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Thema: Wirtschaft


Sie ist Vizepräsidentin des Bundestag und schreibt das:
> Kultur des Weniger

Schließlich gilt die einfache Wahrheit, dass nicht alle mehr haben können als alle anderen. Eines ist klar: Die Kultur des Weniger soll kein Projekt von Wenigen bleiben und das gute Leben nicht nur Gutverdienenden vorbehalten sein.

Ich verstehe das nicht. Kann mir einer helfen? Hat Katrin Göring-Eckardt Angst, dass es einen Streit darüber gibt, wer sein Leben mehr einschränken darf?


Zuletzt bearbeitet: 24.06.11 12:10 von Administrator
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Der erste Satz ist wahr, sonst wäre es paradox. Die zweite Aussage kann nur totale Gleichmacherei bedeuten. Nur wenn alle gleich viel haben, haben nicht nur wenige Menschen wenig und viele Menschen viel. Oder?



> Beunruhigendes aus den Nachrichten



Super Interview mit Ökonom und Assistenzprofessor Philipp Bagus:
> Die Tragödie des Euro





Jetzt erst entdeckt. Koch-Mehring schätzt Steuern.





Und solche Leute dürfen über unser Leben entscheiden!

Wo ist mein Beißring, wo mein Stressball?


Zuletzt bearbeitet: 31.08.11 16:54 von Administrator


> Wie Anleger schleichend enteignet werden





Das ist nur eine halbe Billion (nicht etwa das Vorschaubild, sondern das letzte im Video). Wir haben das Vierfache an expliziter Staatsschuld. Und das 15-fache an impliziter Staatsschulden, also inklusive Pensions- und Rentenansprüchen.



Dem kann ich dieses Bild entgegenhalten, das ich letztes Jahr von der Akropolis aus aufgenommen habe:

Man kann von dort das Meer sehen und die Berge, aber in keiner Himmelsrichtung kann man ein Ende der Stadt sehen. Das hat mich sehr beeindruckt, vor allem weil Athen Mitte des 19. Jahrhunderts lediglich 4000 Einwohner hatte. Man konnte also von Piräus unbemerkt auf die Akropolis klettern.
Insofern sind nicht nur die Schulden sondern auch die Assets der Griechen so groß, dass sie sich einer plakativen Darstellung entziehen. Was bleibt ist der Fakt, dass die Pro-Kopf-(Staats-)verschuldung $45000 beträgt, also ein vielfaches eines durchschnittlichen Jahresverdienst, und deshalb nicht mit einer vollständigen Rückzahlung zu rechnen ist.



> Wie Schäuble beim Euro die Deutschen verschaukelt







Fondmanager Carmignac will das komplette Instrumentarium der Geldpolitik loslassen (d.h. die Druckerpresse):
-> Zusammenfassung im Handelsblatt
Inflation oder Deflation? Die Beantwortung der Frage rückt näher.
Meinungen?



Markt oder Befehl, das ist die Frage:

http://ef-magazin.de/2011/10/18/3230-politiker-und-banker-die-simulanten







David Harvey ist bekennender Marxist, wie man hier unschwer erkennen kann. Ein paar meiner Gedanken zu seinem Vortrag:

Glaubt er wirklich, wir hätten zuviel Hayek und brauchen mehr Keynes? Wir praktizieren doch seit den späten 60ern alle und überall Keynsianismus: Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder, Merkel, Nixon, Ford, Carter, Reagan, Bush, Clinton, George Dabbelju, Obama, alles bekennende Keynsianer, bis auf Reagan vielleicht, der hat vom Markt geredet und trotzdem den Staat aufgebläht (siehe unten).

http://en.wikipedia.org/wiki/We_are_all_Keynesians_now

Ich gebe Harvey Recht, dass die staatlich geförderten Immobilien ein Problem in den USA waren.

Zum Thema Reagan verweise ich auf Marco Kanne:
http://marcokanne.de/1526/sonne-statt-reagan/

Warum steigen die Löhne nicht? Weil der Staat immer mehr verbraucht und das Geld immer wertloser wird. Das kostet vor allem den kleinen Mann den meisten Wohlstand.

Und warum machen die Leute immer mehr Schulden? Weil die Zinsen künstlich niedrig sind und wegen der Inflation. Da ist Schuldenmachen schlauer, als wenn die Zinsen hoch währen und das Geld immer mehr wert würde.

Harvey sagt, der Kapitalismus verschiebe seine Probleme immer nur. Wenn der Staat die Aktienblase 2000 nicht platzen lassen will und deshalb massiv die Zinsen senkt und Hypotheken fördert, dann eine Immobilienblase entsteht und der Staat diese Blase wieder nicht platzen lässt, deshalb Fannie Mae und Freddie Mac verstaatlicht und bis auf eine alle anderen Banken rettet, dann kann man doch nicht von Kapitalismus reden.

Warum verdienen die Bankiers bekommen in unserem System immer mehr Geld? Weil der Staat ihnen das Teilreservesystem erlaubt. Wer Geld verleihen darf, das er gar nicht hat, wird natürlich immer reicher. Mit Kapitalismus hat das nichts zu tun. Da kann man nur das Geld verleihen, das man auch besitzt. Da muss man schon ein sehr cleverer Bankier sein, um Geld zu verdienen. Dieser clevere Bankier leistet der Welt dann aber auch einen Dienst, in dem er nämlich Unternehmern Geld leiht, die tatsächlich ein profitables Unternehmen führen können. Und was heißt das: ein profitables Unternehmen? Das ist eines, was den Menschen eine Dienstleistung anbietet, die die gerne kaufen.

Ich würde Harvey gerne fragen, wie er Kapitalismus definiert. Sicher nicht als freier Markt ohne Staats- also Gewaltinterventionen. Wenn er den Status Quo als Kapitalismus definiert, dann bin ich mit ihm einig, dass das nicht funktioniert. Sehen wir ja.

David Harvey sagt, er weiß nicht, was die Lösung ist. Es gibt nur zwei Richtungen: mehr Markt oder mehr Befehl, also mehr Freiwilligkeit oder mehr Gewalt. Wenn Harvey glaubt, der Markt sei das Problem, dann habe ich große Befürchtungen, dass er mehr Befehle will.


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