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Thema: Leistungsbestimmender Faktor Fitness


Hallo Oliver,
beeindruckend, mit welcher Zielstrebigkeit du an die Sache herangehst. Das mit dem Längenzuwachs hört sich gut an, ist bei mir aber noch nicht eingetreten (Ich trainiere aber auch nur drei mal in der Woche mittags max. eine Stunde Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken, Klimmzüge und Drücken frontal). Was mich aber vielmehr beeindruckt hat, ist die Stabilität im ganzen Körper. Im Gegensatz zum früheren Training an Geräten ist auf einmal der ganze Rumpf beteiligt, ich habe viel mehr Kraft in den Hüften und den Beinen. Beim Golf bedeutet das, dass ich viel stabiler stehe und subjektiv viel besser rotiere, statt den Körper zu verschieben. Außerdem bin ich auch nach 18 Löchern noch in der Lage, 100 % zu schwingen und nicht wie früher nur noch 70 %, weil nicht mehr genug Power da ist, um richtig zu beschleunigen.
Ich frage mich allerdings, ob zu viel Muskelmasse nicht irgendwann zum Hindernis wird, wenn man nicht als Ausgleich viel Beweglichkeitstraining macht, oder ob irgendwann das Gefühl leidet. Im Moment sehe ich allerdings auch im kurzen Spiel nur positive Aspekte, da ich wegen der kompakteren Position viel regelmäßiger den Ball sauber treffe.

Herzliche Grüße Christoph

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Hi Oliver,

Sehr interessanter Thread. Ich beschäftige mich auch intensiv mit dem Thema und schicke meine Tennisschüler neuerdings zum Crossfit. Desweiteren arbeiten wir jetzt mit Squats, Deadlifts, Bench Press und Pull Ups mit hohen Gewichten und niedrigen Wiederholungen. ... Bin mal gespannt wie sich das auf die Leistung auswirkt nach ein paar Monaten.

Eine andere Frage...wo genau warst Du dort in Hessen um Dich vermessen zu lassen ? Wie schonmal erwähnt bin ich immer noch auf der Suche nach Antworten in Bezug auf meine ständigen Verletzungen im Muskel- und Sehnenbereich. Obwohl ich schon bei vielen sogenannten Experten war, sind solche Vermessungen bis jetzt noch nicht vorgenommen worden.

Gruß aus HH

Florian





C_Schienbein_a:
Ich frage mich allerdings, ob zu viel Muskelmasse nicht irgendwann zum Hindernis wird, wenn man nicht als Ausgleich viel Beweglichkeitstraining macht, oder ob irgendwann das Gefühl leidet.

Ja, die Gefahr besteht ganz sicher: Ich habe mit beidem kein Problem. 1. Ich bin hypermobil in fast allen Gelenken. 2. Ich habe eh kein Gefühl. Da kann also nichts verloren gehen. Aber ernsthaft: Ich spiele so wenig Golf, dass ich keine Jahresplanung machen muss. Wenn jemand in der Saison gut spielen will, dann sollte er erstens lieber im Winter Vollgas bei der Fitness geben und zweitens unbedingt weiter Bälle schlagen, damit die Feinkoordination sich ständig an den neuen Körper anpassen kann.

@Florian
Ich schicke dir die Kontaktdaten per Mail.



Thema Gefühl: wer selten, aber mit hoher Intensität Kraft trainiert, braucht an den Trainigstagen kaum auf den Golfplatz zu gehen, da ist die Feinmotorik kaum zu reaktivieren. Je länger und häufiger man aber mit Hanteln trainiert, umso besser verträgt sich das auch mit dem Golftraining. Stabilität im Rumpf ist für mich auch gut, weil ich viel besser kontrollieren kann, wo ich den Ball treffe.
Für mich schließen sich also Kraft und besseres Golf auch ohne weiteres Beweglichkeitstraining nicht aus.



Ich glaube, Alex Noren und Johan Edfors sollten bei Dir erst mal ein bisschen Technik lernen. Die trainieren sich ja fast ins Krankenhaus...



Gestern habe ich das erste Mal seit einem Jahr auf dem Platz Golf gespielt (Tui-Platz, hieß bis vor kurzem Scandinavian). Meine Vermutung, dass ich erheblich länger geworden bin, hat sich bestätigt. Wir hatten Laser und GPS in den Carts. Ein paar Beispiele: Auf der 8 hatten wir starken 2-Schläger-Gegenwind und ich habe ein Eisen 4 aus 166 Metern carry pin high aufs Grün geschlagen. Früher undenkbar. Auf der 11 hatte ich meinen ersten 280-Meter-Drive meines Lebens unter regulären Bedingungen. Kurz vorher hatte mir Sebastian Meinecke meinen Driver von 10,5 Grad auf 9 runtergeschraubt, denn 10,5 fliegt jetzt viel zu hoch. (Früher hatte ich immer 12-Grad-Driver.) Die Fairways waren zwar trocken, aber nicht sonderlich hart. Auf der 12 hatten wir eher Gegenwind von schräg vorne und ich lag nach Driver-Driver von weiß (Par 5, 463 m) pin high. Mein neues Video (Dreharbeiten zu 75% abgeschlossen) bekommt jetzt einen anderen Titel: Zwanzig Extra-Meter. Untertitel: Langhanteltraining für Golfer.



Wie hat sich deine Ausdauer in dem Jahr entwickelt, bzw. wie hast du dich nach der Runde gefühlt? Seitdem ich keinen Sport mehr neben Golf ausübe bin ich nach 18 Loch richtig kaputt - ich bin noch recht jung und hatte nach meinem letzten Turnier mit Wadenkrämpfen zu kämpfen.







Lieber Oliver,
mir macht es Spaß deinen Ausführungen zum Thema Fitnesstraining zu folgen. Ich lese mit Spannung von deiner persönlichen Entwicklung auf diesem Gebiet.

Ich möchte dich gerne etwas fragen:

In dem Video, in dem Du deine DVD zum Langhanteltraining vorstellst, berichtest Du von zwei Jahren, die Du erfolglos in Fitnessstudios verbracht hast. Du vermutest, dass dies daran liegt, dass du an „Nautilus- Maschinen“ trainiert hast und nicht mit Langhanteln.
Jetzt hast Du nach einem Jahr Langhanteltraining schon 7 Kg Muskelmasse zugenommen.

Außerdem hast Du (seit ?) deine Ernährung umgestellt und bist auf Paläo- Diät, mit viel Proteinen und Fetten.
Diese Ernährungsweise ist auch in der Bodybuildung- Szene nicht unüblich. Weißt Du noch, wie Du dich zu Fitnessstudio Zeiten ernährt hast?
Glaubst Du, dass dein jetziger Muskelzuwachs auch stark durch diese andere Ernährung beeinflusst wird, oder nur wenig? (Natürlich kannst du das nicht mit absoluter Gewissheit wissen, eine Vermutung genügt mir deshalb völlig).

Und noch eine Frage:
Vor zwei, drei Jahren erwähntest Du mal, dass ein von Dir geworfener Golfball 45 Meter carry fliegt. Das ist eine relativ durchschnittliche Weite und Du hast beobachtet, dass alle Longhitter ihren Ball deutlich weiter werfen können.

Du schlägst deinen Golfball jetzt 20 Meter weiter. Wirfst Du ihn auch weiter?

Beste Grüße
Gunnar




Damals im Fitness-Studio war ich noch Vegetarier. Das ist sicher keine optimale Ernährung. Trotzdem ist meine Vermutung, dass die Ernährung höchstens 20% des Erfolges beiträgt. Den Ball werfe ich kaum weiter (50 Meter). Ich glaube auch, dass der bessere Test für die Schnellkraft das Hochspringen aus dem Stand ist. Da habe ich allerdings noch nicht viele Daten.





Am besten auf Youtube anschauen und auf HD Wechseln (Zahnrad).

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