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Thema: Mighty am Fleesensee |
Mighty hat uns vor ein paar Wochen am Fleesensee besucht und bei mir und Chris Webers einige Stunden gebucht. Hier sein Schwung vor jeglichen Korrekturen (Ballflug — Slice):











Kommentare und Anregungen sind herzlich willkommen.
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Unser täglich Brot gib uns heute...,
schon mal einen solchen Golfschwung gesehen?
Da greift BISK in der vollen Güte!
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Hey Mighty - Du Sack
Du kopierst meinen Schwung. Wer hat dir das erlaubt?
Spock würde sagen: « Faszinierend ».
Das sieht wirklich orginal aus wie mein Schwung bevor ich Marc und einem anderen freundlichen Mitglied dieses Forums in die Hände gefallen bin.
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Ich wollte auch schon Stunden bei OH nehmen, wenn ich danach aber öffentlich so an den Pranger gestellt werde...
Ich gehe mal davon aus, daß mein Schwung gewisse Ähnlichkeiten mit Mightys hat.
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@mighty
Zunächst mal würde ich mich von den negativen Kommentaren nicht beeinflussen lassen. Da muss man drüber stehen.
An Deinem Schwung sind meines Erachtens ein paar Dinge nicht optimal, wobei vieles auch einfach Folgeerscheinungen (Kompensationen) von vorausgegangenen Fehlern sind. Also sollte man den ersten Fehler in der Kette analysieren.
Ich würde vorschlagen, an Deinen Schwungebenen zu feilen. Mir fällt zum Beispiel auf, dass Du den Schläger zunächst sehr flach wegnimmst und dann - das ist die logische Konsequenz - sehr steil in der letzten Phase des Aufschwungs wirst.
Infolgedessen ist der Abschwung auch zu steil und zusätzlich Du "wirfst" die Arme nach vorne statt nach unten, was zur Folge hat, dass Du von außen an den Ball kommst.
Ich denke auch, dass Du zu viel Tief-Bewegung hast (siehe Bild 6. Reihe). Es scheint, als ob Du danach nicht genügend Platz in Richtung Boden hast und folglich den linken Arm beugen mußt, um die Bälle nicht fett zu treffen. (Wie triffst Du die Bälle denn?)
Jetzt ist es natürlich schwer zu sagen, was Du als erstes anpacken solltest. Alles in allem würde ich versuchen, die angesprochenen Schwungebenen zu korrigieren und den Schwung insgesamt kompakter zu machen. Damit meine ich, etwas weniger (unnötige) Bewegung (hoch/tief, links rechts) und auch etwas weniger weit ausholen.
Wenn Du wirklich den Schwung deutlich verbessern willst, dann mußt Du viel Arbeit investieren und auch unausweichliche Durststrecken mit Rückschlägen überwinden, denn die nötigen Korrekturen werden nicht ganz leicht werden. Wenn Du in dieser Saison viele Runden und Turniere spielen willst, dann würde ich eher vorschlagen, die Korrekturen mit regelmäßigen Trainerstunden konzentriert im nächsten Winter anzugehen. Aber vielleicht konntest Du ja schon was korrigieren; Oliver hat ja angedeutet, dass dies die Bilder sind, BEVOR er Dir Training gegeben hat.
Dies sind Tips von jemandem, der KEIN Trainer ist, aber sich schon viel mit seinem eigenen Schwung beschäftigt hat (werde demnächst auch meinen Schwung zur Diskussion stellen). Daher würde ich mich sehr interessieren, was Oliver Dir geraten hat.
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Anamnese¹:
Der Patient klagte über nach rechts abdrehende Bälle, viel zu tiefe Divots, generelle Unbeständigkeit und daraus resultierendes allgemeines Unwohlsein. Die Befragung ergab keinerlei erbliche Vorbelastungen. Die psychische Verfassung des Patienten wurde vor der Demonstration der Röntgenbilder als stabil eingeschätzt und auf stärkere Beruhigungsmittel konnte daher verzichtet werden.
Diagnose:
Der Griff lag etwas zu weit in der linken Hand und der Körperschwerpunkt zu weit links. Das Wegnehmen war flach und vorne, das Ausholen zu lang, das linke Handgelenk oben zu dorsal, der Schläger im Abschwung vorne wie steil und der linke Ellbogen hatte KFC-Qualitäten.
Therapie:
1. Griff mehr in die Finger der linken Hand.
2. Gewicht mehr in die Mitte (bei dem Versuch, den Kopf gerade zu stellen, erwies sich der Patient als veränderungsresistent).
3. Wegnehmen steiler und weiter hinten durch frühe Drehung und weniger Unterarmrotation.
4. Armschwung kürzer bei gleichzeitig früherer Körperdrehung.
5. Linkes Handgelenk im höchsten Punkt gerade bei gleichzeitigem Gefühl, den Schläger mit flachen Armen zu legen.
6. Abschwung weiter hinten und flacher. Dazu wurde ein medizinischer Schlauch eingeführt, den man rechts in den Röntgenbildern sehen kann.
7. Beim Abschwung mehr Bemühen, den Boden zu treffen, statt ihn zu vermeiden (man beachte, dass der Ball auf den Nachher-Bildern schon ohne Hilfsstift geschlagen wurde).
Der Patient konnte nach der Therapie aufgrund einer zu tief sitzenden Mütze (siehe letztes Bild links) zwar seinen Ball nicht mehr sehen, aber es gab einen Assistenz-Arzt, der den Draw attestieren konnte.
Glossar:
1. Der Begriff stammt aus der Medizin und wir einfache Golflehrer schmücken uns gern mit solchen Wörtern, weil wir dann so klingen als hätten wir eine gute Ausbildung, obwohl wir die natürlich nicht haben — genauso wenig wie die Ärzte.
A|nam|ne|se* <gr.-lat.; „Erinnerung”> die; -, -n:
Vorgeschichte einer Krankheit nach Angaben des Kranken
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Ach, Herr Heuler diese Geschichte macht mir Mut.
Das sieht ja nach einem Happy End aus.
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Wie lange hat die feintunerei am Schwung gedauert.
Snert
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@Oliver
Danke Oliver, Dein Kompliment geht mir runter wie Öl!
Zu Deinem Angebot: hättest Du mir das mal vor 10 Jahren angeboten. Dummerweise habe ich da noch kein Golf gespielt.
Bei Euch am Fleesensee würde es mir schon gefallen. Ich war letzten Herbst im Dorfhotel; aber Du hattest keine Zeit für mich... ;(
Aber wenn ich vielleicht nächstes Jahr hinfahre, reservierst Du mir ein Stündchen, ok?
Nochmal zu Mighty: die aktuellen Bilder sehen ja wie "mäidscher brohgress" aus. Wie lange hast Du denn mit ihm trainiert, bis er soweit war?
Ich finde es bemerkenswert, wie er es jetzt schafft, von innen an den Ball zu kommen.
Ich sehe jetzt bei ihm eine extrem geschlossene Schlagfläche im höchsten Punkt der Ausholbewegung; ist das nur auf die Griffänderung zurück zu führen?
Ist das Teil Deines Therapie-Planes, Mighty mit so stark geschlossenem Blatt spielen zu lassen, damit er spürt, wie es sich anfühlt, geschlossen an den Ball zu kommen? Eigentlich keine schlechte Idee, einem Slicer den Slice auf die Weise abzugewöhnen, indem man ihm zeigt, wie sich ein Hook anfühlt. Die Mitte zwischen beiden Extrema ist dann das Ziel. Wenn Mighty weiß, wie sich beides anfühlt, dann schafft er es vielleicht auch ohne Anleitung, die goldene Mitte zu finden. Das ist auf jeden Fall vielversprechender, als ihm zu zeigen, wie er Stück für Stück weniger Slice bekommt.
@Mighty
Ich bin beeindruckt von Deinen Fortschritten. Du solltest auf jeden Fall dran bleiben. Es muss ein gutes Gefühl sein, sich so zu verbessern. Glückwunsch!
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Die aktuellen Bilder sehen ja wie "mäidscher brohgress" aus.
Ich habe tatsächlich knapp 10 Sekunden gebraucht, bis ich darauf gekommen bin, dass du »große Fortschritte« meinst. Es gibt hier jedoch Leute, die mögen solche Rätsel gar nicht. Ich übe daher um des lieben Friedens willen freiwillige Selbstbeschränkung, habe aber immer noch Freude beim Lösen der Rätsel und die kann mir keiner nehmen.
Wie lange hast Du denn mit ihm trainiert, bis er soweit war?
Diese Aufnahme entstand Mitte der 2. Stunde. (Soviel zum Thema »an den Pranger stellen«. So eine Veränderung in der kurzen Zeit, das muss Mighty erstmal jemand nachmachen.) Aber natürlich wird er wieder zurückfallen — und ist er auch wohl schon.
Gleichwohl: Mein Ziel ist es meist, den Schüler in der Stunde so weit zu bringen, wie irgend möglich, damit er Motivation bekommt, weiter zu machen und wieder zu kommen.
Ich sehe jetzt bei ihm eine extrem geschlossene Schlagfläche im höchsten Punkt der Ausholbewegung; ist das nur auf die Griffänderung zurück zu führen?
Ja, und die weniger dorsale Handgelenksstellung links.
Ist das Teil Deines Therapie-Planes, Mighty mit so stark geschlossenem Blatt spielen zu lassen, damit er spürt, wie es sich anfühlt, geschlossen an den Ball zu kommen?
Ich habe die Schlagfläche nur so stark geschlossen, dass trotz des dorsalen Schlagens ein leichter Hook entstand. Der andere Weg wäre, die Schlagfläche nicht so stark zu schließen und als Punkt 8. palmares Schlagen zuzufügen. Mein Kollege Marco Schmuck macht das oft so und es funktioniert auch gut. Ich bin da noch nicht so fortschrittlich.
Gruß Oliver
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@mighty
ich erkenne viele Parallelen zu meinem Schwung und ich kann folgendes zu Mighty sagen:
- Die Ebene kriegste relativ bald stabil wennde uebst, kauf Dir im Baumarkt ne Schlange und stell sie Dir bei jedem DR Training hin und zwar auf extra scharf. Hat bei mir geholfen, Jan T. meinte die Ebene sei ok und Oliver hat damals auch den Grundstein gelegt.
- Womit ich immernoch kaempfe ist auch das dorsale Schlagen (ich hoffe das war der richtige Ausdruck -> ich meine halt Schaufeln). Und meine Erfahrung zeigt, das ist nicht besonders leicht wegzubekommen, um nicht zu sagen, hammerschwer, denn hier gibt es keine so guten Rueckmelder.
- das kleiner werden im Abschwung hatte ich auch, ist aber von alleine weg gegangen, hatte bei Oliver keine Chance das hinzubekommen, keine Ahnung warum. Man kann halt auch keine Wunder erwarten, zumal nicht bei Bewegungen die man schon einige Male falsch gemacht hat.
Das war mein Amateur Senf dazu, ich spiele zwar nicht gut, habe aber schon einige Trainerstunden gehabt und ich glaube einiges ist haengen geblieben.
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An Mighty und Oliver
Ich kann eigentlich nur sagen: Kompliment an beide. Ich bin wirklich schwer beeindruckt. So große Fortschritte in doch sehr kurzer Zeit. Tolle Korrekturen und sehr gute Umsetzung durch Mike. wirklich spannend.
Aber genau das ist es, was einen guten Golflehrer auszeichnet. Die vorgefundenen Probleme zu identifizieren, zu erläutern, Wege zur Korrektur finden und dann auch noch möglichst eine Bewegungsvorstellung erreichen, die es dem Schüler ermöglicht, motiviert und erfolgreich auch sinnvoll ohne Trainer üben gehen zu können. Das ist es, was ich von einem guten Trainer erwarte. Und dafür bezahl ich dann auch gern mal ein paar Euro mehr. Hauptsache ist in diesem Fall, dass es einen weiterbringt und motiviert.
Mighty und Oliver, weiter so. Wirklich klasse
Anerkennde und staunenden Grüsse
Michael
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Hallo Loge,
ich kämpfe mit ähnlichen Problemen. Welche Schlange müßte ich denn kaufen? Und wie setze ich Sie auf der DR ein?
Gruß
Axel
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findet man in der Sanitaerabteilung von Baumaerkten. Ist zum isolieren von Rohren gedacht. Wie das genaue Fachwort dafuer heisst weiss ich allerdings nicht.
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