Seiten: 1 2 3 ... Ende Zurück zur Übersicht
Autor
Thema: Sozialismus


Es ist Sozialismus. Manche sprechen lieber von einem Sozialstaat, von sozialer Marktwirtschaft und von sozialer Gerechtigkeit. Das klingt wärmer, menschlicher, aber das sind alles Beschönigungen, um nicht sagen zu müssen wie es ist: Wir leben im Sozialismus. Diese Staatsform ist leider keine Form der manifestierten Menschenliebe, wie dessen Anhänger meinen. Deren treibende Kräfte sind sicher überwiegend Wohlwollen und Großzügigkeit, aber die edlen Absichten garantieren keinesfalls edle Wirkungen.

Der Sozialist ist davon überzeugt, dass genau die mitmenschliche Gesinnung, die ihn auszeichnet, den meisten anderen fehlt. Andernfalls ließe es sich nicht erklären, dass er dafür plädiert, alle Mitglieder der Gesellschaft so weit zu enteignen, dass diese sich nicht wehren können gegen die Auswahl und die Menge karitativen Engagements, das dem Sozialisten angemessen erscheint. Der Sozialist glaubt nicht, dass der Mensch das Recht hat, nur seiner selbst willen zu leben. Aus sozialistischer Sicht gehören das Leben und die Früchte seiner Arbeit nicht ausschließlich dem Einzelnen, sondern zum Teil der Gesellschaft.

Im Sozialisten macht sich auch kein Zweifel breit, dass die initiierende Gewalt einer Mehrheit oder eines Staates unvereinbar ist mit jeglicher Moral oder der Ethik. Dabei spielt es weder eine Rolle, dass demokratischer und diktatorischer Sozialismus sich in der Härte der Gewalt unterscheiden, noch dass die eine Form des Sozialismus durch Wahlen herbeigeführt wird und die andere nicht. Initiierende Gewalt ist initiierende Gewalt und Sozialismus ist Sozialismus, egal ob er braun, rot, schwarz, grün oder gelb daherkommt. Ein Sklavenhalter befindet sich auch nicht auf moralischem sicherem Terrain, wenn er seine Sklaven nur dreimal wöchentlich schlägt und sie das Material des Schlagstockes wählen lässt.

Dazu eine gute Rede von John Ridpath:


Direktlink: http://de.youtube.com/watch?v=pFC5OYU4Lyo


Zuletzt bearbeitet: 01.02.09 20:47 von Administrator
Werbung


So witzig der Pispers manchmal auch ist, …


Direktlink: http://de.youtube.com/watch?v=ko5CCSomDMY

… so beängstigend finde ich es, wenn er die Mitternachtsspitzen für eine SED-Wahlveranstaltung missbraucht und keiner buh ruft.


Direktlink: http://de.youtube.com/watch?v=oqvsoze7w8g



Hier eine ganz gute Vermutung darüber, wer unser neuer Führer werden könnte, wenn die Wirtschaftskrise ihre brutale Fratze zeigt:

http://www.ef-magazin.de/2008/07/26/464-radikale-studenten-1933-1968-heute




Walter Ulbricht gehört zweifellos zu den Persönlichkeiten, die den Verlauf der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert über drei Jahrzehnte - von den vierziger bis zu den sechziger Jahren - maßgeblich, ja entscheidend mit geprägt und auf den Gang der allgemeinen Geschichte der neuesten zeit eingewirkt haben und zwar im Sinne des Friedens, der antiimperialistischen Solidarität und der Schaffung des Beispiels einer sozialistischen Gesellschaft auf deutschem Boden. Alle wichtigen Ereignisse, und zwar nicht nur Defizite und Schwierigkeiten, sondern vor allem große Fortschritte und beeindruckende Errungenschaften im Leben der DDR, sind auf das Engste mit dem Wirken Ulbrichts verbunden.

Person und Werk Walter Ulbrichts gegen alle dem “Zeitgeist” hörigen Entstellungen sachlich und ausgewogen zu würdigen, sollte uns künftig mehr als bisher ein wichtiges Anliegen sein.

Solche Sachen veröffentlicht die Linkspartei, also die Partei, die bald mit den anderen bekennenden Sozialisten (SPD und Grüne) die Mehrheit im Bundestag stellen wird, im Internet:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,572774,00.html



Der DGB, der Mindestlohn und die Meinungsfreiheit:
Dr. Chaos: > Gesicht zeigen
Es geht hierum: > Keine Liebesgrüße aus Berlin: DGB-Bundesvorstand bedroht mich


Zuletzt bearbeitet: 21.08.08 23:50 von Administrator


Oliver_Heuler_p:
Der DGB, der Mindestlohn und die Meinungsfreiheit:


Ludwig_von_Mises:
Wenn nun aber die Regierung durch ein Gesetz Mindestlöhne festsetzt, die über dem Niveau des statischen oder des natürlichen Lohnes liegen, dann müssen die Unternehmer finden, daß sie eine Anzahl von Geschäften, die bei dem niedrigen Stand der Löhne noch rentabel waren, nu nicht mehr mit Erfolg durchzuführen in der Lage sind. Sie werden also die Produktion einschränken und die Arbeiter entlassen. Die Folge einer künstlich, d. h. von außen her auf den Markt kommenden Lohnerhöhung, ist daher Vermehrung der Arbeitslosigkeit.

Nun wird wohl heute im allgemeinen nicht in größerem Umfang versucht, ein Mindestmaß der Löhne durch Gesetze festzulegen. Doch die Machtstellung, die die Gewerkschaften einnehmen, hat es ihnen ermöglicht, solche Mindestlöhne festzulegen. ... So wird der durch die Gewerkschaft erzwungene höhere Lohn zur Ursache der Arbeitslosigkeit.

aus: Liberalismus, Verlag von Gustav Fischer Jena, 1927, S. 72/73




Ein 3-minütiges Interview mit Lafontaine, in dem klar wird, was wir von ihm zu erwarten haben, wenn er bald an die Macht kommt:
http://www.capital.de/politik/100014486.html



In der NY-Times vom 23. September gab es diese Karrikatur (via BfRP). Und hier das zugehörige Ermächtigungsgesetz.


Zuletzt bearbeitet: 28.09.08 14:51 von Administrator


Die USA bauen jetzt eine Mauer analog zu dem »antifaschistischen Schutzwall« der DDR. Es ist allerdings eine moderne Version. Man braucht dazu nicht einen Stein. Der Trick heißt Wegzugssteuer. Wir hatten das übrigens auch schon mal. Das hieß damals Reichsfluchtsteuer. Ich bin gespannt, wann wir die auch bei uns wieder bekommen.

mehr dazu …



Stefan Blankertz:

In den letzten Wochen der Finanzkrise kann auch der Mechanismus beobachtet werden beobachtet, mit welchem die Interessen der Herrschenden in die herrschenden Interessen übersetzt werden. Die Probleme, die der Staat durch Interventionen geschaffen hat, soll genau dieser Staat lösen. Wer sonst? Es gibt keine andere Instanz mehr, da der Staat alle Problemlösungskompetenz schon lange okkupiert hat. Es mangelt nicht an der Information, dass es der Staat selbst war, der die Probleme geschaffen hat: Diese Information ist für die öffentlichen Forderungen nach Hilfe irrelevant. Ob kleiner Mann oder großer Fisch: Alle schnappen nach staatlicher Unterstützung. Sie tun es aus Eigeninteresse. Adam Smiths unsichtbare Hand ist staatlich vereinnahmt. Darüber hinaus: Die Staatsvertreter, klug geworden aus vorangegangenen Krisen, bremsen mitunter sogar den Impuls zum Totaletatismus. Insofern erscheinen Staatsvertreter als Liberale, die das etatistisch gesinnte Volk daran hindern müssen, noch mehr Staat durchzusetzen.

Das nenne ich eine neue Qualität des Spätetatismus: Der Staat wird unverbrüchlicher als Freund und Helfer angesehen, als er nach eigenem Verständnis leisten kann. Die Herrschenden brauchen sich vorerst nicht über eine libertäre antietatistische Opposition Sorgen zu machen.

> Quelle

Warum schreibt Blankertz eigentlich so selten so verständlich? Ich weiß, dass er meist ganz schlaue Dinge zu sagen hat, aber in der Regel steige ich nach drei Sätzen aus, weil ich einfach nicht folgen kann.



Schon wieder etwas sehr verständliches von Blankertz (der muss in der Zwischenzeit Wolf Schneider gelesen haben):

Aus gegebenem Anlass ein Versuch, das Grundsätzliche ins Gedächtnis zu rufen und didaktisch kurz darzustellen. Wenn ich etwas verleihe und dafür ggf. Gebühren (Zinsen) bekomme, habe ich es (Gegenstände oder Geld) in der Verleihzeit nicht zur Verfügung: Für diesen Verzicht erhebe ich die Gebühr. Bei Banken ist das seit gut 100 Jahren anders. Sie können verleihen, was sie nicht haben: Das ist die Geldschöpfung oder Kreditexpansion. Sie können “Geld schöpfen”, weil sie dafür staatliche Protektion haben. Auf dem Markt kann sich ein solches System nicht etablieren. Dieses Bankensystem hat sich wie das Papiergeld und das Zentralbankwesen im Zusammenhang mit Kriegsfinanzierung entwickelt. Die Auswirkung entspricht der einfachen Geldvermehrung durch Druck von Noten, wobei nur die Privatherstellung “Falschgeld” genannt wird. Derjenige, der Falschgeld in Umlauf bringt, erschwindelt sich im Tausch Sachwerte. Staaten kaufen mit Falschgeld gern Waffen. Banken kaufen sich Firmen.

Je mehr Falschgeld in Umlauf kommt (vulgo Inflation), um so mehr klagen Unternehmen und Privathaushalte über “Geldknappheit”, weil sie für ihr Geld weniger Sachwerte erhalten. Denn die wurden schon vom Falschmünzer abgeschöpft. Der Druck auf den Staat, weiteres Geld zur Verfügung zu stellen (via Notenpresse oder Kreditexpansion) wächst. Hier wieder das Phänomen, dass das etatistische Sytem es vermag, die Bevölkerung dahin zu bekommen, eine verstärkte Intervention zu fordern. Es entsteht eine Hyperinflation. Wenn eine solche mit all den bekannten Folgen vermieden werden soll, muss der Staat gegensteuern und eine Rezession in Kauf nehmen. Rezession ist, wie Hayek sagte, das Fieber der Gesundung. Aber schmerzhaft. J.M. Keynes hat die Ideologie einer kontrollierten Inflation geschaffen, indem er behauptete, die (kontrollierte) Inflation sei ökonomisch sinnvoll: Sie kurbele die Wirtschaft an. Diese Argumentation basiert auf der Geldillusion, nach der Geld Kapital sei. In Wirklichkeit entsteht nur die Illusion eines wirtschaftlichen Aufschwungs: Die Nachfrage steigt. Dadurch verändert sich die Kapitalstruktur: Die Wertschöpfungskette wird flacher. Am Ende wird nichts mehr produziert, sondern nur noch verkauft. Die Wirtschaftstätigkeit verebayt.

Die von Hayek, Mises und Rothbard formulierte Konjunkturtheorie steht allen rechten und linken Zinzknechtschaftsvorstellungen entgegen. Nicht die hohen, sondern die niedrigen Zinsen sind das Problem. Nicht Geldmangel, sondern Falschgeldumlauf ist die Ursache der Krise. Währungsmonopol und Bankenprivilegien sind nicht Ausdruck des Kapitalismus, sondern des Etatismus: Sie zerstören den Kapitalismus und sind mit dem Markt inkompatibel. Mit der jetzigen Krise bezahlen wir die Afghanistan- und Irakkriege in der gleichen Weise, wie die Stagflation der zweiten Hälfte der 1970er Jahre die Kosten des Vietnamkrieges beglich.
> Quelle




Zippert:
Die Rote Liste wird jedes Jahr länger, und das heißt, es sind immer mehr Arten vom Aussterben bedroht. Aktuell listet die Weltnaturschutzunion ein Viertel aller Säugetierarten als gefährdet auf. Der Pandabär guckt wahrscheinlich gar nicht mehr auf die Liste, er kennt das seit Jahren, ist aber sowohl zum Fortpflanzen als auch zum Aussterben zu faul.

Viele Mitbürger aus der Säugetierfamilie fragen sich besorgt, ob sie wohl auch schon auf der Roten Liste stehen, und es lohnt sich durchaus mal nachzugucken. Besonders gefährdet ist momentan der Fondsparer, ein bis vor kurzem noch putzmunteres Kerlchen, dessen Biotop aber komplett zerstört wurde. Ähnlich sieht es auch beim Investmentbanker aus, dessen Position am Ende der Nahrungskette ihn besonders anfällig macht. Ebenfalls akut vom Aussterben bedroht sind der Briefeschreiber, der Diafilmvorführer, der Briefmarkensammler, der Offroadautomobilbesitzer, der Festnetztelefonierer, der Radrennfahrer und der Zeitungsleser. Dagegen konnte der stark bedrohte Kommunist erfolgreich wieder nachgezüchtet werden. Im Osten bevölkert er sogar Einkaufszonen und Stadtparlamente.

> Quelle



Am Donnerstag hielt Außenminister Steinmeier in der Nikolaikirche zu Leipzig eine Rede zur Demokratie. Die Nikolaikirche war 1989 das Zentrum des Widerstandes gegen die sozialistische Diktatur. Von dort wurde die Montagsdemonstration des 9. Oktober organisiert, an der 70.000 mutige DDR-Bürger teilnahmen. Steinmeier erklärte hier seine interessante Definition von Freiheit und Marco Kanne seziert das Ganze auf brillante Art:

> Frank-Walter Steinmeier in Leipzig: Staatliche Gewalt ist Freiheit … oder so




Schön erklärt: Der Unterschied zwischen Kapitalismus und Sozialismus anhand eines Eintopfes.



Bis auf den letzten Absatz war eine Schwäche des Marx'schen Wirtschaftsmodells gut erklärt. Der letzte Absatz lautet aber:

Um es ganz vereinfacht zu sagen: der Unterschied zwischen Kapitalismus und Sozialismus besteht darin, daß im Kapitalismus der Verbraucher oder Konsument das Maß aller Dinge ist, während im Sozialismus die Arbeit und damit die Produktion zur bestimmenden Größe wird.

Das ist meines Erachtens eine unzulässige Vereinfachung. Nähmen wir das wörtlich, so müsste im Kapitalismus der Staat den Konsum anregen (Keynes / Lafontaine), indem er den Verbrauchern viel Geld in die Tasche steckte. Im Sozialismus hingegen müsste ein Arbeitsloser verhungern, da er ja keine Werte schaffte.

Viele Menschen sind leider nicht intelligent genug ein Modell von der Wirklichkeit zu unterscheiden. Mit einem Modell kann man bestimmte Phänomene isoliert untersuchen und erklären, aber es käme doch niemand auf die Idee mit einem Ebenenbrett tatsächlich auf den Golfplatz zu gehen.

Der Unterschied zwischen Kapitalismus und Sozialismus ist kein prinzipieller. Beide Wertesysteme unterscheiden sich nur im Grad und in der Art der Umverteilung der erwirtschafteten Werte innerhalb der jeweiligen Gesellschaft. Der Sozialist ruiniert die Menschen, der Kapitalist den Planeten.

Ulrich

Werbung
Seiten: 1 2 3 ... Ende Zurück zur Übersicht


>Perfekte Rundenanalysen von Jörg Sobetzki