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Thema: Leistungsbestimmender Faktor Fitness


W-O-W.

Das ist mal eine Antwort.
Zunächsteinmal: Nein, ich bin kein Gewichtheber.
Nur sehr Sportbegeistert und Ex-Sportstudent- mittlerweile auf Abwägen.

Hatte aber auch mal eine etwas Fitness-Intensivere Zeit und so steht unter anderen auch SS in meinem Bücherregal.
Trainingssysteme, wie SS zum Beispiel gibt es nunmal einige. Heißen sie nun anaboles Training, 5x5, in gewisser Hinsicht auch HST in jeglicher Ausführung.

Grade Fitness-, Krafttraining, Bodybuilding ist eine der Wissenschaften für sich. Beim Golf mag es 5 Pro´s 6 Meinungen geben, aber im Krafttraining gibts es sicher 5 Trainer mit 10 Meinungen.

Sport mit solch einer Ausprägung vorallem auf den Körper direkt ist einfach so komplex und von so vielen Faktoren abhängig, dass es wohl nie eine Meinung geben werden wird.

Von daher sollte man es wohl eher so halten, wie du es eingangs erwähnt hast: Hauptsache man macht was!!!
Das Konzept wird es nicht geben. Und selbst wenn es ein 80 %iges geben sollte, was macht der Rest der Gleichung? Erholung,Ernährung,Psyche,eventuelle Leistungsförderde Substanzen usw.

Wichtig ist seine Ziele zu definieren und sich dann danach umschauen, was zu einem am besten passt. Es muss Spaß machen, praktikabel sein, mir etwas mehr geben als es mir nimmt...

Gut in deinem Programm finde ich die Komponenten an sich. Sie passen zu deinen Zielen.

Schwere Gewichte (80 % und mehr der Max.Kraft)
wenige Wdh. und angepasstes Ges.Volumen (Wdh. mal Sätze)
Komplexe Übungen
nicht zu viele Trainingstage (Wachstum braucht Erholung)
...
Ich denke du weißt, was ich meine!

Was du mir mal aus meiner bescheidenen Sicht durch den Kopf gehen lassen solltest, ist die Regenarationsfähigkeit des ZNS und VNS?!? Der Muskel an sich Erholt sich schnell...
Nicht zuletzt, da du sagtest, dass es dich sehr fordert und du manchmal antriebslos bist. (wenn ich das richtig verstanden habe) Ein gewisses Mass ist sicherlich ok!

VG

Philipp

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Sehr interssante Berichterstattung.
Mich würde bei Gelegenheit interessieren, ob Du Veränderungen in Bezug auf Deinen Rücken und die Häufigkeit von Wirbelblockaden feststellst. Ist es für hypermobile Menschen sinvoll oder kontraproduktiv, mit hohen Gewichten zu trainieren?



Mein Osteopath ist ganz begeistert ob meiner größeren Muskeln und bejaht meine Form des Krafttrainings ganz ausdrücklich.
Leider habe ich mich gerade wieder verletzt. Seine Analyse: Ich habe eine lange Narbe am linken Oberschenkel, die offensichtlich ein großes Störfeld darstellt und mich schwächt. Wenn ich rechts also ausbelaste, ist links immer überlastet. Er empfiehlt aber trotz Verletzung weiter zu trainieren, jedoch mit geringeren Gewichten.



@ Oliver

Was macht die Verletzung? Bist du dem Rat gefolgt und trainiert weiter?



Mark Rippetoe: > The Biggest Training Fallacy of All



Am Wochenende fand das Seminar »Langhanteltraining für Golfer« mit Martin Zawieja am Fleesensee statt. Es hat großen Spaß gemacht. Die Gruppe bestand mit mir nur aus neun Teilnehmern, sodass beim Praxistraining (ca. 70%) jeder ausreichend Korrekturen vom Meister bekam. Hier ein paar meiner Eindrücke:

Martin hat das Buch von Rippetoe nicht gelesen und ist eher kritisch gegenüber dem, was da aus Amerika kommt. Trotzdem finden sich viele Parallelen. Martin empfiehlt wie Rippetoe die schwierigeren Übungen anfangs mit so wenig Gewicht zu betreiben, dass man eigentlich nur von Techniktraining reden kann. Bei Rippetoe ist es das Standumsetzen, bei Zawieja olympisches Reißen und Stoßen. Die Zusatzübungen wie Kniebeugen, Kreuzheben oder Kraftdrücken können mit höheren Gewichten trainiert werden. Das Einsatztraining nach Gießing sah Zawieja eher kritisch, da es ihm da an Volumen fehlt. Beim Training im Hochleistungsbereich habe sich das nicht bewährt.
Ich habe das Reißen bis jetzt nur höchst selten geübt, vielleicht drei Mal insgesamt. Martin sagt jedoch, es sei die schwierigste aller Übungen und wer das kann, der könne auch alles andere. Er erzählte von einer Gruppe von Leuten, die sehr spät mit dem Gewichtheben angefangen haben, nämlich in den Zwanzigern (uralte Leute also). Das ideale Alter zum Beginn sei 7-9 Jahre. Wenn man das Reißen und Stoßen so früh lernt, verlernt man es nicht mehr, genauso wie Radfahren und Schwimmen, sagt Zawieja. Er hat zum Kindertraining auch ein neues Buch geschrieben. Diese Gruppe trainiert drei Mal pro Woche und bestreitet inzwischen auch Wettkämpfe. Nach fünf Jahren Training würden sie aber immer noch Standreißen und Standumsetzen, weil sie nur ungültige Versuche produzieren, wenn sie unter die Hantel springen. Man beraubt sich damit jedoch 15% seines Potenzials. Aber koordinativ sei das richtige Reißen und Stoßen für Spätanfänger eben super schwierig. Auf meine Frage, ob ich dann als 44-Jähriger Anfänger zehn Jahre brauche, bis ich im Wettkampf mit gültigen Versuchen richtig reißen kann, lachte Zawieja nur. Das hat meinen Ehrgeiz natürlich geweckt. Das Reißen fasziniert mich jetzt in jedem Falle so sehr, dass ich das Standumsetzen aus Rippetoes Programm nun ersetze. Ich bin am zweiten Tag schon anderthalb Stunden vor Lehrgangsbeginn in die Halle gefahren und habe trainiert. Meinen besten Versuch hat Martin später in der Gruppe analysiert:





Ich übe jetzt also Kraftreißen und Kraftreißen aus dem Hang. Zu meinem Problem, dass mein Rücken bei den Kniebeugen im letzten Teil zu rund wird, empfahl Martin, die Hantel bei Kniebeugen nicht nach hinten zu legen, sondern nach vorne, so wie beim Stoßen.
Mein neues Programm nach Rippetoe/Gießing/Zawieja lautet jetzt also:

1. Kniebeuge vorn
2. Kraftdrücken und alternierend Bankdrücken
3. Kreuzheben und alternierend Kraftreißen (anfangs aus dem Hang)
(Videos werden sicher folgen.)

Eine besonders schöne Erfahrung während des Seminars war die Begeisterung der Teilnehmer. So ist das eben, wenn keiner wegen Graduierungspunkten oder zur Trainerlizenz-Verlängerung kommt. Es waren wirklich alle super glücklich und das war mit Sicherheit nicht das letzte Seminar mit Martin am Fleesensee. Nächstes Mal lasse ich ihn einen Tag länger kommen und am dritten Tag wird es dann ein Intensivtraining für maximal vier Leute am Scope geben.

Hier noch ein paar Impressionen vom Seminar:

















Eigentlich tun mir ja alle Knochen weh und ich sollte Pause machen ob der Superkompensation, aber ich musste das Kraftreißen aus dem Hang einfach mal ausprobieren. Und es geht. So ein Bild hatte ich noch nie in der Bewegung.



Hier das ganze Filmchen:







Die Technik ist noch nicht besser, aber das Gewicht jetzt schon etwas höher. Das Licht war einfach so schön, dass ich das Video hochgeladen habe.
Ich habe jetzt zwei weitere Male nach dem neuen System trainiert und merke, dass die frontalen Kniebeugen und das Standreißen aus dem Hang rückenfreundlicher für mich sind und mir auch mehr Spaß machen. Martin hat jetzt zugestimmt, mich online zu coachen. Hier sein Kommentar zu dem vorigen Versuch:

Martin:
Bezüglich deiner Bewegungsausführung im Kraftreißen, haben sich schon Verbesserungen eigestellt. Wichtig wäre noch:
  • Hantel im oberen Bereich (Brusthöhe) noch dichter am Körper zu führen.
  • Schnelleres Umschalten nach der Körperstreckung (Arme beugen nach der Beschleunigung mit anschließendem schnellen Strecken auf die gestreckten Arme).




Hier ein schönes Video zum Schnellkrafttraining:





Mein aktueller Technik-Stand beim Reißen. Es gibt noch eine Menge zu tun, aber die Bewegung ist dem Gewichtheben zumindest schon ähnlich.




Zuletzt bearbeitet: 01.10.11 18:21 von Administrator


Sehr schön, Oliver. Talent setzt sich eben durch.
Allerdings: Bei der Leichtigkeit und auch mit doppelt so viel Last
wäre es genug, in die halbe Hocke zu gehen (Kniewinkel minimal 90°).
Die tiefe Hocke hat nur Zweck, wenn Du das Gewicht nicht
hoch genug bekommst, um Dich mit halber Hocke drunter zu klemmen.
Bei diesem Versuch fällt Dir doch das Gewicht von ziemlich weit oben
auf Hände, Arme, Schultern, Rumpf und Beine.
Und Dein schöner Körper könnte dabei Schaden nehmen.
Nur so als Hinweis, auch für eventuelle Nachahmer. LG, ThZ



Hier die Korrekturen, an denen ich arbeite:

Martin:
  • Langsameres Wegheben, dann das Tempo langsam steigern.
  • Ab Kniehöhe die Hantel mit dem Latissimus an den Oberschenkel ziehen (Oberschenkel berühren)
  • Nach der Körperstreckung muss der Oberkörper schneller nach vorn (leichte Oberkörper-vorlage)
  • Hantel muss nach oben und nicht nach hinten beschleunigt werden, maximal 2-3cm nach hinten springen.
  • Zu spätes Abbremsen in der Hocke mit einem zu senkrechten Oberkörper: Abbremsen der Hantel in der halben Hocke und dann langsam in die tiefe Hocke setzen. Die natürliche Tiefe kommt mit schwerer Last automatisch. Der Oberkörper soll eine leichte Vorlage haben.

Und hier mein Technik-Vorbild: reißtechnik.avi (6 MB)

Ich nehme an — ohne das jetzt mit Martin besprochen zu haben —, dass das weitere Reinsetzen in die tiefe Hocke, nachdem man das Gewicht schon vorher abgefangen hat, dazu dient, einen einfacheren Start nach oben zu ermöglichen, weil man dann ja aus der Vordehnung leichter nach oben federn kann. Beim Kraftdrücken kann ich auch deutlich mehr Gewicht stemmen, wenn ich unten keine Pause mache, sondern gleich wieder nach oben federe.

Bei den leichten Gewichten, mit denen ich im Moment noch trainiere, dient mir die teife Hocke auch dazu, nach dem Stemmen der Hantel wieder vollständiges Gleichgewicht zu erlangen. Bei meiner Hypermobilität ist erst hier der natürliche Anschlag. Mit hohen Gewichten über 30 Kilo will ich nur im Golfclub oder im Gewichtheberverein trainieren, wo ich die Hantel auch gefahrlos abwerfen kann.

Bei den beweglichen Frauen sieht man auch häufig das Abfangen bis in die extrem tiefe Hocke:






Zuletzt bearbeitet: 02.10.11 08:33 von Administrator


Hat mir gerade einer meiner Lehrlinge empfohlen:





Und steigst du jetzt um?

Scheint auch viel effektiver zu sein, wenn man sich die Probanden so anschaut. Im Auto oder als Partnerübung steht bei mir ganz oben?

Ganz großer Sport!!!



Ben Cranes Geheimnis




Zuletzt bearbeitet: 18.10.11 07:46 von Administrator
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