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Thema: Trackman [war Börse [war: Trackman]]


Oliver_Heuler_p:
Lieber Christian!
Solche Beiträge wie meinen zum Thema Investment schreibe ich doch, um zu provozieren und damit mir nachher jemand ans Pein pinkelt. Also pinkle ohne schlechtes Gewissen.

Lieber Oliver,

ich mag Dir aber gar nicht ans Bein pinkeln. Dafür schätze ich Dich und Deine Arbeit zu sehr. Dein Hintergrundwissen im Investmentbereich bleibt unbestritten.

„Schuster, bleib´ bei Deinen Leisten“ mag eine der vielen möglichen Deutungsabsichten meines schnell dahin geschmierten Textes zu sein, doch lag auch dies nicht in meiner Intention; auch wenn ich aus reinem Eigennutz die Idee einer “Golfschule-Oliver-Heuler-Schlägerserie“ gut fände.

Ich mag meinen ursprünglichen Text auch gar nicht als Investment-Tipps für Golflehrer ausgelegt wissen. Hintergrund war einfach ein Gespräch im Golfclub vom selben Tag: Die Herren investierten ihr Geld in Bauherrenmodelle, verbliesen die Ausbildungsversicherung ihrer Kinder mit Abschreibungsmodellen in den neuen Bundesländern oder gaben den ererbten Reichtum windigen Commodity-Brokern in die Hände; kurz: Bis zu 75 Stunden Wochenarbeitszeit wird durch luschige 10-Minuten Entscheidungen zunichte gemacht. Ein Rechtsanwalt käme nie auf Idee, ein Rechtsgutachten von einem Arzt erstellen zu lassen, so wie ein Chirurg niemals einem Notar um die Hilfe bei einer Operation am offenen Gehirn bitten würde. Kompetenzen würden vorab geprüft werden. Bei Investments ist das seltener der Fall.

Erzählerabsicht: Aus gegebenem Anlass (Heuler hooked temporär) ein Gedankenanstoß an die Allgemeinheit, bestehende Investmententscheidungen heute einmal zu überdenken.

Oliver_Heuler_p:
Nur selbst wenn wir alle Systeme für den Hobbyinvestor verwürfen — was wäre dann die Quintessenz? Auf die staatliche Rente zu hoffen, wäre sicher das dümmste aller Glücksspiele. Einfach ein Haus zu bauen, ist auch ein Verstoß gegen das wichtigste Gesetz der Streuung über alle Anlageklassen, weil man dann zu 100 Prozent (mit Schulden sogar zu mehr als 100 Prozent) in Immobilien investiert ist.

Unbestritten, dass die staatliche Rente nicht ausreichen wird, den Standard zu halten. Immobilien beinhalten schon das Adjektiv immobil; lässt sich also nicht bewegen und schränkt uns ein. Schlimmer noch: In 30 Jahren gibt es keine Nachfrage mehr nach Wohnraum. Wir haben zu wenig Nachwuchs. Ein Blick gerade in die neuen Bundesländer reicht aus: So manches Dorf besteht nur noch aus vier jungen Damen, 2 Kindern und 20 Straßenzügen Senioren, die es den Junioren nicht gleich machen und nicht auch abwandern. In diesen Dörfern hat uns die Zukunft schon eingeholt. Wer wird da noch eine Immobilie brauchen? Nebenbei: Wer braucht dann noch vierspurig ausgebaute Autobahnen?

Oliver_Heuler_p:
Wir können ja hier gerne mal die unterschiedlichen Investment-Strategien der Kollegen und auch der Golf-Amateure sammeln. Wird sicher interessant.

Bevor man also sein Geld in irgendwelche Fonds steckt, die auf irgendwelchen Ranglisten ganz oben stehen, empfehle ich, auf jeden Fall die umfangreichen Unterlagen auf Saurens Seite zu studieren.

Sauren mag eine Alternative sein und meine Idee zum Investment habe ich schon bekannt gegeben: In eigene Stärken investieren, oder noch besser: In die eigenen Kinder. Wer das nicht mag, dem hast Du eine weitere mögliche Lösung bereits in die Hand gegeben: Statt das Geld in die Fonds zu stecken, die kein Wachstum mehr versprechen, da sie ja schon oben auf der Rangliste stehen, steckt man das Geld in die Indizes, die besonders schlecht performen, hilfsweise -wenn keine Kontrakte Intraday gehandelt werden sollen- in besonders schlecht performende Fonds mit dennoch guten Fondsmanagern, die auf Indizes setzen.

"Papa, Essen kommen". Beim Überfliegen dieses Textes würde ich einige Dinge wiederum etwas anders- andere Dinge gerne ausführlicher formulieren. Halten wir fest, dass es einfach unmöglich ist, jede Eventualität und Deutungsmöglichkeit innerhalb eines angemessenen Zeitrahmens zu berücksichtigen :) Doch dies noch zum Schluss: OH hielt im Spicy Forum an seiner Investment- Entscheidung fest. Aldi-Käufer sind Smart-Shopper. Ich mag Aldi-Kunden. Schottisch Essen zu gehen ist nicht mein Ding; ich respektiere jedoch das vorhandene Marketing-Know-How.

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Hier eine Aktualisierung meiner Investment-Gedanken: Mein kleiner Zock auf den Dow-Jones hat mich 500 Euro gekostet. Den Rogers-Index habe ich mit 130 Euro Gewinn verkauft und beim Short auf den Immobilienindex bin ich auch im Plus und werde jetzt ordentlich nachkaufen (5 Prozent des Portfolios).
Ich habe gerade zwei Tage mit dem Mann verbracht, dem ich in Sachen Börse inzwischen noch mehr Kompetenz einräume als Ekkehard Sauren. Es ist Claus Vogt, der Autor dieses Buches. Danach habe ich meine Saurenfonds komplett verkauft. Die Anlagestrategie von Ekkehard Sauren findet Claus Vogt auch klasse, aber der Aktien-, Immobilien- und Rentenmarkt ist einfach derzeit zu unsicher (hier ein Artikel von Vogt dazu).
Im letzten Sommer als ich Vogt kennen gelernt habe, hat er einen Rohstoffcrash vorhergesagt, der dann auch eingetreten ist, und jetzt empfiehlt er mit physischem Gold und Silber sowie ganz hohem Cash-Anteil (Hälfte in Schweizer Franken) auf den nächsten Börsen- und Rohstoff-Einbruch zu warten, um dann einzusteigen.

Danach wird mein Portfolio dann so aussehen:
  • 35% physisches Gold und Silber (je die Hälfte)
  • 25% Tiberius-Rohstoff-Fonds
  • 25% Bergold-Rohstoff-Fonds
  • 10% Jim Rogers-Index
  • 5% Short auf US-Immobilien-Index
Hier noch ein Artikel von Vogt, warum nicht der Kapitalismus, sonder der Etatismus die Schere zwischen Durchschnitssverdienern und Großverdienern auseinander treibt.


Zuletzt bearbeitet: 19.06.07 20:32 von Administrator


Nun solltest Du, bevor sich der geneigte Leser auf die nächste Anlageempfehlung stürzt und möglicherweise wiederum untergeht, noch zum besseren Verständnis erwähnen, dass genau der selbe Herr Vogt zumindest seit der Oktober Ausgabe des letzten Jahres von "Sicheres Geld", gegen den tatsächlichen Trend der Börse schoss und von einem riesigen Enttäuschungspotenzial sprach.

Schauen wir uns den Kurs des Dow oder des Dax seit Oktober jedoch einmal an, so ha ha hat das Mistding doch tatsächlich um wieviel Prozent zugelegt? Erklär´ das mal meiner Tochter, die ist gerade in der "warum-warum-warum-Phase" und kann nicht verstehen, warum solche Vorhersagen erst mit einer möglicherweise jährlichen Verzögerung eintreten. Wie viel ist dann so eine Vorhersage wert?



Deine Tochter ist noch zu jung für Wahrscheinlichkeitsrechnung. Das verstehen ja noch nicht mal die meisten Erwachsenen. Es ist genau wie beispielsweise beim Pokern, beim Skat und beim Backgammon. Die Börse gleich nicht einem Schachspiel, bei dem der Zufall keine Rolle spielt. Du kannst bei den erstgenannten Spielen genau richtig spielen und trotzdem verlieren. Auf lange Sicht wird trotzdem immer der gewinnen, der die besseren Entscheidungen trifft. Beim Backgammon habe ich damit sehr gut verdient.

Und mach dir keine Sorgen, dass sich jemand auf meine Investment-Entscheidungen stürzt. Bestenfalls denken ein paar Leute erstmals darüber nach, warum in 99% aller Magazine keine Crashs prognostiziert werden. Aber wenn du sicheres Geld liest, kennst du ja Vogts Argumentation. Und dann kennst du auch die vielen Indikatoren, die er aufführt und die in der Vergangenheit mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Crashs vorhergesagt haben. Wer jetzt Aktien kauft oder Zertifikate auf steigende Indizes, der ignoriert so ziemlich alle langfristigen Indikatoren, die es gibt.

Am besten ist sicher der LEI (leading economic indicators), der aus 10 Komponenten besteht:



Die Linie zeigt den Frühindikatorenindex. Die Balken zeigen die jährliche prozentuale Veränderung des Bruttoinlandsprodukts. Die positive Korrelation der beiden Datenreihen beträgt dann 0,79. Die grauen Flächen zeigen Rezessionen. Bisher kam es noch nie zu einer Rezession, die dieser Index nicht prognostiziert hat. Mitte der 60er prognostizierte der Index eine Rezession, die nicht eintrat. Die Daten einer offiziellen Definition einer Rezession wurden jedoch nur knapp verfehlt. Und die Börsen erlebten eine Baisse.

Vogt sagt übrigens auch, dass nirgendwo soviel Geld vernichtet wird wie bei der Suche nach den Spitzen. Klar ist es verlockend, mit Wetten auf den Crash richtig reich zu werden. Aber das ist reines Glücksspiel und das kann man mit Spielgeld machen oder vielleicht zum Absichern von größeren anderen Positionen. Aber wer das mit einem Großteil seines Portfolios versucht, der braucht schon sehr viel Glück.

Vogt gehört übrigens nicht zu den ganz extremen Schwarzsehern wie zum Beispiel Eichelburg. Vogt sagt, dass der Kommunismus schließlich 70 Jahre für seinen totalen Zusammenbruch gebraucht hat und die haben mit der Marktwirtschaft schließlich noch viel mehr Schindluder getrieben als der Westen das mit seinen sozialistischen Systemen tut. Es muss sich bei dem Crash, den der LEI prognostiziert, also noch lange nicht zur zweiten Weltwirtschaftskrise kommen. Die kann auch noch 20 Jahre auf sich warten lassen. Das weiß kein Mensch.



Der Short S&P Homebuilding (gekauft bei 53,37 und nachgekauft bei 54,61) steht aktuell auf 69,50. Ich setze jetzt mit diesem Zertifikat (aktuell bei 111 Euro) auf weitere Einbrüche. Das ist aber alles Spielgeld und macht zusammen nicht mehr als 5% des Portfolios aus.
Knapp die Hälfte ist immer noch in physischem Gold und Silber investiert, was ja in letzter Zeit erheblich gestiegen ist.







Jetzt schließt sich sogar Citigroup den Anklagen von GATA an:
http://gata.org/node/5569



Oliver_Heuler_p:

Danach wird mein Portfolio dann so aussehen:
  • 35% physisches Gold und Silber (je die Hälfte)
  • 25% Tiberius-Rohstoff-Fonds
  • 25% Bergold-Rohstoff-Fonds
  • 10% Jim Rogers-Index
  • 5% Short auf US-Immobilien-Index


Interessante Möglichkeiten, um (Edel-)Metalle zu kaufen und verwahren zu lassen - im Übrigen auch mittels Sparplan - sind die Gold&Silber Einkaufsgemeinschaft oder die FCM GmbH.

Für Index-Investing in Rohstoffe ist der Rogers International Commodity Index (RICI) sicher eine denkbare Alternative, allerdings sind mir TER und Spread hier zu hoch. Noch attraktiver wäre der Lyxor ETF Commodities CRB (WKN A0JC8F) auf den Reuters CRB Index mit einem TER von z.Z. 0,35% oder der ETFS All Commodities DJ (WKN A0KRKC) mit einer TER von 0,49%.
Der DJ-AIG ist wohl der am besten strukturierte Rohstoffindex :
    - keine übermäßige Einseitigkeit wie beispielsweise beim GSCI durch die max. Begrenzung des Anteils einer Rohstoffklasse auf 33%
    - keine "willkürliche" Gewichtung wie bei RICI oder CRB, sondern Gewichtung nach der (gemittelten) Weltproduktion
    - man bezahlt nicht extra Gebühren für einen weltreisenden "Guru" wie beim RICI.

Hier noch ein Interview von Jim Rogers aus der FAZ von gestern zu seiner Einschätzung hinsichtlich Börsenentwicklung, Rohstoffe und Dollar-Verfall.

Im Übrigen hat Marc Faber, in meinen Augen auch ein Denker wider das Geläufige, in seinem "Gloom, Boom & Doom Report" schon 2005 auf das Problem des amerikanischen Hausbaumarktes aufmerksam gemacht und Short-Positionen empfohlen.
Ich persönlich bin hier aber nicht engagiert, da man meines Wissens diesbezüglich nur mittels Zertifikaten wetten kann - und das ist ein Instrument, in das ich aus "Glaubensgründen" (zu intransparent, zu teuer, zu unsicher) nicht verwende.





Rogers kauft chinesisches Geld und investiert in die Landwirtschaft:
http://quote.bloomberg.com/apps/news?pid=20601087&sid=amQBwDBSDvBE




Der Short auf den Bankenindex (WKN AA0F8P) hat erfreulicherweise in 5 Wochen knapp 20% gebracht. Damit sollte ich sogar die tatsächliche Inflation geschlagen haben. Gold hat von meinem Einstiegszeitpunkt an gerechnet für den gleichen Anstieg über ein Jahr gebraucht. Ich habe das Kilo noch für unter 15.000 Euro bekommen und heute wird es für 18.299 Euro verkauft.

Weil der Tiberius Exploration Fonds (WKN A0J3UF, derzeitiger Kurs 76,49) bald zu schließen droht, habe ich jetzt 25% meines Kapitals investiert, auch wenn wir noch auf den Crash warten, der wahrscheinlich die Rohstoffe mit herunter reißen wird. Aber diese Investition ist sehr langfristig (10 Jahre und mehr), und da spielt der Einsteigzeitpunkt keine so große Rolle.


Zuletzt bearbeitet: 05.11.07 21:54 von Administrator


Oliver_Heuler_p:
Weil der Tiberius Exploration Fonds (WKN A0J3UF, derzeitiger Kurs 76,49) bald zu schließen droht, ...

Dr. Berlenbach schrieb im Juli auf eine entsprechende Anfrage hin:
Wir werden den Fonds voraussichtlich zwischen 300-350m Euros schliessen. Massgebend wird sein, wann wir gezwungen sein werden in die mid- und large-caps zu investieren, was wir natürlich vermeiden wollen (unser Fondsansatz ist ja Fokus auf unterbewertete small-caps und Explorer).

AUM (Assets under Management) derzeit bei 204,76 Mio EUR (letzter Monatsbericht für September 2007); das wäre also noch eine ziemliche Strecke bis zur Schließung. Andererseits wurde auf der Tiberius-Website auch einmal "Maximum fund size target (expectation): 300 Mio US-$" angegeben; da wäre man ja bei dem derzeiten Dollar-Kurs bald.

Interessant in diesem Zusammenhang ist eine Pressinfo der earth Resource Investment Group (ERIG) vom 04. September 07 (die ich vollständig zitiere, da ich keine PDF-Datei hochladen kann):
Das Management der Tiberius Exploration AG (TEX) um Dr. Joachim Berlenbach hat in einem Buy-Out das Aktienpaket der Tiberius Asset Management an dem Unternehmen abgekauft. Hierbei handelte es sich um eine gemeinsam geplante und freundschaftliche Trennung. TEX will sich in Zukunft noch intensiver dem Aktiengeschäft widmen. „Rohstoffaktien haben ein grundsätzlich anderes Rendite/Risikoprofil als Rohstoff-Futures. Wir sind überzeugt, durch eine Trennung der Geschäftsfelder mehr Transparenz im Sinne der Risikobewertung zu schaffen", erklärt Berlenbach. Die Tiberius Exploration AG ist deshalb zum 27. August aus der Tiberius Gruppe herausgelöst worden und wird fortan unabhängig unter dem Namen "Earth Resource Investments AG" als Teil der Dachmarke Earth Resource Investment Group agieren. Analog soll sich die Bezeichnung des Tiberius Exploration Fund UI (WKN A0J3UF) in Earth Exploration Fund UI ändern, sobald die Genehmigung der Aufsichtsbehörde vorliegt. „Investmentstil, Anlageuniversum und das Beraterteam bleiben jedoch gleich“, so Berlenbach, der den Fonds zusammen mit Clyde Mallinson, Jordaan Fouche und Dr. Roger Scoon als weiteren Mitgliedern des Management-Teams berät.

Neue Analysten im Team

Um weiter wachsen zu können, sei das vierköpfige Analystenteam zudem verstärkt worden, so Berlenbach. Mit Willem de Meyer, Neil Ayres und Michael Boikat seien jetzt weitere erfahrene Rohstoff-Analysten neu an Bord gekommen. De Meyer ist Geophysiker sowie Öl-Ökonom und hat mehr als 25 Jahre Erfahrung in der internationalen Ölindustrie. Ayres ist Explorationsgeologe und arbeitete fast 30 Jahre für die weltweit führende Diamantenfirma De Beers, zuletzt als Mitglied des „De Beers Global Target Team“. Boikat ist ebenfalls Geologe und beschäftigte sich in der Vergangenheit mit der Bewertung von Gold- und Diamantenprojekte in Nordamerika und Afrika. Darüber hinaus wird im Dezember ein weiterer erfahrener Energie- und Rohstoffanalyst einer bekannten internationalen Rohstofffirma zum Team stoßen.

Neuer Energiefonds soll im Oktober starten

Die erweiterte Analystenmannschaft geht einher mit den Plänen des Unternehmens, weitere Fonds gemeinsam mit Universal-Investment auf den Markt zu bringen. Im Oktober soll ein Fonds aufgelegt werden, der weltweit auf Aktien von Unternehmen aus dem Energiesektor spezialisiert ist. Der Schwerpunkt liegt auf Werten aus den Bereichen Öl/Gas, Uran, ölhaltige Sande und Kohle. Im Gegensatz zum Tiberius Exploration Fund UI, der auf kleinere und mittlere Explorationsunternehmen setzt, wird der neue Fonds breiter investieren. So werden auch Unternehmen enthalten sein, die Rohstoffe fördern und verarbeiten. Ein weiteres Gewicht wird auf alternative Energien – etwa Solar, Geothermik und Wind – gesetzt. „Für uns sind Unternehmen interessant, deren Wachstums- und Lagerstättenpotenziale sich noch nicht im Aktienkurs widerspiegeln“, skizziert Berlenbach die Ausrichtung des Fonds.


Ob diese Aktivitäten für eine baldige Schließung des Fonds sprechen?

Oliver_Heuler_p:
... habe ich jetzt 25% meines Kapitals investiert ...


Ich habe Dr. Berlenbach angeschrieben bezüglich des neuen Fonds- und werde seine Antwort, wenn sie kommt, hier einstellen. Eine Kombination aus dem DJ STOXX 600 Basic Resources Swap EX (WKN: A0D8Q7) und dem skizzierten Energiefonds scheint mir nämlich etwas ausgewogener zu sein.

Oliver_Heuler_p:
...,auch wenn wir noch auf den Crash warten, der wahrscheinlich die Rohstoffe mit herunter reißen wird. Aber diese Investition ist sehr langfristig (10 Jahre und mehr), und da spielt der Einsteigzeitpunkt keine so große Rolle.


Die Annahme, dass der Einsteigezeitpunkt für ein Investment bei genügend langem Anlagehorizont (fast) egal ist, gilt nur für ein im Sinne der modernen Portfoliotheorie ausreichend diversifiziertes Portfolio und nicht für das einzelne Asset. Wer z.B. vor 15 Jahren ein Viertel seines Kapitals in Japan investiert hätte, stünde auch heute noch ganz schön im Regen!
Es gibt schon gute Gründe, fast ausschließlich in Edelmetallen und Rohstoffen investiert zu sein, doch ist ein so einseitig ausgerichtetes Depot eher eine Wette auf eine ganz spezifische Entwicklung.




Thomas_Mueller_a:

AUM (Assets under Management) derzeit bei 204,76 Mio EUR (letzter Monatsbericht für September 2007);

Monatsbericht Oktober 2007 (kam heute heraus):
AUM: 222,21 Mio. Euro
Anteilspreis: 76,81 Euro



Thomas_Mueller_a:

Ich habe Dr. Berlenbach angeschrieben bezüglich des neuen Fonds- und werde seine Antwort, wenn sie kommt, hier einstellen. Eine Kombination aus dem DJ STOXX 600 Basic Resources Swap EX (WKN: A0D8Q7) und dem skizzierten Energiefonds scheint mir nämlich etwas ausgewogener zu sein.

Herr Dr. Berlenbach hat zwar auf meine Anfrage nicht geantwortet, aber ich kann hier einen Link zum Earth Energy Fund einstellen, so dass man sich weiter informieren kann.
Letzte Woche ist der Börsenkurs kurzfristig ja mal unter den Emi-Preis gegangen. Aber Berlenbach hat ja bereits bewiesen, dass er Ahnung hat. Bei ebase ist der Fonds übrigens handelbar.
Schönen Adventsonntag noch!



Die Januar-Ausgabe des Trackman-Journals ist äußerst lesenswert:
http://www.trackmangolf.com/newsletter/jan08/TMNewsJan2008.pdf 4 MB

Ich muss dringend meinen vertikalen Eintreffwinkel mit meinem Driver abflachen. Wahrscheinlich werde ich dann endlich weiter driven können als spucken — zumindest bei Gegenwind. Klar war mir das schon immer, aber dass die Unterschiede so groß sind, hätte ich nicht gedacht. Und dass ich meinen Ball 4 Grad höher starten lassen muss, war mir auch nicht klar. Unglaublich auch, wie kurz die Playing-Proetten sind, wie lang Cabrera ist und dass man Wedges aus 70 Metern im Mittel zwei Meter an den Stock hauen kann.

In dem Interview wird auch ein alter Disput geklärt, den ich mit einem Kollegen hatte:

Have you found any discoveries during your investigations of attack angle?
Yes! It turns out that if you hit down or up on the ball with the same club, the spin rate will be more or less identical if you impact the ball on the same spot on the face. This is in contradiction to the myth saying that hitting down on the ball increases the spin rate.

Are you saying that hitting down on the ball has no impact on he spin rate? That sounds very surprising …
Yes, actually you do not change the spin rate by hitting more down or up on the ball with the same club, assuming that the ball is impacted on the same spot on the face. Simplified slightly, the correlations are: Attack angle changes the launch angle, with club loft, including shaft flex, changing the spin rate.
When you hit more up on the ball, the launch angle will be higher but the spin rate will be virtually the same. The spin rate is dictated primarily by the spin loft and impact position on the club face. The spin loft is the difference between the dynamic loft and the attack angle. The spin loft is virtually constant for a given club.

Der Spin wird nur dann größer, wenn man den Eintreffwinkel steiler macht, indem man von außen nach innen schwingt. Das kommt auf der Tour aber praktisch nicht vor oder nur in vernachlässigbaren Größenordnungen.


Zuletzt bearbeitet: 16.01.08 21:57 von Administrator


Hallo Oliver,

Klar war mir das schon immer, aber dass die Unterschiede so groß sind, hätte ich nicht gedacht. Und dass ich meinen Ball 4 Grad höher starten lassen muss, war mir auch nicht klar.

Daraus schliesse ich, dass Du noch nicht lange genug mit TrajectoWare Drive experimentiert hast. Ansonsten wären Dir die geschilderten Zusammenhänge längst klar gewesen.

Ergänzung: Den Winkel, der im Trackman-Report als Spin loft bezeichnet wird, nennen wir in TrajectoWare Drive Dynamic loft. Der Winkel zwischen Horizontaler und der Normalen auf der Schlägerfläche, der im Bericht wiederum als Dynamic loft bezeichnet wird, hat meiner Meinung nach keine Relevanz und hat deshalb den Namen Dynamic loft nicht verdient.

Die Grundaussage bleibt von diesen Unterschieden in der Namenskonvention natürlich unberührt. Und diese lautet, dass der Attack Angle keinen Einfluss auf den Spin, aber sehr wohl auf den Launch Angle hat.

Gruss

Frank


Zuletzt bearbeitet: 17.01.08 15:49 von F_Schmidberger_a


Eine Anmerkung zur Aussage von Trackman:

“Are you saying that hitting down on the ball has no impact on the spin rate? That sounds very surprising…
Yes, actually you do not change the spin rate by hitting more down or up on the ball with the same club, assuming that the ball is impacted on the same spot on the face (..) The spin rate is dictated primarily by the spin loft and impact position on the club face (..) The spin loft is virtually constant for a given club.“

Diese Aussage könnte missverstanden werden. Tatsächlich kann man bei mit demselben Schläger durchaus über den Schwung den Spin beeinflussen. Und wer den Attack Angle verändert, kann ohne Korrektur des Schwungs unbewußt gleichzeitig auch den Spin verändern.

Wird der Ball mit dem Sweet Spot getroffen, so resultiert der Spin nur aus der Geschwindigkeitskomponente des Schlägerkopfes parallel zur Fläche. Wenn die linke Hand beim Impact genau auf der Linie zwischen linker Schulter (als angenommenem Drehmittelpunkt) und Ball ist, ist die Aussage von Trackman richtig: Egal ob man aufwärts oder abwärts schlägt, der Spin bleibt gleich. Verändert man bei gleicher Ballposition nun aber z.B. durch das "Richtige Schlagen" die linke Hand so, daß sie beim Impact in Bezug auf die Linie zwischen linker Schulter und Ball weiter vorne ist, so reduziert sich der Backspin. Denn der Schlägerkopf bewegt sich dann beim Impact zusätzlich zur Bewegung nach vorne auch noch in Richtung des Schafts nach oben. Dies reduziert die Geschwindigkeitskomponente parallel zur Schlagfläche und damit den Backspin. Gleichzeitig erhöht sich die Geschwindigkeitskomponente senkrecht zur Schlagfläche, welche die Hauptursache für die Ballgeschwindigkeit ist.



Diesen Effekt kann man auch berechnen. Ein Spieler mit einer Armlänge von 65 cm schlägt einen 45-inch-Driver mit einer Kopfgeschwindigkeit von 50 m/s (180 km/h). Ist die Hand nur 5 Grad vor der direkten Linie zwischen linker Schulter und Ball, und bewegt sich die Hand mit 10 m/s (36 km/h) nach vorne, so bewegt sich der Kopf bereits mit 1,4 m/s (4,9 km/h) in Richtung des Schafts. Bei einem Loft von 9 Grad wird dadurch die Geschwindigkeitskomponente parallel zur Schlägerfläche von 7,8 m/s auf 6,4 m/s reduziert. Bei einem Driver ist der Backspin in erster Näherung proportional zu dieser Geschwindigkeitskomponente, in diesem Fall würde der Backspin von 2.200 UpM auf ca. 1.800 UpM reduziert.



Wie man aus den Formeln ersehen kann, ist der Effekt dabei umso größer, je kleiner der Loft ist (es wird mit dem Kosinus des Lofts multipliziert). Bei Wedges ist der Effekt weit weniger signifikant, da diese bereits einen sehr hohen Spin haben, und die erzielbare Spinreduzierung nur noch wenig ausmacht. Wenn man auf der anderen Seite nicht die linke Hand noch vorne bringt, sondern bei gleichbleibender linker Hand die Ballposition nach vorne bringt, so dreht sich der Effekt um und der Spin erhöht sich.

Wer nun, wie bei Trackman beschrieben, den Attack Angle vergrößern möchte und das Tee nach vorne setzt, der muß aufpassen. Für einen gleichbleibenden Spin muß ebenfalls die linke Hand beim Impact nach vorne gebracht werden. Gerade beim "Richtigen Schlagen", bei dem die Rotationsgeschwindigkeiten vom Schlägerkopf sehr viel größer als die der Hand, ist die Anpassung des Schwungs an den Attack Angle für gleichbleibenden Spin nicht trivial.


Zuletzt bearbeitet: 12.02.08 21:27 von F_Schikarski_a
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