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Thema: Thema des Jahres 2011: Inflation


Hier ein neuer Faden zum Thema des Jahres 2011: Inflation. Noch mal zur Erinnerung: Inflation ist eigentlich nicht die Preissteigerung. Die ist nur die Folge der Inflation. Inflation ist die Aufblähung der Geldmenge, und die führt bei gleichem Warenangebot natürlich zu Preissteigerungen. Verursacher der Inflation sind also nicht irgendwelche geldgierigen Ölscheichs, sondern die Zentralbanken und damit die verantwortlichen Politiker und damit die verantwortlichen Wähler.



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Mein Lebensstil wäre es nicht, aber es könnte sein, dass da ein paar Leute drauf einsteigen werden, wenn es eine Hyperinflation gibt.










Passt zum Thema Inflation:



Wie kommentiert man das gewaltfrei? Mein Versuch:

Die Beobachtung:
Ein Ministerpräsident mit mittlerer Reife, der auch fast 10 Jahre Bundesminister war, und eine Journalistin mit Abitur und abgebrochenem Kunststudium, die auch schon mal die NDR-Talkshow moderiert hat, schaffen es nicht, die Zahl 3014237 vorzulesen. Die beiden hatten zusammen etwa eine Minute Zeit, in der der das Publikum auch länger lachte, die beiden also nicht sprechen mussten. Die Zahl war überdies mit Tausendertrennzeichen versehen — typografisch korrekt wurden Punkte gewählt. Das sieht dann so aus: 3.014.237.

Die Gefühle:
Mein erstes Gefühl muss Freude gewesen sein, denn ich habe gelacht. Wahrscheinlich Schadenfreude, was mich jetzt etwas erschreckt. Aber dann blieb mir das Lachen im Halse stecken. Es mischte sich etwas Verwirrtheit mit rein, denn ich war mir zunächst nicht sicher, ob das vielleicht ein Witz ist, der sich noch auflöst (leider nicht). Danach spürte ich Verzweiflung, Angst, Hoffnungslosigkeit und auch Ärger.

Die Bedürfnisse
Die meisten der Gefühle werden durch mein unbefriedigtes Bedürfnis nach Autonomie (Synonyme: Selbstbestimmung, Unabhängigkeit, Entscheidungsfreiheit) hervorgerufen. Ich möchte nicht, dass man mir unter Androhung von Gewalt (Besteuerung, Rundfunkgebühren ab 2013 als haushaltsbezogene Pflichtabgabe auch für Nicht-Fernsehgucker wie mich) das Geld abnimmt, was ich ohne Anwendung von Gewalt verdient habe (Golfunterricht). Der letzte Satz ist natürlich keine Bedürfnisbeschreibung, sondern noch mal eine Beobachtung, um mein unbefriedigtes Bedürfnis zu erklären.

Die Bitte:
Meine Bitte richtet sich nicht nur an Seehofer und Sauer, sondern auch an alle Leser: Bitte überdenkt noch einmal, ob es eine gute Idee ist, einigen Menschen per Wahl die Macht zu verleihen, über alle anderen Menschen zu bestimmen. Prüft auch noch einmal für euch, ob es überhaupt Menschen geben kann, die so schlau, so weise, so reif und so weitsichtig seien können, um bestimmen zu können, wie andere zu leben haben. Bitte sagt mir gerne, wie es euch damit geht.


Zuletzt bearbeitet: 09.02.11 10:21 von Administrator


Hallo Oliver,

ich versuche es auch einmal, obwohl ich von gewaltfreier Kommunikation nicht wirklich Ahnung habe.

Die Beobachtungen gleichen sich.

Gefühle: Fassungslosigkeit (ist das ein Gefühl?), Wut auf Seehofer, Wut auf mich selbst, Traurigkeit.

Fassungslosigkeit:
Ich bin sehr ambivalent, wenn es um Politiker geht. Einerseits glaube ich an das Gute im Menschen und hoffe, dass sie eigentlich nur das Beste wollen und nur nicht schlau genug sind, andererseits halte ich sie alle für intelligente Verbrecher, die alle einen großen Plan verfolgen. Wenn ich dann so etwas sehe, frage ich mich nicht mehr, welchen Plan Seehofer verfolgt, um uns alle zu knechten, sondern nur noch, wer ihm morgens die Schuhe zu bindet.

Wut auf Seehofer: Ich frage mich wie er sich selber im Spiegel ansehen kann, ohne sich vor Scham in Luft aufzulösen. Dabei geht es nicht um die Tatsache, dass er die Zahl nicht aussprechen kann, sondern dass er sich für so kompetent hält, mit Gewalt über andere bestimmen zu wollen.

Wut auf mich: Ich bin wütend auf mich, da ich viel zu lange geglaubt habe, Menschen wie er wären so kompetent, dass sie uns zu recht regieren. Ich ärgere mich, weil ich selbst Mitglied einer Partei war und Leute wie ihn legitimiert habe, durch Gewalt über mich und andere zu bestimmen.

Traurigkeit: Es macht mich sehr traurig, da ich weiß, wie viele Menschen in Seehofer immer noch den weisen Mann sehen, der weiß, was für Deutschland und uns Menschen gut ist, und der schon alles zum Guten wenden wird. Die Traurigkeit kommt wohl aus der scheinbaren Hoffnungslosigkeit der Situation.

Gruß
Hauke




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Das Verschuldungsgrenzen-Theater ist vorbei und das Inflations-Szenario wird gegenüber dem Deflations-Szenario immer wahrscheinlicher, eigentlich fast sicher. Wer den Goldpreis jetzt immer noch für zu hoch hält, der mache sich einfach mal eine Notiz mit Preis und Datum (1.8.11, $1613) und schaue sich die Notiz in einem, zwei und drei Jahren noch einmal an.

http://inflation.us/blog/2011/08/important-debt-ceiling-update/

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