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Thema: Reinhard Sprenger


BigRick:
Hi,

habe die Sendung gesehen. War ziemlich enttäuscht von Sprenger. Er war der Blasseste unter Blassen.

Nix, was in Erinnerung geblieben ist. Wischiwaschi.

...

(Vielleicht kann er ja mehr. Leider hat er nix beigesteuert, das darauf hindeutet.


Da kann ich nur zustimmen. Auf jeden Fall war er der mir mit Abstand Unsympathischste. Lust gemacht, etwas von ihm zu lesen, hat sein Auftritt nicht. Mir nicht. Populismus und Stänkerei, an mehr kann ich mich nicht erinnern.

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Der Typ scheint echt einen Medienberater zu brauchen. Ich meine, wenn Oliver seine Bücher toll findet, dann muss der Kerl ja generell was auf der Pfanne haben. Über seine Maxime "Führung durch Vertrauen" kam mal ein kurzer Artikel in der Computerwoche und darin fiel mir Sprenger durchaus positiv auf.

Was mir nicht gefällt ist dieses typisch amerikanische Sonny-Boy Auftreten, das hat m.E. in diesem, unserem Lande keine Tragweite.

Kennt sich jemand von euch im Tischtennis aus? Der aktuelle Weltmeister ist Österreicher, sieht aber aus wie man sich den typischen deutschen Finanzbeamten vorstellt: Seitenscheitel, eine Figur wie eine Büroklammer und die personifizierte Leere im Gesicht. Ich vermute mit aufdringlichen Fans hat er kein Problem, weil man ihn gar nicht bemerkt.

Allerdings, wenn der Typ an die Platte tritt und einen guten Tag hat, dann haut er seinem Gegner die Bälle so dermaßen gnadenlos um die Ohren und läßt das Ganze so dermaßen schlicht und effizient aussehen, dass man eigentlich nicht den Eindruck hat es geht hier um Sport.

Wer selber mal Tischtennis gespielt hat, der weiss, dass das tierisch an die Nerven geht und es ist ja auch kein Wunder, dass die mental so stoischen Asiaten hier eine Weltmacht darstellen. Jedenfalls, der Weltmeister heisst (passenderweise) Werner Schlager und wer mal die Chance hat den bei der Arbeit zu sehen, der sollte sich das gönnen. Nicht wegen seiner Ballkünste, sondern wegen der mentalen Dichte und absolut dominanten Präsenz, die er ausstrahlt ohne auch nur im Geringsten aus sich heraus zu gehen (für Tischtennis-Verhältnisse natürlich ;-)

Nicht dass ich damit sagen will wir sollten als Deutsche nur noch seelenlose, aber maximal effiziente Roboter sein, weil wir das am Besten können. Ich meine einfach nur, dass es auch möglich ist mit einem bescheideneren Auftreten etwas zu reißen.

Selbst ein weltberühmter Experte wie David Leadbetter hat es in Deutschland gelegentlich schwerer als ein weniger bekannter, aber nüchterner Analytiker aus Düsseldorf :)

Ulrich




Jetzt war auch noch Carlos Gebauer bei Christiansen. Ich verfolge sein Blog (make-love-not-law.com) schon lange mit Begeisterung und bedaure, ihn nicht gesehen zu haben.



Besonders lesenswert, seine Laudatio für Ulla Schmidt und Horst Seehofer, auch wenn sie schon zwei Jahre alt ist.





Hier ein älterer Artikel von Sprenger, den ich gerade erst entdeckt habe:
http://www.profirma.de/DataCenter/News/1119944529.65/Downloads/Interview_Sprenger



> Trainerwechsel sind die falsche Strategie

FTD Warum feuern die Vereine dann so schnell?

Sprenger Weil der Trainer die billigste Lösung ist. Das ist eine komplizierte Gemengelage, bei der auch die Öffentlichkeit mitredet. Diese Rausschmisse sind Rituale, die ich auch aus Unternehmen kenne. Das ist wie mit afrikanischen Regentänzen. Da kommt ja auch kein Regen, aber man muss halt tanzen.

FTD Und der Trainer muss wiederum mit den oft eigenwilligen Spielertypen umgehen wie Kuranyi, Frings oder Lehmann.

Sprenger Man muss genau hingucken als Trainer: Was sind das für Menschen? Ein Lukas Podolski etwa kommt in einer rotierenden Mannschaft nicht zurecht. Er ist ja nur biologisch ein Erwachsener, mental ist er noch ein Kind. Er muss das Urvertrauen haben. Wenn er das bekommt, kann dieser Spieler sensationell sein. Andernfalls ist er falsch eingesetzt.




@ Oliver,

der Herr Sprenger hat es Dir aber angetan, denn wie ich sehe, war Dein erster Beitrag aus dem Jahre 2005.
Ich habe mir das von Dir veröffentlichte des Herrn Sprenger mal durchgelesen und kann Ihm in weiten Teilen eigentlich nur Zustimmen, wobei natürlich einige populistische Elemente von Ihm schon dabei sind.

Doch was Er in dem Artikel über die deutsche Gesellschaft schreibt, hat schon Hand und Fuß, da stimmt so einiges.
Es ist sicherlich übertrieben von Ihm, den Kündigungsschutz gänzlich abzuschaffen und damit dem amerikanischem Hire and Fire Tür und Tor zu öffnen.
Doch kann es auch nicht sein, dass den Richtern bei den Arbeitsgerichten, wenn Ihnen ein Arbeitgeber gegenüber steht, auf der Stirn geschrieben steht: „Du hast schon verloren“.
Mittlerweile ist der Kündigungsschutz und das Recht der Arbeitnehmer schon pervertiert, das kann ich nach 30 Jahren Selbständigkeit und mit 50 bis 100 Beschäftigten, mit ruhigem Gewissens behaupten.

Auch seine Aussage:“ ..mit der Hand in der Tasche des anderen, lässt es sich gut leben…“, kann man nur beipflichten, vorallem wenn man sich vor Augen hält, dass es nicht wenige Menschen gibt die schon in der dritten Generation von Sozialhilfe lebt.
Und diese Kohorten der Sozialhilfeempfänger wachsen von Jahr zu Jahr, warum soll auch Eigeninitiative gezeigt werden, wenn die Stütze alles zahlt? Dazu noch etwas Schwarzarbeit und schon reicht es allemal.
Noch sind sie nicht in der Überzahl, doch immer mehr verabschieden sich von der täglichen Arbeit und wenn ich mir so manchen Angestellten mit Lohnsteuerklasse V ansehe, dann fragt man sich schon, wie lange werden sie es sich noch antun, Soz.Hilfe ist nicht viel weniger.

Der Staat der Bunderepublik ist in den letzten Jahrezehnten zu einer gigantischen Umverteilungsmaschinerie verkommen, einzig und allein zu dem Zweck, dass sich die Politikerkaste das Stimmvieh kauft.
Jede Kaste des Stimmviehs welches Zuwendungen erhält, jault vor Freuden auf und merkt gar nicht oder will es nicht merken, wie man es ihnen aus der anderen Tasche wieder rauszieht.
Steigt die Entfernungspauschale - steigt die Mineralölsteuer, steigt das Kindergeld – steigt die Tabaksteuer.
Und wenn das alles nicht mehr reicht, schlägt man richtig zu und die MwSt wird erhöht und zuletzt haben alle weniger in den Taschen und wundern sich.

Ach, man könnte hier Seitenlang über unsee Gesellschaft lamentieren und wehklagen, doch das interessiert weder die in Berlin, München, Hamburg oder sonstwo, die Politker leben für sich in einem abgeschlossenem System und es interessiert sie überhaupt nicht, was da unten passiert.
Sie denken nur von Wahl zu Wahl und ob ihr Posten gesichert ist. Und wenn nicht, dann gehen sie nach Brüssel, in eine Landeslottogesellschaft, in einen Rundfunkrat oder gründen ein neues Betätigungsfeld. Wie Landessuchtreferat ( Glücksspiel kann süchtig machen – Beilage zur Lottowerbung oder setzen die SKL Show mit G. Jauch ab - kann süchtig machen) .

Komisch, in den Landeseigenen Spielcasinos steht niemand vor der Tür und warnt einen vor Spielsucht !

Liebe Grüße nach Fleesensee
Peter



Sprenger wieder im Fernsehen:
http://www.firmenpresse.de/pressinfo91220.html



Als gebürtiger Berner lese ich natürlich regelmäßig die Berner Zeitung. Und was entdecke ich da heute? Ein schönes Interview mit Reinhard Sprenger:

http://www.bernerzeitung.ch/wirtschaft/dossier/arbeit--lust-oder-last/Managementliteratur-ist-nur-gut-verpackte-Verbloedung/story/23007190



2. Teil des Sprenger Interviews in der Berner Zeitung



Wie herzerfrischend:
> Interview mit Sprenger vor der Wahl



Sprenger liest einen eigenen Text:
Vom Staatsbürger zum Bürgerstaat (Verknüpfung zum Runterladen ist oben rechts auf der Seite)



> Macht eine Balance zwischen Arbeit und Leben unzufrieden?



Wieder mal ein gutes Interview mit Reinhard Sprenger:

"Manager - im Grunde sind die mir immer fremd geblieben". Wenn Reinhard Sprenger über Wirtschaft redet und schreibt, dann fragt er sich wohl manches Mal, welche Wirtschaft das eigentlich ist, die solche Menschen an der Spitze hat. "Es gibt Manager, die sich aus der Solidargemeinschaft der Zivilisierten herausgeschossen haben". Man merke es schon an der Sprache, so Sprenger, etwa bei der Verwendung des Begriffs "Sub". Nein, nicht als Präfix für Einordnungen wie "suboptimal" - das ergebe ja noch einen Sinn: mit "Sub" meint man eine der vielen weltweit verzweigten Tochtergesellschaften, auf englisch subsidary company oder eben "sub". Sprenger weiß aus Erfahrung: "Man adelt den größten Schwachsinn, wenn man ihn anglisiert".Und ein gewisses Maß an Minderintelligenz gehört laut Sprenger schon dazu, um Topmanager zu werden: "Sie müssen doch nur sehen, wie die ins Flugzeug einsteigen, dann wissen Sie, was Systemintelligenz ist." Für Sprenger zeigt sich dabei immer wieder eines: "Das sind herzlich arme Socken." Dabei seien längst nicht alle Manager so.

http://www.aja-online.org/de/culture-counts/interviewmarathon/reinhard-k-sprenger-dem-management-entwachsen/


Zuletzt bearbeitet: 25.11.11 11:32 von Administrator


Sprenger hat ein neues Zuhause: DIS-Interim.com



Wahnsinn: Sprenger-Abend für 10 Euro. Sonst kostet Sprenger 1000€ pro Tag für jeden Teilnehmer — und ist jeden Euro wert. Ich bin natürlich wieder dabei.

> Sprenger in Berlin

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>Perfekte Rundenanalysen von Jörg Sobetzki