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Thema: Europa


In ihre Internetseite hat die Abgeordnete des Europaparlaments, Hiltrud Breyer viel Liebe gesteckt. Auf einer Seite findet sich u.a. dieser Text:

Video: Hinter den Kulissen des Europaparlaments in Straßburg
Wie arbeitet eigentlich das Europäische Parlament? Welche Entscheidungsbefugnisse hat es? Und wie sieht der Alltag einer Abgeordneten aus? Sebastian Lindemans öffnet in seiner Reportage für alle Interessierten die Türen des Europäischen Parlaments in Straßburg und gewährt spannende Einblicke in den Parlamentsalltag. Am Beispiel der Abstimmung über die Pestizidzulassung wird Europa für die Bürgerinnen und Bürger greifbar.

Ich konnte das Video leider nicht öffnen (einen IE habe ich nicht), aber ich habe eine schöne Alternative, die auch spannende Einblicke in den Parlamentsalltag gewährt. Schon morgens um 7 sind die Abgeordneten tätig, so auch Hiltrud Breyer:



Direktlink: http://de.youtube.com/watch?v=8iLMHYP3Gfk

Diese Art der Berichterstattung über ihre Arbeit findet Hiltrud Breyer jedoch »unverschämt und nicht zu fassen«, wie sie im Fahrstuhl sagt.



Auf Abgeordnetenwatch, wo Hiltrud Breyer gerne mit Rat und Tat zur Verfügung steht, gibt es jetzt zwei interessante Anfragen von Greg Berdet und Jonas Heinz:

Guten Tag Frau Breyer,

bei Youtube gibt es eine Reportage von RTL Punkt12 über Spesenmissbrauch im EU Parlament. In diesem Video ist auch die Rede von Ihnen.

Meine Frage:

Bei wie viel parlamentarischen Sitzungen waren Sie tatsächlich im vollen Umfang anwesend?

Wie oft haben Sie sich ungerechtfertigt in die Anwesentheitsliste eingetragen?

Sofern es zum Spesenmissbrauch von ihrer Seite gekommen ist, werden Sie daraus Konsequenzen ziehen und das zuviel erhaltene Geld zurück zahlen und von ihrem politischen Amt zurücktreten?

Werden Sie sich für eine Modernisierung das anwesenheitsabrechnungsmodels einsetzen, z.B. in Form von RFID Implantaten wo auf die Sekunde genau aufgezeigt werden kann, welcher Abgeordnete wann das Parlament betritt und verlässt und diese Liste öffentlich für alle im Internet einsehbar ist?

Was halten Sie von drakonischen Strafen bei offensichtlichen Spesenmissbrauch?

Mit besten Grüßen
Greg Berdet


Sehr geehrte Frau Breyer,

in der folgenden RTL-Reportage über die Bezüge von EU-Parlamentariern www.youtube.com werden sie bei 3:40 neben diversen anderen Mitgliedern des Europäischen Parlamentes gezeigt, wie sie Freitag morgens um 7 Uhr vor dem Büro mit den Anwesenheitslisten erscheinen.

Insbesondere durch ihre Reaktion auf die Kameraleute und die gepackten Koffer entsteht der Eindruck, dass sie beabsichtigten, sich in die Anwesenheitslisten einzutragen, um danach abzureisen.

Dazu habe ich folgende Fragen:

1. Ist die in der Reportage geäußerte Interpretation ihres Verhaltens zutreffend? Wenn nicht, welche andere Erklärung gibt es dafür?

2. Wie ist das Verhalten der anderen gezeigten EU-Parlamentarier ihrer Meinung nach zu bewerten?

3. Wie bewerten sie die Entfernung des Kamerateams durch den Sicherheitsdienst des EU-Parlamentes, trotz der vorliegenden Drehgenehmigung?

4. Ist das in diesem Video gezeigte Verhalten von ihnen und den anderen Parlamentariern geeignet um das anscheinend angekratzte Vertrauen der Bürger in europäische Institutionen, wie es kürzlich bei der Volksabstimmung in Irland über den Vertrag von Lissabon zutage trat, zu verbessern?

Ich freue mich auf ihre Antworten und verbleibe mit freundlichen Grüßen,
Jonas Heinz


Man kann sich auf Abgeordnetenwatch eintragen und um Benachrichtigung bitten, sobald eine Antwort von Hiltrud Breyer eingeht. Dabei erhöht sich die dort angezeigte Zahl der Wartenden und damit der Druck auf Hiltrud Breyer. Ich bin wirklich gespannt, was für eine Erklärung da kommen wird. Nicht einer der Abgeordneten in dem RTL-Beitrag hatte ja eine gute Erklärung parat und alle fühlten sich sichtlich unwohl und ertappt. Dieser Film könnte in Deutschland die so wichtige Politikverdrossenheit, die Demokratiemüdigkeit und den EU-Argwohn erhöhen. Die mündigen Bürger unter den Golfforumslesern nutzen daher die Weiterempfehlungsfunktion oder einfach folgenden Link, um diesen Artikel an ihre Freunde zu schicken:

http://tinyurl.com/6jl8pt

Wir sind auf dem richtigen Weg. Bald wird er zu Ende sein.


Zuletzt bearbeitet: 12.10.11 19:09 von Administrator
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Das ist Hiltrud Breyers Antwort in ihrem Gästebuch:

Ich war im Europaparlament auf dem Weg zu einer Besprechung und hatte zudem gerade einen Trauerfall in der Familie.

Das Kamerateam, das sich mir weder mit Namen noch dem Grund ihres Interviews zu erkennen gegeben hat, hat sich mir mit ihrer sehr stark blendenden Kamera in rücksichtsloser Paparazzi-Manier in den Weg gestellt.

Selbstverständlich gebe ich gerne Interviews und Auskunft, wenn nicht rechtswidrig vorgegangen wird. Zudem behalte ich mir das Recht vor, mich gegen Nötigungen zu wehren.




Hiltrud_Breyer_eu:
Ich war im Europaparlament auf dem Weg zu einer Besprechung und hatte zudem gerade einen Trauerfall in der Familie.

Diese Gen-Mutation muss wohl mit der Brüsseler Luft zusammenhängen:
Jedesmal, wenn die EU-Abgeordneten auf dem Weg zu einer Besprechung sind und zusätzlich noch einen Trauerfall in der Familie haben, reagieren diese armen Menschen beim Anblick einer Kamera wie ertappte Sünder.

Ich finde, dass schon alleine diese Beeinträchtigung der Gesundheit das Salär rechtfertigt.





Die Antwort von Frau Breyer ist so unglaublich lächerlich und unglaubwürdig.

Jemand der einen Trauerfall in der Familie hat reagiert sicher vielseitig, aber panische Flucht gehört sicher nicht dazu.

Hätte sie tatsächlich einen Trauerfal wäre sie vielleichtl sauer, ungehalten, kamerascheu, genervt, gereizt, traurig, enttäuscht oder was weiß ich.
Vielleicht attackiert sie das Team verbal, weil sie eigentlich nur in Ruhe trauern möchte, oder gibt irgendeinen Hinweis auf ihre Situation.

Wegrennen jedoch mit gepackten Koffern und die Hand vors Gesicht haltend macht das einen ganz ganz schlechten Eindruck.

Die anderen Damen und Herren hatten sicher auch einen Trauerfall.

MfG



Das Statistische Bundesamt hat erstmals die Durchschnittseinkommen von 171 Berufen in Deutschland aufgelistet, basierend auf eigenen Erhebungen und denen der Sozialversicherung. Danach verpufft die Behauptung von der wachsenden Ungleichverteilung und den explodierenden Managergehältern im Nirvana. Ein Geschäftsführer eines Unternehmens bekommt demnach im Durchschnitt inkl. Sonderzahlungen nicht einmal 100.000 €. Von wegen Millionenverdiener. Das ist etwas mehr als die Hälfte von dem was deutsche Bundestagsabgeordnete an Diäten, Kostenpauschalen und geldwerten Leistungen erhalten.

weiterlesen …




Sollte es in diesem Forum noch irgend einen Leser geben, der noch einen Funken Respekt vor Politikern hat, dann empfehle ich diese Lektüre:

> Schmarotzer sucht Neger

Und wem das immer noch nicht reicht, der lese hier weiter:

http://blog.fdog.org/2008/08/18/eine-flugbereitschaft-mus-ja-auch-fliegen/


Zuletzt bearbeitet: 18.08.08 22:17 von Administrator


Ich finde es ja toll, dass Oliver sich immer solche Mühe macht diese "ehrenwerten Politiker" bloßzustellen, doch man kann es auch abkürzen.
Meine Großmutter( im III.Reich erwachsen geworden und lange Zeit in der ehem. DDR gelebt), angesprochen auf die Unterschiede der beiden Systeme, sagte immer: "Der Trog ist immer der gleiche, nur die Säue wechseln".

Drastisch formuliert, doch Recht hatte die alte Dame und sie wird auch immer Recht behalten.
In diesem Zusammenhang las ich im "Stern" einen Artikel, der von einem neuen Spielquartet handelt, als Kind spielte ich mit den Kumpels immer solche Kartenspiele. Schlägt Porsche den Ferrari, ist der Jaguar E nicht doch besser?

Jedenfalls handelt dieses Spielquartet von den größten Verbrechern der Menschheitsgeschichte, mit den Sparten:
Wieviel Kriege
Wieviel Opfer
Wieviel Geld
usw.

Auf einer Karte war dann auch Mao (Hitler, Stalin usw. fehlten selbstverständlich nicht)abgebildet, neben den genannten Toten, faszinierte mich sein Geld und schau her, 80 Mio. US$ Privatvermögen.

Irgendwas habe ich in meinem Leben falsch gemacht, hätte man auch zur KP wechseln sollen :-)
Gruß
Peter





Es besteht Hoffnung, dass wir nicht mehr lange unter der EU leiden müssen, meint Nigel Farage.



Direktlink: http://www.youtube.com/watch?v=zjVH3JcTVRw



Wie Marco Kanne herausfand, ließ Frau Breyer ein paar Youtube-Videos mit dem Bericht über sie sperren (meines oben geht auch nicht mehr):
http://opponent.de/index.php?entry=entry090304-151245

Hier wieder eine funktionierende Version:


http://www.youtube.com/watch?v=9jzdOyLNGe4



Jetzt geht Hiltrud Breyer gegen Bloggerkollegen Marco Kanne vor:
http://opponent.de/index.php?entry=entry090419-155527
Ich bin schon auf den Brief der von ihr beauftragten Kanzlei gespannt. Das Ganze macht mir Angst. Nicht, dass ich Angst hätte, auch Post von den Schertz-Anwälten zu bekommen, sondern es macht mir Angst, wie Politiker unter Druck reagieren. Der Druck, den Hiltrud Breyer nach der RTL-Sendung erfahren durfte, ist ja nur ein milder Vorgeschmack von dem Druck, der kommen wird, wenn die Masse erwacht und nicht mehr mit Brot und Spielen zu besänftigen ist, weil es kein Spielgeld mehr gibt, mit dem man Brot und Spiele kaufen kann.


Zuletzt bearbeitet: 21.04.09 21:46 von Administrator


Nigel Farage sorgt mal wieder für Aufsehen, weil er die Wahrheit sagt. Das gehört sich nicht in der EU.



Direktlink: http://de.youtube.com/watch?v=0vBqyG6qYXE



Ein neuer EU-Politiker:



http://de.youtube.com/watch?v=OXPPu418C78

Ich glaube bei diesem Video kann keiner wirklich lachen. Ich zumindest habe mich immer wieder in Oettinger hineinversetzt: Wie sehr muss er gelitten haben? Sicher hat er noch nie eine Rede auf Englisch gehalten. Er wird auch diese nicht vorher geübt haben. Andernfalls wäre ihm aufgefallen, dass er das gar nicht versuchen darf. Oettinger wird in einen Schock geraten sein, wissend, dass er da jetzt durch muss und sich nichts anmerken lassen darf. Langes Nachdenken ging auch nicht, denn er hatte ja noch so viele Wörter auf seinem Blatt, die er nicht kannte.

In der Schule ging es mir ähnlich, wenn ich in der Klasse einen Text vorlesen musste. Bei allem Schmerz kann man der Sache, zumindest bei Erwachsenen, auch etwas Positives abgewinnen. Solche Erlebnisse können ganz heilsam sein: Sie machen einen bescheiden.
Als Kind habe ich mich jedoch immer gefragt, warum die Lehrer Kinder so behandeln: Könnten sie nicht nur Schüler drannehmen, die sich freiwillig melden? Fehlt den Lehrern die Empathie, um zu erkennen, wie furchtbar hilflos sich Kinder fühlen, wenn ein anderer Mensch Macht über sie hat? Oettinger hatte ja wenigstens ein gnädiges Publikum. Die haben nicht gelacht und nachher sogar brav applaudiert. Es gab auch keinen Lehrer, der ihn anschließend ermahnt hat. Keinen, der ihm implizit oder explizit gesagt hat, dass er sich die Blamage selbst zuzuschreiben hat: Wenn er immer brav gelernt und geübt hätte, wäre ihm die Blamage schließlich erspart geblieben. Nach so einem traumatischen Erlebnis braucht ein Kind Einfühlung und nicht den moralisch-didaktischen Zeigefinger.

Ich hoffe also, dass Oettinger bei seiner Familie den Halt findet, den er brauchen wird, wenn er in den nächsten Tagen und Wochen bedauerlicherweise zum Gespött des Internets wird. Dann kann er sich auch ein paar grundsätzliche Gedanken machen. In Baden-Württemberg werden unter seiner Regie Kinder und deren Eltern verfolgt, wenn sie nicht zur Schule gehen (Beispiel). Initiierende Gewalt (einer übt unprovoziert Macht über andere aus) ist ethisch nicht zu rechtfertigen. Mir ist klar, dass die meisten Politiker — und auch Oettinger — die besten Absichten haben, aber Politik ist Gewalt. Und Gewalt löst weder Probleme, noch wird sie in irgendeiner Form das Leben der Menschen bereichern. Liebe Politiker, helft lieber privat Menschen, die euch um Hilfe bitten.

Nachtrag: Als ich den Beitrag geschrieben habe, war der Aufrufzähler des Videos bei 2000. Nach einem Tag lag er bereits bei über einer halben Million.


Zuletzt bearbeitet: 27.01.10 09:19 von Administrator






Heuler: Wie sehr muss [Oettinger] gelitten haben? Sicher hat er noch nie eine Rede auf Englisch gehalten. Er wird auch diese nicht vorher geübt haben. Andernfalls wäre ihm aufgefallen, dass er das gar nicht versuchen darf.


Mitleid mit Oettinger? Süß, Oliver. Aber spar Dir Dein Mitleid bitte auf - oder ich habe hier Deine Ironie übersehen?

Mitleid kann man mit den armen Kerlen und Mädels haben, denen bei DSDS Dieter Bohlen zu Recht klar und deutlich sagt, dass sie weder singen können noch das Aussehen haben, damit der Markt der Musikkäufer der Gesang nicht stört.
Bei denen frage ich mich immer: Haben die keine Eltern, haben die keine Freunde? Denn die müssten die doch eigentlich mit körperlicher Gewalt vor dieser Demütigung abhalten. Aber wahrscheinlich, machen sie das heimlich und möchten ihr Umfeld überraschen. Arme Leute!

Aber Oettinger, der Englisch vom Fließbandarbeiter verlangt, zeigt einfach nur das übliche Verhalten von "Spitzenleuten": Ich kann alles. Ich kann auch bei allem "mitschwätzen", auch wenn ich keine Ahnung habe.

Und angesichts dieses Verhaltens empfinde ich kein Mitleid, es nervt mich einfach zutiefst. Denn diese Menschen, ob Politiker oder Manager, entscheiden leider über viele Bereiche unseres Lebens mit und liefern eben auch entsprechende Ergebnisse.

Gruß Sven





Hallo,

ganz schreckliche Zustände in Griechenland.

Bin mal gespannt, wann die EU sich ein Beispiel nimmt und es in ganz Europa einführt:

Griechenland: Alle Bargeschäfte über 1.500 € werden verboten

http://www.goldseiten.de/content/diverses/artikel.php?storyid=12788

Gruß
Hauke


Zuletzt bearbeitet: 16.02.10 16:58 von Administrator
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>Perfekte Rundenanalysen von Jörg Sobetzki