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Thema: Neuer Schwung: Felix Lubenau |
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Hallo,
damals war ich als Assistent im GC Bad Waldsee und Felix in unserer Jugendmannschaft.
Fast täglich hatten wir zusammen gespielt .Sein Problem war, dass er immer seine Hüften
beim Takeaway nach rechts geschoben hatte . Mittlerweile sieht es so aus , als ob Felix
im Rückschwung seine Hüften in Richtung Ziel dreht und somit keine Spannung aufbaut.
Außerdem ist kein Lag erkennbar und ein viel zu frühes Schlagen; die Hände sind im Treffmoment viel zu hoch.
Ich denke, dass sein damaliges Problem gar keins war.
Hoffentlich liege ich mit meiner Analyse richtig.
Schöne Grüße
Christian
Zuletzt bearbeitet: 12.10.03 17:08 von chrisgolf
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Hallo,
ich bin zwar kein Pro aber ich versuche es mal.
Mir ist folgendes aufgefallen:
- Beim Ansprechen steht Felix sehr stark nach vorne gebeugt. Wenn ich mich täusche liegt sogar sein Schläger an der Ferse auf. Hier würde ich eine etwas aufrechtere Position empfehlen.
- Als Folge ist das Takeaway relativ flach.
- Die Schulterdrehung ist sehr gut (90°). Leider beugt er seinen linken Arm im oberen Totpunkt. Vielleicht ist der Rückschwung zu schnell.
- Beim Einleiten des Abschwungs läßt sich erkennen, dass Felix sich etwas aufstellt. Dies läßt sich auch beim Durchschwung erkennen. Beim Ereichen der Ausgangsstellung steht er deutlich aufrechter als beim Ansprechen. Daher sind seine Hände auch über der Linie.
- Auch am Finish läßt sich erkennen, dass der Ab- und Durchschwung deutlich steiler ausfällt als der Rückschwung.
- Im Treffmoment ist -wie Chrisgolf bereits geschrieben hat- eine Tendenz zum frühen Schlagen zu erkennen.
Ich hoffe ich lag nicht allzu sehr daneben.
Viele Grüße
Detlef
Zuletzt bearbeitet: 13.10.03 08:03 von drbonn
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Hallo Oliver,
ich bin ebenfalls kein Pro, möchte mich trotzdem an der Diskussion beteiligen.
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Felix schon beim Ansprechen zu weit nach vorne gebeugt ist. Im weiteren Schwungverlauf sieht es fast so aus, als ob er nach vorne über kippt. Schlechte Balance.
Durch eine etwas aufrechtere Ansprechposition würde der Schläger nicht ganz so stark auf der Hacke aufsetzen und er würde seine Balance verbessern.
Die Hände könnten hierbei ruhig ein wenig weiter vor dem Ball sein.
Sein Take-Away ist sensationell. Auch der weitere Rückschwung gefällt richtig gut (vielleicht ein wenig mehr Winkel).
Soll ich wirklich so kritisch sein ? :-)
Manko beim Rückschwung: er dreht zu weit. Obwohl er eine optimale Ausgangspoition erreicht hat, dreht er noch einen Tick weiter. Dadurch baut er weniger Spannung auf und öffnet sein Schlägerblatt ein wenig.
Gut gefällt mir, dass er seinen linken Arm nicht ganz streckt (sieht schön locker aus).
Beim Durchschwung sollte er den Winkel länger halten können und die Hände dichter an den Körper bekommen. Durch den länger gehaltenen Winkel wären dann seine Hände auch etwas vor dem Ball im Treffmoment. Hier verliert er Meter!
Wie schon erwähnt, gefällt mir seine Balance überhaupt nicht. Es sieht so aus, als ob er fast nach vorne auf die Nase fällt.
... and last not least: dieses high-finish finde ich absolut unästhetisch ... nicht mehr und nicht weniger.
Also, wenn nach eurer Meinung Mr. Haney schon daneben lag, bitte auch bei mir keine Prügel.
Danke
Thomas aus Bochum
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Hallo Oliver
Vielleicht könntest du eine Kurzfassung der Beurteilung von Hand Haney reinstellen. Ich fände es sehr interessant zu erfahren, was er zu diesem Schwung zu sagen hat.
Nun kurz, was mir als Laien auffällt:
- Schläger im zweiten Teil des Take-Aways flach, wenig Winkel
- oben dann gelegt
- kommt sehr steil rein
- Hüfte schiebt sehr früh in Richtung Ziel.
- scheint viel aus den Händen und den Armen zu schlagen. Das frühe Schlagen wurde ja schon von allen anderen erwähnt.
Gruß
Michael
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Neben den genannten Punkten fällt mir der grosse Abstand der Ellenbogen am Ende des Rückschwungs auf. Vor allem der rechte Ellenbogen "fliegt", was es schwieriger machen sollte den Schlaeger am Ende zu kontrollieren.
Gruß
HD
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Ich bin zwar auch kein Pro, aber ich glaube er nimmt im Abschwung viel zu früh das Gewicht auf das linke Bein, so dass er keine richtige Hüftbewegung im Treffmoment mehr hat. Die Hüfte ist schon "durch", wenn er trifft und dadurch entsteht die Tendenz zum Hook, weil er das mit den Armen auszugleichen versucht.
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...da wurde wohl ohne Kamera "Schläger" geübt.
Setup:
Die Hände müssen weiter vom Körper weg ("linker Daumen unters Kinn"-Stefan Quirmbach), bzw. die Füße weiter vom Ball.
Takeaway:
Die Hände sollten gerade weggenommen werden.Ich glaube die Wegnehmbewegung mit den nach innen gehenden Händen und dem nach aussen gehenden Schlägerkopf ist antrainiert, um trotz fehlerhafter Ansprechposition in die richtige "parallel/parallel-Position zu kommen.
Das Drehzentrum der Hüfte sollte vom Ziel wegverlagert werden(rechtes Bein sollte stabiler sein)
2.Teil des Rückschwungs:
Hier gilt wieder - rechtes Bein stabiler. Ausserdem würde ich ein bischen weniger legen und die Armaktion verkürzen. So kreuzt er dann nicht am Ende doch noch obwohl der Schläger eigentlich abgelegt ist.
Abschwung:
Hier bekommt Felix durch die Schlechte Hüftdrehung im Aufschwung sein Gewicht nicht mehr in Richtung Ziel(gut zu sehen am rechten Fuß).Dadurch schlägt er früh und schläg kurze hohe Bälle- manchmal eben auch Hooks.). Dieser Fehler sollte durch den verbesserten Rückschwung behoben werden.
Die unglaublich weit vorne schwingenden Hände sollten durch das neue Setup besser werden.
Ich hoffe mein Beitrag war halbwegs verständlich
Gruß, Axel
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Hier das Ergebnis der Diskussion mit den Pros vom Fleesensee:
Vorweg vielleicht: Felix steht zu weit übergebeugt. Das hat Hank als erstes korrigiert. Es hat den Schwung jedoch nicht verändert.
Felix schlägt früh und palmar. Das palmare Schlagen kann noch ein Artefakt aus seiner Geschichte sein, als er flach wegnahm, oben sicher mehr kreuzte und noch flacher reinkam.
Aber warum schlägt er so früh? Unsere Erklärung ist seine offene Schlagfläche am Ende des Ausholens. Aber warum ist die offen? Sein Griff ist nicht schwach noch geschummelt und sein linkes Handgelenk kaum dorsal. Es ist die rechte Hand, die sich vom Schläger löst, und dadurch im höchsten Punkt zu wenig dorsal gebeugt ist. Das öffnet die Schlagfläche, weil der Schläger mit der rechten Hand in der linken gedreht wird. Dieser Fehler ist für den Schüler manchmal nicht spürbar.

Man kann das korrigieren, wenn man den rechten am Ellbogen Ende des Ausholens mehr nach unten zeigen lässt. Das könnte Felix gut mit einem kürzeren Ausholen kombinieren, was wiederum das Kreuzen im Übergang etwas vermindern würde.
Nach dieser Korrektur würde Felix dann endlich die Hooks auf der Range zeigen können, vor denen er so Angst hat. (Tatsächlich kann ich mich nur an einen erinnern, den er geschlagen hat.) Erst dann kann man am Kreuzen im Übergang arbeiten. Das bedingt jedoch einen Schläger, der oben weniger gelegt ist.
Interessant wäre, ob dann nach all den Korrekturen die Hände im Durchschwung weniger weit vorne herauskämen.
Hier noch mal die Korrekturen und die erwarteten Ballflüge in der Übersicht:
Rechtes Handgelenk dorsaler (durch Ellbogen mehr rein und kürzeres Ausholen) => mehr Hook
Schläger weniger legen => noch mehr Hook
Schläger im Übergang weniger kreuzen => weniger Hook
Später und dorsaler schlagen => kein Hook mehr
Das ist ’ne Menge Arbeit, die ohne permanente Videorückmeldung weder für den Lehrer noch für den Schüler zu schaffen ist.
Felix ist jedoch in der Lage, Korrekturen schnell umzusetzen. Vor sechs oder sieben Jahren habe ich mal eine Stunde mit ihm gearbeitet. Da war sein Wegnehmen flach und seine Arme waren noch steiler. Die Lie-Differenz zwischen Ansetzen und Treffmoment war damals noch größer. Ein dynamisches Fitting hätte mindestens 10 Grad aufrechte Schläger ergeben. Meine Korrekturen gefielen dem damaligen Nationaltrainer jedoch nicht und außerdem hat er ja für Amateurverhältnisse gut gespielt.
Genau solche Fälle haben mich damals immer ärgerlich gemacht, wenn es von Schüler- oder Trainerseite hieß: »Jetzt kann man nichts ändern, nächste Woche ist schließlich ein wichtiges Turnier.«
Ich kann gar nicht beschreiben, wie froh ich bin, solche Diskussionen nicht mehr führen zu müssen. Zu mir kommen nur noch die Leute, die etwas ändern wollen — und zwar aus eigenem Antrieb. Das ist mit Geld gar nicht zu bezahlen.
Zuletzt bearbeitet: 14.10.03 19:11 von Administrator
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@Oliver,
folgendes verstehe ich nicht ganz:
"Es ist die rechte Hand, die sich vom Schläger löst, und dadurch im höchsten Punkt zu wenig dorsal gebeugt ist. Das öffnet die Schlagfläche, weil der Schläger mit der rechten Hand in der linken gedreht wird. Dieser Fehler ist für den Schüler manchmal nicht spürbar.".
Wenn sich die rechte Hand vom Schläger löst, wie kann sie dann den Schläger in der linken Hand drehen?
Viele Grüße
Detlef
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Mittel- und Ringfinger bleiben dran, der Handballen löst sich von Griff. Das kann man auf dem Bild sehen.
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Warum schlagen Leute mit offener Schlagfläche im OT früh? Die Blattstellung hängt doch haupsächlich vom "Palmaritätsgrad" ab.
Axel
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@Axel:
Eine offene Schlagfläche ist ein Slicefaktor. Das frühe Schlagen ein Hookfaktor, der ersteren kompensiert.
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Hallo,
Ich würde gerne wissen, wie er zu seiner sagenhaften Weite kommt?
Für mich als Laie(!!) ist dies ein Rätsel aus folgendem Grund:
Ich meine:
-Während der Einleitung des Abschwunges übertreibt es es nicht gerade mit einer (Dreh-)Bewegung des Unterkörpers.
-Er löst auch ziemlich zeitig die Handgelenke auf.
-Wie schon festgestellt wurde, sind die Hände im Teffmoment nicht besonders weit vor dem Ball ;-)
Ich frage mich, wie er da einen weiten und flachen Ballflug hinbekommt?
Eine zweite Frage: Wie bekommt er es eigentlich hin, daß fast während des gesamten Schwungs beide Beine so ziemlich fest am Boden sind?
Wenn das Gewicht in der Zeitspanne um den Treffmoment herum auf dem linken Fuß verlagert ist, müßte sich doch eigentlich der rechte vom Boden lösen, oder? So sieht es aus, als ob er sich weiter auf den rechten Fuß stützt. (Reverse soundso...)
Zuletzt bearbeitet: 15.10.03 16:30 von Jochen_Stein
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Oliver, was hat Felix denn jetzt tatsächlich geändert und wie schlägt es an?
Axel
Zuletzt bearbeitet: 19.10.03 22:56 von Axel_Wingert
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