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Thema: 2. Weltwirtschaftskrise
Tags für dieses Thema: Politik Weltwirtschaftskrise


> Britain is facing "arguably the worst" economic downturn in 60 years which will be "more profound and long-lasting" than people had expected, Alistair Darling, the chancellor, tells the Guardian today

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Hier die wahre Ursache für die 2. WWK:





Gedanken zu Sendung »Absturz aus Gier, Verzocken Banker unseren Wohlstand«



Die jetzigen Gold- und Silberpreise könnten die letzte Gelegenheit sein, das eigene Vermögen in Sicherheit zu bringen:


Direktlink: http://www.youtube.com/watch?v=H-F89sIDDVI



Eine Frau hat bei Ebay ein Haus für $ 1,75 ersteigert. So viel zum Thema »Immoblien bieten Sicherheit«.

> Meldung dazu …



Die isländische Krone hat heute 35 Prozent an Wert gegenüber dem Euro verloren und es droht ein Staatsbankrott. Statt von seinen "Bruderländern" in der EU und NATO Hilfe zu bekommen, hat Island in diesen Zeiten der Finanzkrise eine schnelle Unterstützung von unerwarteter Seite erhalten. Russland greift Island mit einem Kredit über vier Milliarden Euro unter die Arme.
> weiterlesen




Zum Thema Regulierung der Märkte, bzw. "Deregulierung" und Vorteilsnahme hieraus.

Keating Economics, hier spricht ein Bankenkontrolleur über den „Maverick“ John McCain und seine zweifelhafte Rolle in einem Sparkassenskandal aus den 80ern (von der Obama Kampagne verbreitet):



Mir stellt sich schon seit langem die Frage ob die libertären Gedanken einiger nicht in Washington mißbraucht werden um anderen Geld aus der Tasche zu ziehen.

Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verbot von Kinderarbeit, Schulpflicht uswusv sind OK aber eine klare Regulierung und Steuerung der Märkte nicht? (Gebe zu das es dazu Politiker erfordert die die Märkte verstehen und sich nicht nur durch allgemeine Unwissenheit bei simpleren Dingen wie Tempolimits und Rauchverboten austoben).

Nun denn, was die nächste Weltwirtschaftskrise anbetrifft bin ich mittlerweile optimistischer, da global betrachtet, wesentlich mehr und breiter gestreute Liquidität vorhanden ist als vor 80 Jahren.

Wenn man sich die Nachrichten so ansieht, kann man denken daß die Banken kein Geld mehr geben, Investoren sich zurückhalten und sowieso alles paralysiert ist.

Wir haben mit Ausnahme August 2007 die beste Auftragslage in unserer Firmengeschichte und diese wird jeden Tag besser, nicht schlechter. Und unser Geschäft ist sehr mit den Finanzmarktproblemen verwunden, bzw. Konjunkturanfällig.

Die Amis sind nun endlich mit Ihren blöden Strukturierten Finanzierungen aus dem Markt, was wiederum die Renditen auf normales Niveau bringt, wegen der US Schulden gibt’s ein paar Jahre eine höhere Inflationsrate im Dollarraum - deren Problem. Die daraus resultierenden Wechselkursverschiebungen und Schwankungen führen dazu das wieder mehr in den USA Produziert wird und somit das Handelsbilanzdefizit reduziert wird, ein hoffentlich Schlauer Obama dies mit einer besseren Energiepolitik weiter reduziert und der Ami endlich lernt das sparen eine gute Sache ist.

Bezüglich des globale Liquiditaetsueberschusses gibt es dann demnächst Opportunity Fonds die in des US Immobilienmarkt stürmen (gute Inflationssicherung), die Hauspreise gehen wieder hoch, die Fed freut sich und die „Öl Long/Short on every news“ Knopfdrücker tun endlich mal was Produktives, werden dies dann auch tun nachdem sie sich mit Nachrichten wie „Öl in zwei Jahren bei 200$“ oder „Dollar demnächst bei 1,20“ richtig die Finger verbrannt haben und sich nach etwas anderem umsehen.

Und in Washington werden die Lobbyisten aus der Stadt gejagt.. (Wär schön, nicht war?)

Ich hoffe ich werde hier nicht wegen Optimismus gesteinigt..




Sprenger schreibt - sinngemäss - in "Der dressierte Bürger", dass eine wirkliche Veränderung erst dann möglich ist, wenn eine kritische Masse der Menschen versteht, dass etwas nicht in Ordnung ist...

Oliver Kahn hat offenbar etwas verstanden.



Hallo Oliver,

Chapeau! Die Krise vorauszusehen und sich dann noch hinzustellen und vor ihr zu warnen bedarf Grips und Mut.

Wie siehst du die weitere Entwicklung der jetzigen Situation? Wie sollte man als Sparer/Anleger handeln (wie verhälst Du dich) und was sollte die Politik tun? Wie gut arbeitet das Krisenmanagment unserer Regierung?

Gruß- Axel



Hallo

Ich habe gerade "hart aber fair" gesehen, doch die fünf so genannten unabhängigen Experten konnten mir nicht wirklich auf die Sprünge helfen. Es wurde viel davon geredet, dass das Festgeld und allgemein solches Geld, das von Frau Merkel "persönlich gedeckt wurde" absolut sicher sei.
Einer der Experten gestand offen ein, dass er sich Gold gekauft hat. Aber vieleicht sollte man sich neben dem Staatsfernsehen doch noch eine zweite Informationsquelle holen :-).

Ich hab inzwischen mitbekommen, dass Sie, Herr Heuler, in
Gold investierten und eh schon seit Jahren Bescheid wissen...aber ist jetzt gerade (bei 1 unze=913 dollar)noch der richtige Zeitpunkt Gold zu kaufen? Oder sind die Festgelder die nächsten 3,4 Monate auch noch gut dran und sinkt der Goldpreis dann noch mal?

Oder direkter: Glauben Sie wirklich, dass eine richtige Krise uns bald alle umhaut? Eine richtige Inflation? Und was ist bald?

Es wurde außerdem noch viel davon erzählt, dass in Deutschland eine Krise erst dadurch entstanden ist, dass die Leute sich sorgen und Ihre Aktien verkauft haben. Also die Botschaft : OHNE SORGE; KEINE KRISE

ist das so? Oder scheitert das (unser) Finanzsystem auch wenn alle gut drauf sind und heiter kaufen?

Vielen Daank

Gunnar

Ps. Ich würde eigentlich gerne erst alle ihre Beiträge zur Wirtschaft lesen, bzw. die Links, bevor ich danach dumme Fragen stelle, aber das ist mir bisher noch alles zu hoch. (und zu english ;-) ) Vielleicht helfen Sie mir ja trotzdem weiter - und sonst: irgendjemanden muss die Krise ja auch treffen!^^



B_Albrecht:
Ich hoffe ich werde hier nicht wegen Optimismus gesteinigt.

Natürlich nicht. Ich hoffe ja inständig, dass ich mich komplett irre und du Recht hast. Auch mit meiner langen und überlegten Vorbereitung auf die 2. WWK wird es mir immer noch viel schlechter gehen, wenn ich Recht habe, als wenn ich mich irre. Tourismus und Golfunterricht ist das letzte, was die Leute sich dann noch leisten werden. Ich fürchte jedoch, dass Mr. Dax Recht hat:



Axel:
Chapeau! Die Krise vorauszusehen und sich dann noch hinzustellen und vor ihr zu warnen bedarf Grips und Mut.
Wie siehst du die weitere Entwicklung der jetzigen Situation? Wie sollte man als Sparer/Anleger handeln (wie verhälst Du dich) und was sollte die Politik tun? Wie gut arbeitet das Krisenmanagment unserer Regierung?

>Wie siehst du die weitere Entwicklung der jetzigen Situation?

Ich bin kein Prophet, aber ich glaube, was wir jetzt sehen, ist leider erst der Anfang.

> Wie sollte man als Sparer/Anleger handeln (wie verhälst Du dich)

Ich habe wie Oli Kahn (noch etwas früher) alle Aktien verkauft und auf physisches Gold und Silber gesetzt. Am Montag habe ich Silber nachgekauft. Was sich bei Proaurum abgespielt hat, beschreibe ich im Gold/Silber-Faden, wenn ich Zeit dafür finde.

>und was sollte die Politik tun?

Nichts. Das wäre am besten. Aber die Regierungen werden genau wie in der 1. WWK genau das Falsche tun: Die Menschen verschulden, Geld drucken, alles verstaatlichen, die Märkte regulieren, die Grenzen mit Zöllen abschotten. Das wird die Krise um viele, viele Jahre verlängen.

> Wie gut arbeitet das Krisenmanagment unserer Regierung?

Du weißt: Ich bin Staatsfeind. Ich empfehle den Menschen, sich lieber auf ihr eigenes Krisenmanagement zu verlassen. Lies dieses Buch und befolge die Ratschläge. Hier eine gute Zusammenfassung:
http://www.wertewirtschaft.org/magazin/?id=4752



Ich habe eine Weile lang nur wenig Stefan Molyneux gelesen, gehört und geschaut, aber hier bringt er es mal wieder auf den Punkt:





Hier etwas für die fortgeschrittenen Volkswirtschaftler:
> Amity Shlaes über die 1. WWK und die staatlichen Maßnahmen, die sie verschlimmerten

Abschnitt 2 »The forgotten man« (der Titel ihres Buches) empfehle ich allen, die nur einen Teil schauen wollen.



Oliver_Heuler_p:
B_Albrecht:
Ich hoffe ich werde hier nicht wegen Optimismus gesteinigt.

Natürlich nicht. Ich hoffe ja inständig, dass ich mich komplett irre und du Recht hast. Auch mit meiner langen und überlegten Vorbereitung auf die 2. WWK wird es mir immer noch viel schlechter gehen, wenn ich Recht habe, als wenn ich mich irre. Tourismus und Golfunterricht ist das letzte, was die Leute sich dann noch leisten werden. Ich fürchte jedoch, dass Mr. Dax Recht hat:


Nun denn, wo war Mr. Dax im August 2007? AW: Wohl recht ruhig in seiner Kurstrance, weil die Börsen noch weiter hochgingen.

Ich war vor 3 Jahren zu einer Weihnachtsfeier einer Bank eingeladen, erzählte den Bankern damals schon meine Meinung zu Kreditrisiken auf den US-Märkten, wurde schief angelächelt. Warum wußte ich mehr als die?

Weil ich geschäftlich bereits eine Weile unter Anglo- Amerikanischen Konkurrenten litt, die die wahnsinnigsten Preise zahlten, bzw. jede vernünftige Kalkulation aushebelten, ich mich dann entschied mich doch dann an die zu wenden um mit denen Geschäfte zu machen, bzw. in kürzester Zeit erfuhr wie die denken, arbeiten und sich refinanzieren. Obskur.

Parallel lernte ich den Branchendirektor eines Arabischen Staatsfonds kennen, der mir ziemlich genau erklärte warum die Amis plötzlich derart unsere Märkte aufmischen (weil die deren Märkte mit ihren extremen strukturierten/gehebelten Finanzierungen bereits so ausgelutscht haben und sich nach neuen Märkten umsehen mußten).

Aber um das ganze zu vereinfachen:

Ich glaube daß wir in einer vollkommen anderen Ausgangslage sind als Anfang des 20. Jahrhunderts, denn Europa, insbesondere Deutschland war nach WK1 komplett finanziell ausgeblutet, auch in China, Rußland, Indien oder Arabien gab es im Prinzip kein Kapital, bzw. nennenswerte Wirtschaftsleistung.

Dies ist heute anders, weiters, ist die Abhängigkeit Europas von den Vereinigten Staaten immer weiter gesunken und ein Komplettausfall der USA würde m.E. längst nicht zu den Verhältnissen führen die vor 80 Jahren bei uns bestanden.

Thema Komplettausfall USA: auch an den glaube ich immer weniger, denn Japan, China etc. verfügen über zu viel USD, die sie sicherlich nicht ohne weiteres abschreiben lassen wollen, d.h. Investieren (in den Staaten, Europa, Afrika), diese Investitionen laufen dann indirekt m.E. in ausreichendem Massen zurück in unsere Taschen um etwaige Minderabsaetze im US Handel auszugleichen. Weiterhin, in Privater Hand befindet sich Global so viel Vermögen, das sich immer Käufern/Investoren finden wenn etwas günstig oder sicher erscheint, was wiederum zu einer Umverteilung von Kapital sorgen wird.

Was die USA anbetrifft, Barack Obama hat folgende Ziele:

1. Die Militaerausgaben zu reduzieren, weil er der Meinung ist das die USA nicht die 12 Fache Kampfkraft seiner „Feinde“ benötigt, das „doppelte wäre auch ausreichend“ (Haushaltsdefizit).
2. Weiterhin will er die Freihandelsabkommen und alle Ausgaben einer Prüfung unterziehen (Haushaltsdefizit +Handelsbilanz).
3. Die Kapitalabflüsse für Oel reduzieren, es gibt das noch eine andere Initiative Namens Pickens Plan (Handelsbilanz).

Allein diese drei Positionen sollten innerhalb weniger Jahre Wirkung zeigen und die reine Wahrscheinlichkeit des Eintretens wird m.E. auch die Börsen stabilisieren. Zu den Freihandelsabkommen, du wirst doch sicherlich übereinstimmen, das es nicht geht das China oder Indien ohne Umwelt und Arbeitsvorschriften, teils mit künstlich niedrig gehaltener Währung, den Westen weiter preislich so stark unterlaufen sollten? Die Chinesen sind m.E. schlau genug zu wissen, das eine Fortsetzung der Ware gegen Kredit Politik ihre eigene Wirtschaft aushebeln wird, daher werden die Maßnahmen wie Handelszoellen oder Waehrungsanpassungen, bzw. einer weiteren Reduktion Ihrer Exportabhaengigkeit, m.E. aufgeschlossener gegenüberstehen, weil sie sich sonst selbst schaden (Bzw. Ihre schönen Dollars abschreiben können).

Jetzt schreien plötzlich alle Rezession, Depression uswusv., vor einem Jahr war das noch anders, was hat sich bis heute geändert, außer das eine Bankenblase geplatzt ist nicht viel, und in die Banken ist schon viel Geld geflossen um dies aufzuhalten, aber das die Aktienkurse runter gehen ist in Wirklichkeit der Auslöser dieser breiten Negativität, wenn aber die Börsen irgendwann die nächsten 12 Monate wieder anfangen zu boomen werden auch die ganzen „Rezessionsschreier“ wieder etwas verstummen, bis dahin hoffe ich das der nächste Präsident Barack Obama heißt, die Amerikaner motiviert und halbwegs hält was er verspricht, der öffentliche Druck auf Reformen in den USA ist groß genug.

Und um einen Harvard Professor zu zitieren: solche Phasen haben den Vorteil, das die Leute lernen nicht über ihre Verhältnisse zu Leben, [nach all den schönen Vollkaskojahren auch was erfrischendes].

Und, um das auf Deutschland zu projizieren:

M.E. gab es in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg 3 Katastrophen
1. Die 68er mit ihrer gesteuerten Sitten und Wertedemontage
2. Die Gewerkschaften mit ihrer Neidstachelei
3. Und die FDP in 24? Jahren Regierungsverantwortung.

Die Regierung Merkel (+Agenda 2010) haben gezeigt, das pragmatisches Denken Dinge bewegen kann (wenn auch nicht extrem viel aber immerhin etwas), hoffentlich wird diese Krise ihren Teil dazu beitragen das eben noch weitere Dinge in unserer Wirtschaft/Gesellschaft geändert werden und diese unsinnige Lobbyisten/Klientelpolitik endlich aufhört.

An jedem Ende steht ein neuer Anfang und nach jeder Korrektur kommt ein neuer Boom. Ich zumindest kann derzeit keinen Totalschaden am Weltwirtschaftssystem sehen.




Habe eben noch einen aktuellen Artikel zu meiner These gefunden:

With China in fold, central banks have rich allyhttp://www.reuters.com/article/reutersEdge/idUSTRE497B3520081008

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>Perfekte Rundenanalysen von Jörg Sobetzki