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Thema: Bitte um konstruktive Kritik...


Hallo,

jetzt habe ich es auch endlich geschafft meinen Schwung ins Forum zu stellen.
Oliver hat's möglich gemacht.
Es sind zwei verschiedene Schwünge, da wir nur eine Kamera hatten.
Ich habe 1 3/4 inch längere Schäfte.
Meine Flugkurve ist eher hoch.
Meine schlechten Schläge sind Push und Hook.
Für jeden Tipp bin ich dankbar.












Über konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen.

Gruß Christian


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Hallo,

nachdem, was ich bis jetzt gelernt habe nimmst du die Hände im Rückschwung zu sehr nach hinten weg.
Dadurch kreuzt du am Ende des Rückschwungs den Schläger. Dies führt dann zu einem Hook.

Außerdem fällt mir auf, dass der linke Arm fasst parallel zu deiner Schulterebene ist. Sie sollte aber eigentlich Steiler sein.
Mehr kann ich als Anfänger nicht erkennen. Sieht schon ganz gut aus, wie ich finde. Vielleicht schreibt hier ja mal einer der Pros im Forum, die finden bestimmt noch viel mehr :)

Was für ein HCP hast du eigentlich?

Gruß, Chris




Hi,

ich würde Chris auch zustimmen: der Rückschwung mutet sehr weit an.

Was für ein Eisen ist das? Ich spiel den Ball näher am linken Fuss und habe mein Gewicht stärker auf dem rechten Bein bei der Ausholbewegung. Dadurch sind meine Bälle auch eher hoch - aber ich mag das :-) Bei Deinen Bildern bin ich mir aber bei der Gewichtsverteilung nicht sicher.

Ich hab auch den Eindruck dass Du im Abschwung (6.bild von oben, rechts) in der Hüfte einknickst ... ich versuche solche Sachen zu vermeiden, da ich dann entweder toppe oder fett treffe ...

es sieht aber so aus, als würde die Beinarbeit stimmen.

soviel zu meinem versuch etwas zu dem bewegungsablauf zu sagen.

Gruss
Rolf



Im Aufschwung nimmst Du den Schläger meiner Meinung nach etwas zu flach nach hinten weg.

Im Durchschwung ist Dein Gewicht fast komplett vor dem Ball statt dahinter. Das hat seinen Grund vielleicht in einer zu starken Lateralbewegung des gesamten Körpers Richtung Ziel zu Beginn des Abschwungs. Ich würde probieren, nur die Hüfte am OT etwas nach vorne zu schieben (gefühlsmäßig nur ein paar Zentimeter) und den Rest des Körpers bewusst zurückzuhalten. Den Ball könntest Du etwas mehr vom linken Bein spielen.

Gruß,
Carsten

Bei aller Kritik: Dein Schwung sieht schon ziemlich kompakt aus. Besonders das späte Schlagen und die Unterarmrotation im Treffmoment finde ich sehr gut. Mit ein paar Korrekturen bei der Schwungebene und Gewichtsverlagerung solltest Du schnell Fortschritte erzielen.



Was mir an Deinem Schwung sehr gut gefällt, ist was Dein Unterkörper macht. Das sieht klasse aus, wieviel Dynamik Du erzeugst. Die Hüfte dreht schön nach innen weg (rechte Bilder) und im Treffmoment zeigt sie schon zum Ziel. Das sieht alles sehr solide aus und daran würde ich nichts machen.

Dafür paßt nicht so ganz, was Dein Oberkörper macht. Es fällt vor allem auf, dass Du im Abschwung viel zu steil bist. Das liegt vor allem daran, dass Du im Rückschwung den Schläger viel zu flach wegnimmst und dann notgedrungen steil nach oben mußt.

Du solltest auf jeden Fall den Anfang des Rückschwungs etwas steiler gestalten und nach oben hin flach werden. Dann kommst Du im Abschwung auch flacher. In den Bildern sind leider keine Linien eingezeichnet, aber Du kommst erst sehr spät (kurz vorm Treffmoment) auf die Ebene. Das ist viel zu spät. Darin liegt auch die Gefahr der Fehlschläge, nämlich immer dann, wenn Du es nicht mehr "auf die Ebene schaffst". Schau Dir mal Modellschwünge an; da sind die Spieler schon kurz nach dem Abschwung auf der Ebene und nicht erst ganz zum Schluß.

Zur Motivation: Du hast einen sehr dynamischen Schwung im Unterkörper (Beine, Hüfte) und alles wirkt kompakt und ausbalanciert. Das ist m.E. mehr als die halbe Miete! Du mußt jetzt "nur" noch den Oberkörper darauf abstimmen. Am besten mit Trainer und Videokamera!

Gruß,

Dirk.



Hi,

Dein Schwung hat mich inspiriert, auch mal eine Analyse abzugeben, denn bisher sind in meinem Schwung ähnliche Fehler aufgetreten.

Meine Bälle fliegen ebenfalls sehr hoch, Hooks sind mein unangenehmstes Manko und im Bewegungsablauf nehme ich den Schläger zu flach weg.

Weiterhin fiel mir auf, daß Du im Rückschwung Dein Gewicht auf die Außenkante Deines rechten Fußes verlagerst; ist zu sehen an der Innenkante, die leicht vom Boden abhebt.

Interpretation: Diese Abweichungen resultieren m.E. aus einer falschen Bewegungsvorstellung. Viele Anfänger und auch Fortgeschrittene versuchen den Ball von A nach B zu spielen, sprich horizontal??!!

Laut "Richtig Golf - länger und genauer" von Kölbing und Steinfurth, Seite 84 muß der Ball aber in den Boden geschlagen werden.

So paradox sich das anhört; gestern stand ich auf unserem Pitching-Green und habe es ausprobiert und das Gefühl war einfach nur geil.

Versuch's doch mal so. Mir hat das sehr geholfen und im Moment bin ich überzeugt, daß das flach Wegnehmen und die zu starke Gewichtsverlagerung verschwinden, weil Du dann steiler aufschwingst.

Gutes Gelingen
Thomas



Erstmal vielen Dank für die Anregungen.

@chris
Mein HCP ist -3,7.

@Lawyer
das mit dem Gewicht vor dem Ball verstehe ich nicht ganz. Kannst Du das begründen?
Es ist übrigens ein Eisen 7.
Vielleicht spiele ich ja instinktiv den Ball so weit vorm rechten Fuß, weil meine Bälle so hoch fliegen.
Das wird aber auch mit meiner Größe (1,97m) und der Schlägerkopfgeschwindigkeit zusammenhängen.
Die längeren Schäfte erledigen den Rest.

Bin gespannt auf weitere Kommentare.
(Macht mich fertig...)

MfG Christian


Zuletzt bearbeitet: 27.05.03 16:32 von C_Westphal


Schau Dir mal Bild 7 rechts an und ziehe eine Linie vom Ball senkrecht hoch zum Kopf. Du wirst sehen, dass Dein Körper schon vor dem Treffmoment ganz überwiegend vor dem Ball (genauer: schon in Richtung Ziel verschoben) ist. Das Gewicht sollte meines Wissens in diesem Moment überwiegend hinter bzw. über dem Ball sein. Korrigiert mich bitte, wenn ich mit dieser Einschätzung falsch liege...

Gruß,
Carsten



@Lawyer
Würde dadurch der Ball nicht noch höher fliegen?

Gruß Christian



@Christian

Ich kann Dir leider keine plausible Erklärung für Deinen hohen Ballflug geben, sondern muss mich auf rein visuelle Eindrücke bei der Interpretation Deiner Bilder beschränken. Für eine tiefer gehende Analyse fehlt mir leider die Kompetenz. Ich befinde mich, frei nach Heuler, im Stadium zwischen "unbewusst inkompetent" und "bewusst inkompetent" was Golfschwung und Analyse betrifft. Es lebe der golferische Archaeopterix :)

Vielleicht hat einer der Pros eine Idee wie Dein hoher Ballflug zustande kommt.

Grüße,
Carsten





Hallo Christian !
Ich kann leider auch nur eine Amateurmeinung abgeben, dennoch :
Nach BISK
- Push bzw. Hook sprechen ja die gleiche Sprache, nämlich ein zu sehr von innen kommenden Schläger (je nach Stellung der Schlagfläche dann entsprechend viel Linksdrall)
- Schläger beim Rückschwung zu flach, oben gekreuzt, dann im Durchschwung erst steil und später im Treffmoment zu flach. Dadurch entsteht die Schwungbahn von innen.
Wenn du z.B. auf deinem Fernsehbildschirm mal die Schaftebene (mit wasserlöslichem Stift !) einzeichnest, wird das gut sichtbar.

Ich meine, daß du dir genau überlegen solltest ob du daran was ändern willst;
schließlich hast du es ja so ziemlich weit gebracht !

Wenn ändern, dann möglichst mit Videounterstützung (am besten SCOPE), weil du auf dem Monitor deine Bewegung in Echtzeit und aufgezeichnet sehen kannst.
Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, daß sich das Legen im OT (und das wäre die Korrektur für dich) für einen gestandenen Kreuzer extrem merkwürdig anfühlt. Unnatürlicher geht's scheinbar nicht, denkt man, aber die Ebenen auf dem Monitor sind der absolut neutrale Beweis.
Sonst guck mal hier im Forum über die Suchfunktion an, was es alles zum Thema Legen gibt; v.a. die Beiträge von Oliver - er ist der oberste Anti-Kreuzer.
Viel Erfolg + Gruß
Jochen



Vielleicht ist meine Kritik ja mal konstruktiv...

Das mit dem Kreuzen und nach innen ausholen sieht mir auf den Bildern tatsächlich so aus. Das könnte man mal verändern. Wenn es allerdings nicht daran liegt, könnte da doch dann ein Pull-Hook raus werden, oder nicht, Experten??

Andererseits kann ich besonders empfehlen, nur solang was am Schwung zu ändern, bis der Pro entweder entnervt aufgibt oder nichts mehr sagen kann...

Machs so, wie John Daly: Grip it and Rip it!

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