrung zeigt mir, dass bei Golfern mit altmodischem Slice keine Besserung des Abschwungs zu erwarten ist, wenn man das Ausholen korrigiert hat – eher das Gegenteil. Trotzdem muss man natürlich da ran und meine sKorrekturen schlossen das Winkeln ja mit ein.
Es gibt noch einen weiteren Punkt, den man beachten muss: Wenn der Schläger oben kreuzt und man den Abschwung flacher macht, kommt es oft zu einem hässlichen Umschlagen des Schaftes auf halber Höhe des Abschwungs. Dann haut der Patient zwar die ersten riesen Draws und wähnt sich im Golfhimmel, vom Boden droht dann aber das böse Erwachen. Man muss also irgendwann auch den Schläger mehr legen, und dann wird es gemeinsam mit dem steileren Wegnehmen besonders schwierig, flach abzuschwingen. Deshalb ist es besonders wichtig, dass man Rückhalt von der Schlagfläche bekommt. Wenn die einen nämlich im Stich lässt, der Ball wieder slict und das Ausholen steiler ist, dann wird der Luftraum außerhalb des Balles gefährlich.

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Heinrich: »Wieso schmeißt Du eigentlich immer alle meine Sachen weg?«
Renate: »Der Hund müsste mal raus …«
Heinrich: »Liebchen, das ist erstens keine Antwort auf meine Frage, und zweitens muss der Hund raus, wenn ICH es für richtig halte. Wutz! Wutz Du kommst jetzt zum Herrchen … Wutz, hier ist das Herrchen …! Wutz … Hier ist das Herrchen! Dämlicher Hund.«

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