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Thema: Schwung von Sandra |
Jochen schickt heute den Schwung von Sandra: Sie spielt seit einem knappen Jahr Golf, Hcp 39.
Am meisten kämpft sie mit fetten/getoppten Schlägen, Slices und gelegentlichen Pulls.
Mittlerweile steht sie etwas weiter weg vom Ball. Die Schwungbahn von außen nach innen (durch zu flaches Wegnehmen und somit Kreuzen im Übergang) und das mangelnde Überrollen der Handgelenke sind Jochens Meinung nach die vordergründigsten Probleme.






















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Meiner Meinung nach irrt Jochen! Vorab: das ist nicht die Bildserie von ein und dem selben Schwung, oder?
In der Vor-BISK-Zeit verwendeten wir schöne Begriffe, die hier prima passen!
Das junge Mädchen hat einen "modernen Slice" gepaart mit einem kleinen "altmodischen Slice" als Ausgleich gegen die (normalerweise) auftretenden Pushes.
In der Ausholbwegung ist die Schlagfläche geschlossen, sie öffnet sich zum Treffpunkt und im weiteren Schwung. Hier lauert der Slice. Die geschlossene Schlagfläche ist auch der Grund für die Kippbwegung des Körpers im Ausholen. Als Gegenreaktion kippt sie im Abschwung erneut. Daher die "Fetten" und die "Topps".
Gegenmaßnahme: Unterarmrotation im Ausholen, und ggfs. die Beckenrotation verbessern. Training aus einer Schräglage unter dem Ball hilft prima! (Tiefere Ursache: U.U. will/soll sie den Kopf beim Ausholen ruhig halten und daher die große Kippstruktur.) Wenn dann Hooks: Griff überprüfen und flaches Wegnehmen/Kreuzen korrigieren.
Wenn Jochen am Abschwung arbeitet, bekommt er starke Pushes und die "Fetten" werden fetter! Wenn er "überrollen" läßt, dann ist mit starken und flachen Pulls zu rechnen. Lieber nicht!
Grüße aus dem Havelland!
Stefan Quirmbach
....bin ich jetzt pro?
Zuletzt bearbeitet: 09.05.03 01:02 von StQ
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>bin ich jetzt pro?
Man sollte das vielleicht erklären: Hiermit spielt Stefan auf die Hierarchie am Fleesensee an. Jeder fängt als Junior-Pro an, wird dann irgendwann Pro und schließlich Senior-Pro. Um aufzusteigen, muss dieser Lehrer vor allen Kollegen bei unserem Golflehrer-Treffen am Freitag Amateure unterrichten, die sich freiwillig melden. Wenn dann alle Kollegen den Hut ziehen, wird er befördert, anschließend reich und berühmt und spätestens in der nächsten Saison von St-Leon-Roth, Wannsee oder dem Reichswald abgeworben.
Nach der Stunde wird der Pro-Aspirant natürlich meist befragt, was er sich denn so gedacht hat bei seinem Unterricht. Am Fleesensee macht das jetzt immer der Ober-Terrier — wir nennen ihn Pit-Bull, ein ganz schmucker Hund. Hier mache ich das mal:
>Das junge Mädchen hat einen "modernen Slice" gepaart mit einem kleinen "altmodischen Slice" als Ausgleich gegen die (normalerweise) auftretenden Pushes.
Warum sollte jemand, der den Ball gerade nach rechts haut, flach wegnehmen und die Arme zu stark lösen und woher kommen die Pushes, bevor es den modernen und den altmodischen Slice im Schwung gab?
>In der Ausholbwegung ist die Schlagfläche geschlossen, sie öffnet sich zum Treffpunkt und im weiteren Schwung.
Das ist nur BIS, da fehlt noch das K: Warum ist sie beim Ausholen geschlossen und warum öffnet sie sich?
>Die geschlossene Schlagfläche ist auch der Grund für die Kippbwegung des Körpers im Ausholen.
Mit Kippen bezeichnet man eine zu steile Schulterdrehung. Wenn man die Schultern zu steil dreht, senkt sich der Kopf. Das ist im Ausholen ohne Zweifel der Fall. Beim Abschwung kommt der Kopf aber nicht noch weiter nach vorne unten. Hier liegt also ein Beobachtungsfehler oder eine missverständliche Begriffswahl vor. Beim Präsidenten vermute ich mal eine missverständliche Begriffswahl.
>Als Gegenreaktion kippt sie im Abschwung erneut. Daher die "Fetten" und die "Topps".
Warum toppt man, wenn man kippt?
>Gegenmaßnahme: Unterarmrotation im Ausholen, und ggfs. die Beckenrotation verbessern.
Hat sie nicht zuviel Unterarmrotation im ersten Teil des Ausholen und brauchte sie da nicht weniger? In welchem Fall sollte die Hüftdrehung verbessert werden und was bringt das dann? Würde bei mehr Körperdrehung der Schläger nicht noch mehr auf die rechts verkantete Ebene kommen (flach weg, oben gekreuzt)?
Ergebene Grüße an den Präsidenten vom
Graswurzel-Golflehrer aus Düsseldorf
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Ich denke, daß das Hauptproblem die Ansprechposition ist. Sandra steht viel zu nah am Ball und dadurch steht der Schläger viel zu steil. Aus dieser Position ist eine Translation und eine Rotation fast nicht möglich, außer man ist sehr geschickt. Die verhinderung einer Rotation wird auch noch durch den krampfhaft unten gehaltenen Kopf gefördert. Wenn man sie weiter vom Ball wegstellen würde, stände der Schläger seinem Lie entsprechent und Sandra hätte den nötigen Platz, um eine Rotation und Translation durchführen zu können.
Dann würde ich ihr noch eine Bildserie von Anika Sörenstam zeigen, damit sie mal sieht, wie sich der Kopf bei guten Spielern bewegt. Dann dürfte sie eine ausreichend gute Bewegungsvorstellung hab. Wenn sie dann richtig Verlagert und dreht (Translation, Rotation) wird der Schwung von selbst besser werden. Dann muß man ihn sich erneut anschauen. Ich vermute aber, daß die Unterarmrotation bis zur neun Uhr Position immer noch zu stark sein wird. Das gilt es dann danach abzustellen.
Sollte sie den Kopf trotz der neuen Vorstellung noch unten lassen, kann man einen Spiegel Frontal vor ihr aufbauen und sie Bälle schlagen lassen, bei denen sie während der gesamten Bewegung in den Spiegel schauen muß. Dadurch wird sie das Krampfhafte Ballanstarren verlernen.
Hab ich denn jetzt eine Chance Pro zu werden? :-)
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Und noch eine "Nicht-Pro" Meinung.
Der Schwung von Sandra erinnert mich in einigen Phasen an meinen eigenen. Allerdings ist sie deutlich beweglicher im Schulterbereich als ich.
Doch nun zu meinen Wahrnehmungen und Ideen zur Korrektur. Zum einen finde ich, dass Sandra in den ersten Bildern der Bewegung zu schnell und zu viel in der Hüfte rotiert. Dadurch nimmt sie den Schläger sehr schnell hinter die Ebene. Die Rotation der Unterarme finde ich in der frühen Bewegung auch sehr stark und würde sie nicht weiter betonen.
Es ist nur schwer zu erkennen, aber ich denke, dass das hintere Bein etwas zu steif ist und dadurch die Translation des Oberkörpers blockiert ist und dadurch auch die Position des Kopfes hervorgerufen wird. Als Ausgleich kommt dann eine Hoch-Tief-Bewegung. Zusammen mit dem Kippen könnte dies der Grund für fette Schläge sein.
In der Abschwungbewegung arbeitet Sandra nach meinem Verständnis zu sehr über die rechte Körperhälfte und blockiert dadurch eine Rotation der Unterarme was zu einer geöffneten Schlagfläche im Treffmoment führt. Kommt sie dann grade in den Ball, wird das dann ein gepushter Ball. Kommt sie dann auch noch von innen finden wir als Ballflug einen Slice. Dies hängt möglicherweise auch mit der sehr nahen Ansprechposition zusammen. Wenn sie steil in den Ball kommt, wird der Slice provoziert.
Als Korrekturen kommen also zum einen die Variante von unten nach oben in Frage. Also Beinarbeit verbessern, Oberkörper dadurch besser in Position bringen und warten, was passiert. Zum anderen Änderung der Ansprechposition, wie Terminator das schon beschrieben hat.
Abschließend der in meinen Augen wichtigste Punkt. Sie sollte lernen, dass sie auch eine linke Körperhälfte hat und diese Seite im Durchschwung betonen. Dadurch schiebt sie den Ball nicht mehr nach rechts und hat dann auch die Möglichkeit, die Unterarme rotieren zu lassen und die Schlagfläche square zu bekommen.
Mehr fällt mir jetzt nicht ein. Vielleicht war auch in bisserl was richtiges dabei.
Gruß aus Darmstadt
Michael
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Jochen hat ja geschrieben: »Mittlerweile steht sie etwas weiter weg vom Ball.«
Er kann ja mal schreiben, ob der Schwung sich dadurch sichtbar verändert hat. Nützlich ist diese Korrektur auf jeden Fall — vor allem, wenn man später die Armebene flacher machen will.
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Fehler:
Im Aufschwung: Sway.
Dadurch entsteht ein Reversepivot, welcher wiederum einen Cast verursacht. (Oliver, es gibt dieses Ding wirklich http://www.freegolfinfo.com/forum/topic.asp?TOPIC_ID=33311
- der Beitrag mit den Hoganbildern).
Korrektur:
Das rechte Bein muss im Aufschwung stabil bleiben, das linke muss beugen und leicht nach rechts gehen (Alles aus Spielersicht). Ausserdem muss der Schlägerkopf beim Wegnehmen mehr nach aussen.
Wenn das passt, haben wir eine gute Gewichtsverlagerung im Aufschwung und der "Reversepivotcast-von-aussen Slice" im Abschwung fällt weg.
Jetzt gibt es denke ich zwei Wege um weiterzumachen: Entweder am Übergang (Transition) arbeiten und die Hüfte vorlaufen lassen, um einen kernigeren Kontakt zu bekommen, oder aber die jetzt schon gute Impactposition der Hände weiter verfeinern und Sandra das "volle Überrolen" des gestreckten linken Armes zeigen und so den Kontakt verbessern (dafür müsste man sie aber zu einem TGM Pro schicken, da ich auch nicht 100 % weiß wie man das vermittelt)
Gruß, Axel
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Hallo Axel!
Dieses Bild hat mich und den Pit-Bull — ihr erinnert euch, der ganz schmucke Hund vom Fleesensee — gerade etwas beschäftig. Doch ich kann alle beruhigen: Die Lehr- und Geschichtsbücher müssen nicht neu geschrieben werden.
Wenn die Hüfte aus der frontalen Sicht im Abschwung zum Ziel geschoben wird, entsteht eine Oberkörperneigung (vom Ziel weg) von bis zu 30 Grad. Diese Neigung lässt die Schultern dann von der Seite steil erscheinen, wenn sie offen zum Ziel stehen. Sie drehen sich aber in Wirklichkeit weiter im rechten Winkel zur Wirbesäule.
Herzlichst
Oliver und Pit-Bull
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Oliver,
im rechten Winkel zu welchem Teil der Wirbelsäule?
Hogans Oberkörper ist in sich gebeugt. Meinst du im rechten Winkel zur BWS?
Gruß, Axel
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Hallo Axel,
eine berechtigte Frage. Wenn ich von der Wirbelsäule rede, dann denke ich mir eine Gerade vom unteresten zum obersten Punkt. Das vereinfacht die Sache etwas.
Gruß Oliver
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Danke erstmal an alle für die Beiträge.
Eines vorweg:
Ich bin kein Pro und meine Meinung daher laienhaft. Korrekturen der irrigen Interpretationen sind also höchstwillkommen.
@ Axel
Im Aufschwung: Sway.Dadurch entsteht ein Reversepivot,...
Korrektur:
Das rechte Bein muss im Aufschwung stabil bleiben, das linke muss beugen und leicht nach rechts gehen (Alles aus Spielersicht). Ausserdem muss der Schlägerkopf beim Wegnehmen mehr nach aussen.
Das genannte Hauptproblem (fett/getoppt) dürfte wohl am ehesten durch die entgegengesetzte Gewichtsverlagerung kommen. Da sind wir einer Meinung.
Bezüglich des re. Knies nicht so sehr.
Ich meine, dass Sandra mit dem re. Knie ziemlich stabil bleibt (in der Zielansicht gut zu erkennen) und dadurch die Hüftdrehung im Rückschwung auch reduziert ist.
Alternativer Vorschlag:
Ein leichtes Verschieben der Hüfte nach re zu Beginn des Rückschwungs gepaart mit einer mehr horizontalen Rotation um die Wirbelsäulenlängsachse. Dabei darf dann ruhig der Kopf mitwandern.
Das Problem flach weg und oben gekreuzt wäre wohl der Ansatzpunkt zur Behebung des Slice (,.. oder?)
Jochen
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Das Problem flach weg und oben gekreuzt wäre wohl der Ansatzpunkt zur Behebung des Slice
Nein, das würde alles verschlimmern, wenn es nicht mit weiteren Korrekturen gepaart würde.
Bevor ich jedoch meine Meinung äußere, warte ich noch auf die Antworten des Herrn Präsidenten. Schließlich hat der sich freiwillig den Wölfen vom Fleesensee vorgeworfen ;-)
Herzlichst
Oliver
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@ Jochen
<<Das genannte Hauptproblem (fett/getoppt) dürfte wohl am ehesten durch die entgegengesetzte Gewichtsverlagerung kommen. Da sind wir einer Meinung.
Bezüglich des re. Knies nicht so sehr.>>
Ich hab nie vom rechten Knie gesprochen- nur vom Bein. Mit mangelnder Satbilität meinte ich nicht zu starkes Drehen, sondern zu starkes Verschieben.
@ Oliver
Wir bräuchten glaube ich eine 3-D Animation, um genau zu sehen, wie die Schulter steht. Hatte Leadbetter nicht so ein 125000 Dollargerät?
Aber auch wenn die Schultern senkrecht zur Wirbelsäule stehen, so kommt es doch, wenn die WS nicht vom Ziel weggebeugt ist (Bei den Maschinisten: Axistilt)zum "Schulterwurf".
Gruß, Axel
Zuletzt bearbeitet: 13.05.03 22:43 von Axel_Wingert
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Hallo Axel
Für 3D-Analysen kann ich eigentlich nur SIMI-Motion empfehlen. Eine sehr interessante Analysesoftware für azyklische Bewegungen. Wenn es dich wirklich interessieren sollte, dann schau mal unter htttp://www.simi.com nach.
Grüsse aus Darmstadt
Michael
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Hallo liebe Kollegen!
Meiner Meinung nach schlägt Sandra fette Bälle, weil sie zu weit von
vorne kommt. Die dünnen Bälle sind dann nur eine Reaktion auf die
fetten Bälle, denn sie versucht, im Abschwung Boden zu vermeiden. Die
Slices kommen dadurch zustande, dass Sie im Abschwung die Hände zu weit
vor dem Ball hat und der dynamische Lie zu steil ist (Hacke in der
Luft). Die
Hände hat Sandra zu weit links vom Ball, weil ihr Oberkörper entgegen
gesetzt dreht (Reverse-Pivot) und im Treffmoment zu weit vor dem Ball
ist.
Meine Korrekturen
1. Ausholen verbessern, mehr Drehung, weniger kippen, Kopfstellung dabei
beachten. Wichtig ist, dass ihr Folgendes klar ist: Wenn man das
Ausholen verbessert, also der Schläger steiler zurück genommen wird und
die Hände mehr nach hinten kommen, wird Sie im Abschwung mit ihren
Händen und ihrem Schläger noch mehr nach vorne kommen. Deshalb wird sie
viele Bälle mit der Hacke treffen. Ich empfehle daher nach den ersten
Korrekturen zunächst nur in ein Netz zu schlagen, sodas sie den Ballflug
nicht sieht.
2. Im zweiten Teil des Ausholens mehr legen und gleichzeitig darauf
achten, dass die Arme ein wenig flacher werden.
3. Die Hände im Abschwung auf einer runderen Bahn nach hinten
runterführen. Wichtig ist, dass sie die ersten Bälle von einem Tee
schlägt, sonst würde sie wahrscheinlich Luftschläge machen.
Viel Spaß beim Üben wünscht euch
Marco Schmuck
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