Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Jugend Wintertraining in der Halle


Hallo Zusammen,

als "frischgebackener" C-Trainer (Amateur) und Jugendwart biete ich dieses Jahr ein Wintertraining für unsere Jugendliche an.

Leider gibt unser Jugend Budget vom Club es nicht her, unsere Pro's auch im Winter zu engagieren :-(

Klar helfen die Pro's mir auch weiter - das möchte ich jedoch nicht überstrapazieren.

Wir haben eine Turnhalle gemietet und möchten die Jugendlichen im Winter weiter an das Golfen binden.

Ich habe nun schon einige golfspezifische koordinative Übungen und Chippen und Putten auf dem Trainingsplan.
Ich habe "Practice Balls" von Callaway bestellt, die einem echten Golfball sehr nahe kommen. Mit diesen Bällen werde ich das Training in der Halle durchführen.

Gerne würde ich mich über dieses Forum mit anderen über das Golftraining in der Halle austauschen.

Welche Ideen/Übungen habt Ihr zum Hallentraining?

Ich freue mich auf eine rege Diskussion.

VG

Roland

Werbung


Das sollte motivierend wirken:





Na, das sind doch schon mal erste Ideen für das Indoor Training.
Mal sehen was meine Truppe davon hinbekommt ....



Hallo Roland,
Wintertraining ist für mich ein absolutes Muss. Meine Schwerpunkte in diesem Jahr: Kraft, Ausdauer,Beweglichkeit,Kinetik, Technik-Training, Wurf +
Fangspiele, Thai-Chi Schwünge, Koordination.
Übungsbeispiele werde ich später in der Grundlagenarbeit mit Kindern veröffentlichen und auch die Begründung für unserer Arbeit mit kleinen Gruppen: 7 x 5 Kinder + 1 x 6 Kinder.Die Übungen werden nicht in einer Halle durchgeführt,sondern in der Scope Hütte.
Unter meinen Veröffentlichungen in der Grundlagenarbeit mit Kindern findest Du auch Beispiele für das Hallentraining.

2 Beispiele:

Protokoll C-Trainer Workshop 5

Thema: Wintertraining – Saisonvorbereitung 19.11.2005

Referenten: Klaus Wewetzer – Hermann Breidbach

Grundsätzlich hat der Lehrgang das Ziel, Erfahrungsaustausch untereinander anzubieten und die gewonnenen Erkenntnisse für die Zukunft des Landesverbandes zu verwenden.

Günstige Bedingungen für das Golftraining, haben die Golfclubs, die über eine Halle und ein entsprechendes Budget verfügen können. Wird auch noch ein/e Physiotherapeut/in einbezogen, der/die Trainingspläne für z.b. das aufrechte Bewegungsmuster des Golfschwunges, für den einzelnen Spieler, aufstellt, erfüllt sich meine Zukunftsvision eines idealen Trainingsstandortes. Weitere Pläne für den Körper, die Kopplung und Koordination, werden ebenfalls vom Physiotherapeuten/in erarbeitet und individuell dem Spieler als Grundlage mitgegeben.
Ist keine Halle vorhanden, könnten Spielformen wie Speed-Golf (z.b. mit einem Schläger),
Biathlon, Regelkunde u.a. zur Anwendung kommen. Die funktionelle Gymnastik mit den Trainingsplänen eines Physiotherapeuten, kann jedoch jederzeit zu Hause oder in einem Fitnessstudio durchgeführt werden.
Ebenfalls könnte ein Jahresrückblick, eine Analyse zur Verbesserung der Spielerpersönlichkeit und eine Leistungsdiagnostik: a. Rundenanalysen(ab 10 J.), b. Langes Spiel(Präzision), c. Kurzspieltest, d. Videoanalyse + e. Konditionstest
angedacht werden.

Hermann Breidbach brachte uns ein Hallentraining nahe, dass er mit seinen D-2 Kaderkindern bereits als Leistungstest durchgeführt hat.
Als Aufwärmtraining wurde Krabbenfußball gespielt. Jede Bewegung darf nur in Rückenstützlage erfolgen, nur weitere Wege dürfen in Bauchstützlage durchgeführt werden.
Zunächst kam 1 Ball zum Einsatz, zum Schluss waren es 4 Bälle.
Putt – und Chip Hallentrainingstest
Die Einteilung in Gruppen je 3, jede Gruppe hatte Stationen aufzubauen, die auf vorgefertigten Karten beschrieben waren.
Es handelte sich um 7 Chip und 5 Putt-Stationen.
Hier je ein Beispiel:
Chip-Station 6: Dosierung
Chippen in unterschiedlich entfernte Landezonen(freie Schlägerwahl), markiert durch Chipnetze, Seile, Matten, Ringe.
15 Versuche. Jeder Treffer in die jeweilige Landezone zählt.

Putten-Station 5: Treffen im Sweetspot
15 Putts mit Putting-Clip bzw. Gummiband an der Schlagfläche. Die gelungenen Versuche werden gezählt. Mittig getroffen und im Radius.
Je 5 Putts aus 3 m, 5 m+ 9 m.

Weitere Chipstationen:
1. Ausrichtung 2. Schwungrichtung 3. Eintreffwinkel 4. Mittigkeit des Treffens
5. Verkantung 7. Flug-Roll-Verhältnis(problematisch in der Halle)

Weitere Puttstationen:
1. Ausrichtung der Schlagfläche 2. Verkanten der Schlagfläche 3. Dosierung
4. Schwungrichtung.

Nach einer kleinen Pause hatten wir einen Leistungstest koordinativer /konditioneller Fähigkeiten über 10 Stationen durchzuführen. Die Übungen waren je Station auf einer vorgefertigten Karte beschrieben. Je ein Teilnehmer leitete eine Station.

Kinästhetische Differenzierung, Rhythmisierung, Umstellung/Orientierung, Gleichgewicht,
Anpassung/Umstellung.
Ausdauer, Kraft- Statisch, Kraft – Dynamisch, Kraft – Schnellkraft + Beweglichkeit.

Teil 2 C-Trainer Fortbildung 24.09.2005

Übungen zur Verbesserung der Kopplungsfähigkeit als Stationstraining in der Halle

Aufwärmen

Jeder Schüler hat mit einem Hockeyschläger, der mit beiden Händen anzufassen ist , den Golfball zu bewegen, ohne mit einem Mitschüler zu kollidieren.

Anschließend werden zwei Gruppen gebildet, die den Golfball zur gegenüberliegenden Wand,
mit Hilfe des Hockeyschlägers (anzufassen mit beiden Händen)auf der Innenbahn spielen und wieder zurück auf der Außenbahn.

Die Gruppen haben als Wettspiel einen Gummiball von vorn über den Kopf nach hinten zu reichen, der anschließend durch die Beine mit den Händen wieder nach vorn zu befördern ist.

Station 1

Einen Petsi Ball aufrecht stehend mit seitlicher Drehbewegung loslassen, nicht mit den Händen werfen.

Station 2

In sitzender Lage einen Petsi Ball in der Drehbewegung loslassen, ebenfalls nicht aus den Händen werfen

Station 3

Zwei Partner fassen zwei Schläger an den Enden mit den Händen und stehen sich gegenüber.
Beide drücken zunächst gegeneinander oder ziehen auf der linken Seite und drücken auf der rechten Seite. Erstens in Hüfthöhe, zweitens in Schulterhöhe.
Dieselbe Übung, beide stehen auf einem Bein.

Station 4

Einen Medizinball in sitzender Lage mit seitlicher Drehbewegung loslassen, nicht werfen.

Station 5

Einen großen Gummiball in Golferhaltung über dem Kopf halten, dem Partner zuwerfen, einmal aufprallend, als nächstes direkt ohne Aufprall.

Station 6

Liegend die Beine in einen 90 Grad Winkel anheben, der Partner bewegt sie seitwärts nach rechts und links.

Station 7

Ein mit dem Fuß stabilisiertes Terraband , sowohl mit der rechten als auch mit der linken Hand nach oben ziehen.






Krafttraining
Test WDH um Ausgangslage festzuhalten , zur Vergabe individueller Übungen und Fortschreibung der Verbesserungen:

Statisch
Kniebeuge mit Rücken an der Wand: Wie lange gehalten in sec.
Bauch: an Stange Oberschenkel 90 Grad: Wie lange gehalten in sec.
Haltemuskulatur I: Seitstütz li/re.: Wie lange gehalten in sec.
Haltemuskulatur II: Frontalstütz: Wie lange gehalten in sec.
Haltemuskulatur III: Beinrückheben: Wie lange gehalten in sec.

Dynamisch
(Wiederholung in 30 Sek.)
Klimmzüge: Anzahl
Einbeiniges Aufstehen Li/Re.: Anzahl
Liegestütz: Anzahl

Schnellkraft: Anzahl (innerhalb einer vorgegebenen Zeit)
Medizinballwurf über Kopf: Anzahl
Medizinballwurf seitlich Li/Re.: Anzahl
Dreierhop-Dreisprungmessen: Anzahl
Standweitsprung: Anzahl

Individuelle Übungen vergeben, je nach Defizit. Überprüfung in der nächsten Übungseinheit.

Auf der Seite des ASG.CH das Thema Fitness:
Fitness


Zuletzt bearbeitet: 22.11.11 18:57 von Bernd_Bartels_a


Hallo Bernd,

Danke schon mal für die ersten Anregungen.
Ich freue mich schon auf den weiteren Austausch zum Thema Wintertraining in der Halle.

Ich habe zum Thema Chippen bereits folgende Übungen durchgeführt.

- Paarweise wird mit einem Tennisball gechippt. Der eine chippt und der andere fängt den Ball auf. Nach einiger Zeit wird gewechselt.

- Dosen schießen, es werden Blechdosen auf einer Gymnastikbank aufgestellt. Die Dosen sollen mit möglichst wenig Bällen von der Bank gechippt werden. (Kann auch als Wettkampf erfolgen)

- Bälle in ein mit Seilen markiertes Ziel rollen lassen. Es wird die Landezone markiert.

- Chippen auf Chippingnetze aus unterschiedlicher Entfernung

Wir chippen auf mitgebrachten Abschlagsmatten

Viele Grüße
Roland





Übungen mit Golfschlägern und alternativen Bällen.

Hallen-Golfball

Abstand zur Hallenwand (Netz) ca. 4-5m. Mit dem E 7 vom Tee mit wenig Kraftaufwand und leichtem Schwung an die Wand oder in ein Netz spielen.
(Griff, Stellung zum Ball und Schwungkenntnisse sind Voraussetzung)

Vor der Wand wird ein klingender Gegenstand (Blech) aufgehängt, es gilt den Gegenstand zu treffen. Gut geeignet als Team-Spiel A gegen B, wer lässt den Gegenstand öfter klingen.

Gegenstände, die als Golf-Schießstand aufgebaut sind (Büchsen, Petflaschen) gilt es wegzuchippen. Einzel- oder Teamwettspiel.

Zwischen Abschlag und Ziel liegt eine Sprungmatte (Bunker oder Teich). Es gilt über das Hindernis, möglichst nah ans Ziel zu chippen. Danach kann auch mit dem Putter in ein Zielloch aus Metall eingelocht werden . Wettspiel zu zweit oder auch Teamwettspiel.

Ein aus Matten aufgebautes Feld symbolisiert das Grün, der Stab in der Mitte die Fahne. Von einem vorgegeben Abschlag(Kreislinie rund um das Grün) möglichst nahe an die Stange(Fahne) zu spielen. Pitchen oder Chippen erklären.
Wessen Ball liegt am nächsten zur Stange(Fahne).

Über einen Sprungkasten(Mauer)spielen.
Je näher, desto schwieriger.
Hinter dem Hindernis am Besten ein Ziel aufbauen, was es zu treffen gilt.
Kann ein Partner hinter dem Sprungkasten den Halle-Golfball fangen?

Ein Schüler steht auf dem Sprungkasten und versucht die ihm zugespielten Bälle zu fangen.
Auf Kommando vom Schüler auf der erhöhten stelle pitchen die Spieler den Ball, jeder gefangene Ball ist ein Teampunkt. Zwei Teams spielen gegeneinander, innerhalb einer vorbestimmten Zeit.

Einige dieser Übungen können auch im Freien durchgeführt werden.

Thema Sicherheit:
Sobald mehrere Kinder auf einem relativ kleinen Raum Golf spielen, sind strenge Sicherheitsmaßnahmen zu treffen und Spielregeln bekanntzugeben.
.Genügend seitlichen Abstand einhalten
.Gegenseitig Rücksicht nehmen
.Gemeinsam die Bälle wieder einsammeln





Übungen mit Golfschlägern und alternativen Bällen.

Tennisball

Der große Durchmesser des Tennisballes erleichtert das Treffen, das Gewicht ist dem des Golfballes ähnlich. Das Gefühl beim Abschlag ist vergleichbar dem des Golfballes.
Wichtig jedoch ist es bei einem Fehlschlag, dass die Verletzungsgefahr gering bleibt. Ebenfalls fliegt der Tennisball, selbst bei größtem Kraftaufwand, nie so weit wie ein Golfball.
Deshalb ermöglicht er es, zu zweit auf einer größeren Fläche in gegenseitiger Richtung zu spielen.
Die Spieldauer von Tennisbällen ist beschränkt, deshalb werden sie von Tennisspielern nach einer gewissen Zeit entsorgt. Diese Bälle eignen sich aber sehr gut als „Golf-Bälle“.
Sind sie schmutzig oder voller Sand, kann man sie problemlos in der Waschmaschine reinigen.

Übungen: E 7 + Tennisbälle

An einer Wand (oder Hallen-Wand) wird eine Zielscheibe aufgehängt( Matte, Reifen oder eine aufgemalte Zielscheibe auf Karton). Gelingt es das Zentrum zu treffen.
Wie viele Punkte werden mit z.B. 10 Abschlägen erreicht?
Der Abschlag ist von einer Teppichfliese oder von der Rückseite einer Turnmatte(in der Halle).
Spielen A +B zusammen, hat der nicht spielende die Aufgabe, den zurückprallenden Ball, in diesem Fall ein leichter Schlag, aufzufangen.

Vor einer Wand wird ein Hindernis (in der Halle Kasten, im Freien ein Bock)aufgebaut. Die Aufgabe ist es, den Tennisball mit einem leichten Schlag vor die Wand zu spielen, ohne dass das Hindernis berührt wird. Der Ball muss vor der Wand auf den Boden fallen.

Tennisball im Abstand von 4 – 7 m so an die Wand schlagen, dass der zurückprallende Ball möglichst in der Nähe der Abschlagslinie aufkommt.
.Distanzen vergrößern
.Dieselben Distanzen mit verschiedenen Schlägern.

Schlagposition einnehmen, den Ball ansprechen, der Ball befindet sich genau in der Mitte zwischen den beiden Füßen. Jetzt wird der Ball nach einigen Schlägen nach vorne in Schlagrichtung oder nach hinten versetzt.
.Welches ist die geeignetste Ball-Position für den Spieler.
.E3/4 wohl eher in Schlagrichtung, E8/9 eher zurückversetzen.

Auf einer Langbank werden Büchsen oder PET-Flaschen aufgestellt., diese gilt es zu treffen.
Hinter dem Ziel Ballfangeinrichtungen (Netze, Matten) aufbauen.
.Aus verschiedenen Distanzen
.Als Gruppenwettbewerb, die Gruppe mit den wenigsten Schlägen gewinnt.

Vier Matten in Abständen von 3,6,9+12 m sind durch Chippen anzuspielen. Der Ball soll auf der Matte landen und liegen bleiben.
.Abschlagsdistanzen verlängern oder verkürzen.
.Wer erreicht 2,3 oder 4 Treffer hintereinander.

A + B stehen sich gegenüber und versuchen den Tennisball über eine 60 cm hoch gespannte Leine zu chippen. Der Ball soll vor den Füßen des Gegenüber auf den Boden fallen.
Kurze Distanzen – kurzer Griff
.A+B bestimmen die Feldgröße sowie die Spielregeln




Ein Trainingstag in der Halle/Schulgolf

Einen Namen aufrufen, diese/r spurtet auf die Gegenseite.

Zwei Namen aufrufen, diese beiden spurten um die Wette.

In einer Reihe aufstellen, auf Kommando mit geschlossenen
Augen auf eine vorher bestimmte Entfernung zugehen und selbsttätig stehen bleiben, Augen öffnen, feststellen mit welcher Genauigkeit das Ziel erreicht wurde.

Dieselbe Übung, nun aber auf eine Person zu Dritt losgehen, die laut zählt.

Stehen auf Wackelbrettern mit zwei, aber auch auf einem Bein.

Stehen auf dem Wackelbrett und geworfene Tennisbälle sowohl mit zwei Händen, als auch mit einer Hand fangen.

Auf dem Boden gerollte Bälle aufheben.

Schaumstoffbälle mit Hockeyschlägern aus unterschiedlichen
Entfernungen gegen die Hallenwand spielen.

Erklärung Griff und Stand.

Pause (Essen und Trinken)

Rechts und links auf Kommando unterscheiden, z.B. Hebe den
rechten Arm, schließe das linke Auge u.a.

Zwei Stationen:
A: Puttstation:
Über zwei im rechten Winkel ausgelegte Teppiche ins Puttloch(Blech) spielen.

Auf dem ersten Teppich eine Welle eingebaut, mit Fallrohrrest vom Klempner.

B: Pitchstation:
Luftbälle (groß+klein) von einer Turnmatte gegen
Mattenwand pitchen. Ziel: In der oberen Häfte treffen.



Werbung
Zurück zur Übersicht


>Perfekte Rundenanalysen von Jörg Sobetzki