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Thema: Meine erste PuttLab-Trainerstunde |
Zusammen mit meinem Trainingspartner Michi hatte ich kürzlich meine erste PuttLab-Trainerstunde bei Tom Ritsch in Glattbrugg bei Zürich.
Die Stunde lief so ab:
- 5 Putts mit bisheriger Technik wurden mit dem PuttLab gemessen
- Die PuttLab-Analyse wurde besprochen, Korrekturen wurden gemeinsam festgelegt
- Im sog. Trainingsmodus des PuttLabs, bei dem man nach jedem einzelnen Putt eine Rückmeldung erhält, wurde die Wirksamkeit der Korrekturen getestet
- Während Michi dran war, habe ich die Korrekturen geübt
- Erneut wurden 5 Putts vermessen und die Ergebnisse wurden wiederum besprochen
Tom hatte mir folgende Korrekturen vorgeschlagen:
- Kürzerer, schnellerer Rückschwung
- Aggressiveres Durch-den-Ball-Gehen
- Etwas schmalerer Stand
- Etwas näher zum Ball stehen
Das sind meiner Meinung nach ziemlich viel Korrekturen für eine einzige Trainerstunde. Deshalb war ich ein wenig skeptisch ob ich das alles in der kurzen Zeit werde umsetzen können.
Das Ergebnis hat mich allerdings absolut überzeugt: Seht selbst.
Ich bin absolut begeistert, sowohl vom PuttLab als auch von Tom. Dies war mit Sicherheit nicht meine letzte Trainerstunde mit dem PuttLab. Ich bin gespannt, ob die Korrekturen an meinem Putt-Schwung das Wintertraining überstehen werden.
Gruß
Frank
PS: Ich habe derzeit eine Stammvorgabe von -14,6 und habe in der letzten Saison in Turnieren im Durchschnitt ca. 34 Putts benötigt.
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Wow Frank, das ist eine Steigerung. Am besten gefällt mir, dass du keine Schleife im Aufschwung ziehst. Das sieht man selten. Den Sweetspot triffst du dadurch sehr exakt. Abstellen würde ich den langen Durchschwung, das Lab misst ihn gar nicht mehr, dann ist vielleicht auch das Schlägerblatt im Durchschwung nicht mehr 12 Grad geschlossen. Der Putter bewegt sich fast zu tief über das Grün. Ich denke du brauchst keine weiteren Stunden mehr, du musst die Werte nur ab und zu kontrollieren. Vorsicht aber beim kurzen und schnellen Schwung, der dir geraten wurde: Beschleunigung und Geschwindigkeit sind sehr hoch. Wie lang waren die Putts denn? Das ist natürlich weniger fehleranfällig, aber es kann ein Längenproblem entstehen. Das ist etwas, worauf das Lab schlecht eingeht, wie ich finde. Wenn du immer so puttest, halbierst du die Putts pro Runde in der nächsten Saison. Das sind die bisher besten Werte im Forum.
Peter
Zuletzt bearbeitet: 31.12.05 19:12 von Administrator
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Hallo Frank,
du hast mit deinem Beitrag ein hervorragendes Beispiel geliefert, wie so eine Stunde mit einem modernen Feedback-System aussehen kann. Ein Test, um den Ist-Stand zu ermitteln, dann die Analyse der Daten, dann Korrekturmaßnahmen und das Üben daran und zum Abschluss ein erneuter Test, um zu schauen, ob und wie die Maßnahmen angeschlagen haben. Wenn es dann noch vom Ergebnis so einschlägt wie bei dir, muss ein Golflehrer um seine Schüler nicht bangen…
Zudem beweist es einfach die Genialität des PuttLab. Ich selber bin bisher ja noch nicht in den Genuss gekommen, damit arbeiten zu dürfen.
Interessant finde ich besonders, wie es dein Golflehrer geschafft hat, die Daten richtig zu interpretieren. Ich persönlich finde Korrekturen beim Putten oft nicht einfach. Da gehört schon ne Menge Erfahrung dazu, und die fehlt mir noch. Wenn ich so deine Anfangswerte betrachte, fallen mir vor allem die geöffnete Schlagfläche schon im SetUp, die Schwungbahn nach außen (also gepusht) und die starke Schlägerrotation auf. Das hätte mich jetzt nicht unbedingt auf diese Korrekturen gebracht, die aber offensichtlich richtig gut gefruchtet haben.
Mich würde dazu ja noch interessieren, ob du die Anfangsdaten gesehen hast. Hat sich die Schlagfläche im SetUp nur durch den engeren Abstand zum Körper um 3° geschlossen, wie es ja der Schlusstest zeigt?
Und was war/ist überhaupt deine Tendenz beim Putten? Aus welcher Entfernung zum Loch fanden denn die 5 Putts statt? Und wie war denn das reale Ergebnis? Mit den Anfangsdaten müsstest du ja eher rechts am/im Loch sein bzw. dich als Kompensation dazu etwas links ausrichten. Oder aber die Rotation schließt den Schläger, so dass er passt. Könnte man ja auch erahnen, da im Impact die Schlagfläche zur Schwungbahn eher geschlossen war.
Wie waren denn die realen Ergebnisse beim Test zum Schluss? Die neuen Werte müssten ja den Ball mal kurz überschlagen ca. 10 cm, also 1 Lochbreite, nach links gebracht haben.
Ich stelle die vielen Fragen, weil mir bei den Threads zum PuttLab immer etwas der reale Bezug fehlt. Bei deinen signifikanten und bewundernswerten Verbesserungen wäre das besonders interessant. Den Ausdruck an die Scorekarte nach der Runde zu heften, verringert ja nur selten die Schlagzahl. Oh, sorry, ich meinte natürlich erhöht die Punktzahl.
Deine Putts werden sicher besser, erfolgreicher und somit auch weniger auf der Runde. Anscheinend bist du ja jemand, der seine Putts regelmäßig zählt. Ich finde einen 34er Schnitt nicht beunruhigend und eher normal. Auch hier wären ein paar zusätzliche Informationen zu dieser Zahl hilfreich. Wie kommt es zu diesem Schnitt? Von der Ferne sieht es nach einer soliden Zweiputt-Perfomance aus. Mit deinem Handicap orakele ich mal, dass du relativ wenig Grüns in Regulation triffst, vielleicht um die 5 für zwei Putts zum Par. Es blieben also 13 Bogeys. Hier ist dann interessant, wie weit der Ball dann noch vom Loch weg liegt, wenn er denn auf dem Grün ist. Für diesen Schlag ins Grün sollte für dich ja nicht mehr als ein kleiner Pitch oder meist nur ein Chip übrig bleiben. Wenn diese dann nicht innerhalb von 2m am Loch liegen, hilft auch eine sehr gute Putt-Technik nur bedingt, denn aus 2m wird auch auf der Tour nur zu 50 % gelocht. Es heißt also für den ersten Putt möglichst nah ran. Dann reichen deine Werte vom Anfang sicher genauso zum Lochen. Bei meinen exemplarischen 13 Möglichkeiten sind sicher 6 oder 7 schon ein annehmbarer Wert. 5 davon mit einem Putt. Dann gäbe das insgesamt 31 Putts und eine 80 auf der Scorekarte.
Da die Möglichkeiten fürs kurze Spiel ja begrenzt sind, ist der Fokus aufs Putten aber sicher eine gute Alternative, also bleib dran. Ich wünsche dir viel Erfolg und hoffe auf ein paar neue Ausdrucke zum Ende des Winters.
Gruß Mirko
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Frank, ich finde auch, dass Du tolle Fortschritte gemacht hast. Aber im Gegensatz zu Peter sehe ich nicht, dass Du jetzt aufhören könntest, Unterricht zu nehmen oder dass Du zu schnell geworden bist - schneller ja; eine Kontrollmessung in nicht zu großem zeitlichem Abstand wird zeigen, was Du nachhaltig verinnerlicht hast. Und noch ein Tipp:
Obwohl (oder gerade weil?) sich nach dem ersten Training bessere Werte ergeben, solltest Du jetzt dran bleiben, um diese Verbesserungen zu stabilisieren und darauf aufzubauen. Nutze SAM PuttLab regelmäßig. Einerseits um zu prüfen, ob sich alte Fehler wieder einschleichen. Andererseits um mit der Feinjustierung weiter zu machen (Konstanz, Ausrichtung, Schwungbahn, Rest-Schleife beim Ausholen, Länge des Durchschwunges, Rotation im Durchschwung und andere Details).
Entscheidend ist letztlich die Konstanz Deiner Putt-Bewegung, die Du nicht mit einer Stunde erreichst. Solange die Bewegung nicht konstant ist, bleibt das Einlochen dem Zufall überlassen. Dabei können Dir Dein Golflehrer und SAM PuttLab helfen - aber nicht mit einer Einmalaktion, sondern nur mit konstantem Training und Unterricht.
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Hallo Mirko,
Mirko: Mich würde dazu ja noch interessieren, ob du die Anfangsdaten gesehen hast. Hat sich die Schlagfläche im SetUp nur durch den engeren Abstand zum Körper um 3° geschlossen, wie es ja der Schlusstest zeigt? Und was war/ist überhaupt deine Tendenz beim Putten?
In der etwas weiter zurück liegenden Vergangenheit hatte ich eher die Tendenz die Bälle links am Loch vorbei zu schieben. Den Grund für die damalige Linkstendenz kenne ich leider nicht genau, ich vermute es lag hauptsächlich an einem Schwung, der von aussen nach innen kam. Die Angst vor einem Links-Vorbeischieben hat offensichtlich zu mehreren Über-Kompensationen geführt.
Wir hatten, wie gesagt, die Analyse der ersten 5 Putts besprochen, d.h. ich wusste im Anschluss (erstmals), dass ich dazu neige rechts am Loch vorbei zu zielen. Das Schliessen der Schlagfläche im Setup habe ich also durch bewusst korrigiertes Zielen erreicht.
Mirko: Aus welcher Entfernung zum Loch fanden denn die 5 Putts statt? Und wie war denn das reale Ergebnis?
Die Putts wurden aus ca. 4 m gemacht. Beim Schlusstest gingen zwei Putts ins Loch, die restlichen 3 Putts rasierten die linke Lochkante. Da es einen leichten Break nach links gab, war das auch so zu erwarten. Beim Anfangstest waren die Ergebnisse aber auch nicht so dramatisch viel schlechter. Das Gefühl war am Ende aber dennoch viel besser und das ist ja beim Putten mitentscheidend für den Erfolg.
Mirko: Da die Möglichkeiten fürs kurze Spiel ja begrenzt sind, ist der Fokus aufs Putten aber sicher eine gute Alternative, also bleib dran.
Das sehe ich völlig anders. Meiner Meinung nach sind die Möglichkeiten fürs kurze Spiel geradezu unbegrenzt. Von der Verbesserung meines Putt-Schwungs erwarte vor allem eine grössere Sicherheit aber keine dramatischen Auswirkungen auf meine Scores. Bei meinem persönlichen Leistungsstand vermute ich beim Spiel ums Grün herum und vor allem beim Course Management momentan noch wesentlich mehr Potential. Dennoch werde ich natürlich auch beim Putten dran bleiben und mit Sicherheit werde ich noch die eine oder andere PuttLab-Stunde nehmen.
Gruß Frank
Zuletzt bearbeitet: 03.01.06 10:09 von Administrator
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Hallo Frank,
Frank: Wir hatten, wie gesagt, die Analyse der ersten 5 Putts besprochen, d.h. ich wusste im Anschluss (erstmals), dass ich dazu neige rechts am Loch vorbei zu zielen. Das Schliessen der Schlagfläche im Setup habe ich also durch bewusst korrigiertes Zielen erreicht.
Das bedeutet, deine Schlagfläche war square zu deiner Fußlinie, aber du warst zu weit rechts ausgerichtet? Woher wusstest du, dass die offene Schlagfläche an der Ausrichtung lag? Der SAM erkennt das ja nicht, oder? Und diese Korrektur hätte ja noch in deine Liste gepasst, weil sie ja doch sehr wesentlich ist und für mich auch vollkommen schlüssig.
Frabk: Das sehe ich völlig anders. Meiner Meinung nach sind die Möglichkeiten fürs kurze Spiel geradezu unbegrenzt.
Da hab ich wohl etwas unpräzise formuliert. Meine Bemerkungen vorher sollten natürlich darauf hindeuten, dass ich im kurzen Spiel auch noch größeres Potenzial gerade hinsichtlich des Scores sehe. Die "begrenzten" Möglichkeiten waren ausschließlich auf das Wintertraining bezogen.
Viel Spaß beim Üben weiterhin.
Mirko
Zuletzt bearbeitet: 03.01.06 12:08 von Administrator
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Hallo Mirko,
Mirko: Das bedeutet, deine Schlagfläche war square zu deiner Fußlinie, aber du warst zu weit rechts ausgerichtet?
Genau.
Mirko: Woher wusstest du, dass die offene Schlagfläche an der Ausrichtung lag? Der SAM erkennt das ja nicht, oder?
Gute Frage. Tom hatte mir gesagt, ich solle mich etwas mehr nach links ausrichten.
Mirko: Und diese Korrektur hätte ja noch in deine Liste gepasst, weil sie ja doch sehr wesentlich ist und für mich auch vollkommen schlüssig.
Da hast Du natürlich absolut Recht, das hatte ich völlig vergessen zu erwähnen, vermutlich weil es mir zu selbstverständlich erschien.
Gruß Frank
Zuletzt bearbeitet: 03.01.06 12:57 von Administrator
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Hallo Frank,
ich muss dich nochmal etwas löchern. Es ist einfach zu spannend, auch weil mir jegliche Erfahrungen mit dem PuttLab fehlen.
Offensichtlich hast du ja auch anfangs schon gut parallel zu deinen Füßen geschwungen. Die Werte im PuttLab kamen daher, weil du etwas »schief« ausgerichtet warst. Das hast du ja bestätigt.
Ich hab mal mit den Werten etwas Geometrie betrieben und gerechnet. Nimmt man für den Einfluss der Schlagflächenverkantung und der Schwungbahn die Untersuchungen von Pelz, ergibt sich eine Startabweichung von 2,7° für den Ball. Dies bedeutet umgerechnet auf eine Strecke von 4 m eine Abweichung von knapp 19 cm von der Lochmitte. Die Putts hätten in der Regel eine voller Lochbreite rechts vorbeigehen müssen, was sie sicher nicht taten.
Daraus ergibt sich für mich natürlich die Frage, ob du zwar »schief« zum PuttLab standest, aber zum Loch ganz gut. Und folgernd daraus: Wie ist denn generell der Versuchsaufbau? Ich nehme schon an, dass der PuttLab der Ziellinie angepasst wird, oder? Sieht dann für mich jetzt wieder nicht so einfach aus.
Vielleicht sehe ich das auch etwas zu technisch, aber wenn es um derartige Präzision geht, denke ich da schonmal drüber nach.
Gruß Mirko
Zuletzt bearbeitet: 03.01.06 16:07 von Administrator
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Hallo Mirko,
grundsätzlich ist es so, dass das PuttLab zu Beginn einer Session kalibriert wird. Bei uns lief das konkret so ab, dass ein hinter dem Loch platzierter Ball mit einem auf dem Putter befestigten Laser-Pointer angepeilt wurde. Mit einer solchen Kalibration wird sicher gestellt, dass die Messungen sehr präzise sind.
Du hast aber Recht mit Deiner Annahme, dass die ersten 5 Putts nicht soweit rechts am Loch vorbei gingen, wie es aufgrund der gemessenen Werte eigentlich zu erwarten gewesen wäre. Tom hat dies damit erklärt, dass es aufgrund des zu hohen Rise Angle von fast 5 Grad zu einem ungewollten Springen des Balls käme (er hat uns eine Hochgeschwindigkeitsaufnahme gezeigt, bei der dieses Springen des Balls sehr eindrucksvoll zu sehen war), was wiederum zu Ungenauigkeiten der Linie führe. Dies hat mich ehrlich gesagt auch nicht so ganz überzeugt. Ich hatte schon einen leichten Verdacht, dass bei den ersten 5 Putts möglicherweise die Kalibrierung nicht hundertprozentig exakt war.
Gruß Frank
Zuletzt bearbeitet: 03.01.06 17:36 von Administrator
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Zur Kalibrierung des Puttlabs habe ich auch noch einen Hinweis: Mit dem Laserpointer wird ja der Kopf zum Loch eingestellt. Die Ausrichtung des Putters zum Empfänger, dem großen dreibeinigen Ypsilon, findet aber über das Triplett am Putter statt. Eine Abweichung, die mit dem Auge fast nicht wahrnehmbar ist, bewirkt gleich eine Abweichung der Messung der Puttrichtung, die über 1,5° sein kann. Die exakte Kalibrierung mit der mitgelieferten Schablone ist nicht einfach.
Da meine Werte bis 3° nach links gingen, übte ich speziell korrekt auszuholen. Ich berührte schon fast meinen rechten Schuh und war immer noch ein Grad links. Der Putt entlang eines Kantholzes zeigte die falsche Messung. Ich empfehle also zusätzlich die Kontrolle der Richtungsmessung, wenn man genaue Werte nach Kalibrierung haben möchte.
Peter
Zuletzt bearbeitet: 04.01.06 19:07 von Peter_Balogh_a
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