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Thema: Mein Schwung


Auch auf die Gefahr, mir Egozentrik und Exhibitionismus vorwerfen lassen zu müssen, stelle ich heute meinen Schwung ins Forum. In der Sauregurkenzeit kann man sowas ja mal machen.

Ich spiele dieses Jahr meine 20. Saison, hatte im letzten Jahr einen Scoredurchschnitt von 79 (leider nur anderthalb Runden gespielt) und mein typisch schlechter Schlag ist ein Hook (bei diesem Schlag ist der Ball jedoch mal nicht gehookt). Meine Schläger sind nach neuster Messung 5 Grad aufrecht, das Eisen 3 ist 38,5 Inch lang und die Schaftfrequenz aller Eisen liegt bei konstant 290.

Anregungen und Kritik sind herzlich willkommen.






















Zuletzt bearbeitet: 11.01.03 22:53 von Administrator
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Also an der Beinmuskelatur müssen wir unbedingt arbeiten. Das sieht ja erschreckend aus in der weiten Hose (besonders gut in den rechten Bildern zu beobachten).

Ansonsten sind mir noch kleine Fehler bei der digitalen Bildbearbeitung aufgefallen. Ist aber auch schwer einen weit weg von der Ebene geführten Schläger mit Photoshop wieder dahin zurück zu retuschieren ohne dass es irgendwie komisch aussieht ...

Dein Suxi

PS: Nach 7 Tagen darfst Du diesen Beitrag getrost löschen, ich möchte auf keinen Fall die Ernsthaftigkeit dieses „Threads“ = Gesprächsfaden [Edit von Moderator](bitte in das entsprechende Deutsche Wort abändern) gefährden.



Zuletzt bearbeitet: 11.01.03 23:38 von Susanne


Also an der Beinmuskelatur müssen wir unbedingt arbeiten. Das sieht ja erschreckend aus in der weiten Hose (besonders gut in den rechten Bildern zu beobachten).

Du hast Recht: Knapp zehn Jahre kein gescheites Stück Fleisch (nicht mal ein Scheibchen Aufschnitt) und in der Muckibude trainiere ich immer nur auf Obbberarrrm.

Ansonsten sind mir noch kleine Fehler bei der digitalen Bildbearbeitung aufgefallen. Ist aber auch schwer einen weit weg von der Ebene geführten Schläger mit Photoshop wieder dahin zurück zu retuschieren ohne dass es irgendwie komisch aussieht ...

Ich bin beim Retuschieren so gut, das würdest du nicht merken. Hier habe ich mein schlechtestes Bild einfach weggelassen. Merkt auch keiner.

(bitte in das entsprechende Deutsche Wort abändern)

Wie ich etwas ändere, ist mir ja klar, aber was muss man beim Abändern anders machen?


Zuletzt bearbeitet: 12.01.03 00:12 von Administrator


Mmmhh, ich erkläre mir das so: Wenn ich etwas „ändere“ entsteht durch die Änderung unter Umständen etwas neues. Beim „Abändern“ bleibt das ursprüngliche Objekt (in unserem Fall die ursprüngliche Aussage) aber bestehen und wird lediglich verändert bzw. anders dargestellt.

Ein Beispiel aus einem Gesetzestext:

... Das Europäische Parlament kann einen Vorschlag annehmen oder ablehnen, jedoch
nicht abändern ...

Die amtliche Regelung der deutschen Rechtschreibung sagt dazu

Getrennt- und Zusammenschreibung

§ 34
Partikeln, Adjektive oder Substantive können mit Verben trennbare Zusammensetzungen bilden. Man schreibt sie nur im Infinitiv, im Partizip I und im Partizip II sowie im Nebensatz bei Endstellung des Verbs zusammen.


Zu Verbindungen mit dem Verb sein siehe § 35.

Dies betrifft

(1) Zusammensetzungen aus Partikel + Verb mit den folgenden ersten Bestandteilen:
ab- (Beispiele: abändern, abbauen, abbeißen, abbestellen, abbiegen), an-, auf-, aus-, bei-, beisammen-, da-, dabei-, dafür-, dagegen-, daher-, dahin-, daneben-, dar-, d(a)ran-, d(a)rein-, da(r)nieder-, darum-, davon-, dawider-, dazu-, dazwischen-, drauf-, drauflos-, drin-, durch-, ein-, einher-, empor-, entgegen-, entlang-, entzwei-, fort-, gegen-, gegenüber-, her-, herab-, heran-, herauf-, heraus-, herbei-, herein-, hernieder-, herüber-, herum-, herunter-, hervor-, herzu-, hin-, hinab-, hinan-, hinauf-, hinaus-, hindurch-, hinein-, hintan-, hintenüber-, hinterher-, hinüber-, hinunter-, hinweg-, hinzu-, inne-, los-, mit-, nach-, nieder-, über-, überein-, um-, umher-, umhin-, unter-, vor-, voran-, vorauf-, voraus-, vorbei-, vorher-, vorüber-, vorweg-, weg-, weiter-, wider-, wieder-, zu-, zurecht-, zurück-, zusammen-, zuvor-, zuwider-, zwischen-

Auch: auf- und abspringen, ein- und ausführen, hin- und hergehen usw.

...

Puhhh, worauf lasse ich mich hier bloß ein ...

Gute Nacht

Suxi




Hallo Oliver,
seit wann ist das Scope-System mobil?

Analyse:

- Schläger:
Der Schläger ist bis zum Treffmoment ständig auf der
Ebene. Das Blatt scheint auch in Ordnung zu sein. Nach dem Treffmoment gehen Hände und Schläger relativ stark nach innen. Hättest du das zweite Bild nach dem Impact nicht zensiert, könnte man das wunderbar erkennen. Du hast jedoch auch schon nach dem ersten "Nachimpactbild" schon keine Ebene mehr eingezeichnet. War das zum Kachieren gedacht, oder ist die Strecke nach dem Impact einfach nicht mehr so wichtig?

-Körper:
Das Drehzentrum der Hüfte liegt im Rückschwung zu weit links (in Spielrichtung, vom Spieler aus gesehen). Dadurch, dass der Kopf trotzdem normal nach rechts geht, steht die Wirbelsäule im OT von vorne gesehen schräg. Diese schräge Stellung (Kopf hinten /Hüfte schon relativ weit vorn) macht es schwer das Gewicht im Abschwung nach vorne zu verlagern. Du bekommst das zwar irgendwie hin, jedoch wirst du dadurch zum Treffmoment hin sehr eng. Die Hände und Arme haben kaum Platz. Das linke Bein ist gebeugt.

-Korrektur:
Das Gewicht beim Setup weiter nach links (die Hüfte wird einfach ein bischen in Richtung Ziel geschoben; die restlichen Körperwinkel bleiben bestehen). Jetzt kannst du im Rückschwung die rechte Hüfte stabiler lassen, bzw. du musst das rechte Bein nicht mehr nach links schieben. Die Drehung kommt mehr aus dem linken Bein, bzw, der linken Hüfthälfte. Wenn das funktioniert, müsste die Wirbelsäule im OT gerader stehen. Auf diese Weise sollte es möglich sein, das Gewicht nach vorne zu verlagern, ohne eng zu werden.

Gruß, Axel


Zuletzt bearbeitet: 13.01.03 12:51 von Axel_Wingert


Beim »Meister« traue selbst ich als Golfanfänger mich, einen Kommentar zu schreiben.

Die Ebene wirkt super steil.
Im oberen Totpunkt ist der linke Oberarm nicht parallel zur Ebene (sagt man da gelegt?).
Oliver krümmt den vorher sehr aufrechten Oberkörper extrem zum Schlag. Er »rollt sich ein«.

Das kann keine Aussage zu gut oder schlecht darstellen, da ich Laie bin. Sind einfach Punkte die mir bei Betrachtung »in’s Auge stechen«.



Mir fällt lediglich eines auf:
Auf dem Bild, wo der Schaft im Durchschwung zu 180° geneigt ist, ist m.E. die linke Schulter zu tief. Sieht aus, als ob Du dich ganz klein machst.

LG, reiseleiter66

P.S.: kann mich des Eindrucks nicht verwehrn, aber das ist nicht die Range in Flesensee. Auf der Range am Schlosshotel spielt mann/frau nach oben und am Golfclub stehen die ganzen Abschlaghäuschen und kein Haus im Hintergrund, oder???



Hallo Oliver!
Also ich weiß nicht, ob ich mit meinem Handicap (37!) und meiner geringen Erfahrung (3 Jahre Golf) hier was äußern darf, aber wieso wären deine Bilder sonst hier im Forum:
Ich finde es toll, wie du den Schläger immer auf der Ebene hast, mir gefällt auch gut, wie du im Aufschwung die Handgelenke winkelst. Leider gibt es kein Bild des höchsten Punktes im Schwung! Das schaue ich mir bei allen SpielerInnen am liebsten an.
Total verwundert mich allerdings die Gewichtsverlagerung auf den rechten Fuß: Dein Kopf wandert von der Ansprechposition immer weiter Richtung rechter Fuß. Bis zum Durchschwung schaffst du dann zwar einen Super-Ausgleich dieser Bewegung, aber mir wurde bisher immer gesagt, so etwas wäre schlecht, und ich habe es mir abtrainiert. Durch den Ausgleich sind deine Hände dann im Treffmoment auch stark vor dem Ball. Daher würde mich jetzt interessieren, wie du das siehst!
LG aus Wien
Margot



@ Axel

seit wann ist das Scope-System mobil?

Peter Wolfert war im Herbst mit einer Spezial-Kamera bei uns und hat Aufnahmen gemacht, die mit dem Scope-System ausgeliefert werden sollen. Gewissermaßen als Orientierung. Perfekt ist der Schwung natürlich noch lange nicht. Aber man kann zumindest die Ebene daran erklären.

Der Schläger geht hier nach dem Treffmoment in der Tat etwas zu sehr nach innen. Das ist ungewöhnlich und hängt damit zusammen, dass ich meinen typischen Fehler (im Übergang zu kreuzen) hier überkorrigiert habe und deshalb auch eine Spur zu steil in den Ball komme.

Der Oberkörper bewegt sich tatsächlich etwas zu weit nach rechts und die Hüfte etwas zu wenig. Das ist aber nicht die Ursache für das Schrumpfen im Abschwung.

Haltung: Das rechte Bein müsste etwas mehr rechts stehen (breiter), das hängt aber mit den unterschiedlichen Beinlängen (1,8 cm) und dem Beckenschiefstand zusammen. Ist schon in Behandlung.

@ Fatman

Die Ebene wirkt steil, weil die Schläger so aufrecht sind. Das hängt wiederum damit zusammen, dass die Schäfte so weich sind (starker Droop muss ausgeglichen werden). Im Februar lasse ich mich in Phoenix bei Ping seit 5 Jahren das erste Mal wieder »fitten«. Mal sehen, vielleicht brauche ich danach ja keine Seniorenschäfte mehr spielen.

Das Einrollen/Schrumpfen/Kleinmachen hängt mit dem Anziehen der Arme zusammen. Ich arbeite daran, nur musste ich schon hier an 5 Sachen denken, damit der Schläger so gut auf der Ebene schwingt und der Körper sich richtig dreht.

@Reiseleite
Das ist nicht die Übungswiese am Schlossplatz, sondern die am Clubhaus.

@Margot
Das vierte Bild ist der höchste Punkt der Ausholbewegung. Da habe ich nichts weggelassen. In meinem Alter geht es nicht weiter zurück. Nein, ich halte es für gut, wenn sich die Schultern voll drehen, die Handgelenke voll winkeln aber die Arme nicht bis hinter den Kopf schwingen. Länge verliert man so nicht, aber man gewinnt an Kontrolle.

Mein Kopf geht eine Spur zu weit nach rechts, aber nicht viel. Das wirkt übertriebener als es ist, weil die Hüfte sich nicht mit verschiebt. Dass der Kopf wie angewachsen an einer Stelle bleiben muss, ist jedoch ein Mythos, dessen Bekämpfung Jimmy Ballard beispielsweise seinen exklusiven Lebensunterhalt verdankt.

@ alle vier

Herzlichen Dank für eure Beiträge. Golfer mögen es immer, wenn man über ihren Schwung diskutiert, da bilden Professionals keine Ausnahme. Marco Schmuck hat seine Analyse am Telefon abgegeben. Sie war sehr gut. Vielleicht lässt er ja alle an seinem Wissen teilhaben und schreibt hier mal wieder was? Und Stefan Quirmbach hat auch schon eine Analyse angekündigt, die ich mit Ungeduld erwarte.



@ Oliver

Fatman schriebt, Dein vormals gerader Rücken krümmt sich zum Treffmoment hin. Du sagst, es ist das Resultat aus dem Anziehen der Arme. Ich habe eher den Verdacht, dass Deine Bauch- und Rückenmuskeln zu schwach sind und so mit den anfallenden Kräften nicht klarkommen.

Mit besten Grüßen

Hans-Christian




@ HCV

Das hat früher sicher gestimmt. Alexander Skarabis hat vor einigen Jahren einen standardisierten Test mit mir gemacht, bei dem herauskam, dass ich 80 Prozent der Kraft eines gesunden Nicht-Sportlers hatte. Bei FPZ kam ein ähnliches Ergebnis heraus.
Seit genau einem Jahr haben wird jedoch am Fleesensee ein erstklassiges Fitness-Studio, das ich fast jeden 2. Tag besuche.
Der letzte Test vor etwa einem Monat ergab, dass die Kraftwerte beim gleichen Test auf 120-140 Prozent angewachsen sind. Ich habe im Moment für mein Gewicht (69 kg) und mein Alter wirklich starke Rücken- und Bauchmuskeln.
Und genau das Ergebnis deckt sich mit meinen Erfahrungen: Selbst wenn die Ursachen falscher Golfbewegungen einmal in mangelnder Kraft oder Beweglichkeit gelegen haben, so muss man nach der Beseitigung der Dysbalancen, der Verkürzungen oder der Schwächen trotzdem noch die richtige Technik erlernen.
Und selbst damals als ich schwache Muskeln hatte, konnte ich Schwünge produzieren, bei denen ich nicht zusammengesackt bin. Wenn ich dabei jedoch nicht gleichzeitig meine Arme strecke, mache ich Luftschläge. Ist ja auch logisch.



@ OH
Ist das relative frühe Winkeln in den Handgelenken (4. Bild) bewußt erzeugt, oder geschieht das automatisch durch "lockere" Handgelenke + Schwerkraft? ..und für wie wichtig hältst du das frühe Winkeln, z.B. bezüglich der Schwungebene ?

Ein neidvoll auf deine (Schwung-)Ebenen schielender
Jochen




Hallo Jochen!

Axel plädiert dafür, dass bessere Spieler später winkeln sollten, um eine stärkere Vorspannung des Ulnarflexors und damit mehr Weite zu erzielen. Ich habe meine Meinung da noch nicht abschließend gebildet. Den meisten Schülern empfehle ich jedoch ein Winkeln wie ich es hier praktiziere. Ich habe extrem lockere Hände beim Schlagen. Als ich beispielsweise den Feedback-Handschuh das erste Mal ausprobiert habe, dachte ich er sei kaputt.



Hallo Oliver,
am letzten Beitrag hab ich ziemlich lange geschrieben. Trotzdem ist er nach nochmaligem Lesen nicht komplett. Der gebeugte Oberkörper ist meiner Meinung nach schlussendlich durch die Beinarbeit verursacht. Da du im Rückschwung schräg stehst, kannst du das Gewicht nicht nach vorne bringen UND die Hüfte gleichzeitig sauber aus dem Weg drehen.
Eine vorrauslaufende Hüfte(und die notwendigerweise hinterherlaufende Schulter) würden Vorspannung erzeugen, welche den Körper aufrichtet.

Um dies zu verdeutlichen, muss man sich einen Diskuswerfer vorstellen. Oder hast du schonmal einen gebückten Wurf mit !nachlaufender Schulter! gesehen?

Gruß, Axel





Hallo Oliver!
Noch immer beschäftigen mich deine Schwungbilder. Da ich ein ganz stark optisch orientierter Lerntyp bin, habe ich beim Golfen immer am meisten beim Abgucken von besseren Spielern gelernt. Besonders gern schaue ich auf den Totpunkt beim Schwung.
Und da hat mich dein Foto sehr verunsichert. Verglichen mit den Abbildungen vom Tiger im Forum http://forum.webmart.de/wmmsg.cfm?id=497810&sr=1&d=180&t=798118 hast du eine andere Ebene als er hier erläutert. Für mich schaut dein Schwung wie sein Beispiel für "gelegt" aus, andererseits ergibt sich bei dir aus rechtem Arm und Schlägerschaft eine schöne Schwungebene.
Kannst du für mich diese Rätsel bitte lösen?
LG
Margot

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