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Thema: Kein Golf: Erziehung


@Andreas,

da kommt es natürlich auch immer darauf an, wie man sein Lehramt versteht.

Es gibt immer Mittel und Wege, als Leader of the Pack.

Trotzem ist es richtig, das es jede Menge dieser Kinder leider heute gibt, aber sie haben sich nicht selbst gemacht.

gunter


Zuletzt bearbeitet: 21.03.05 14:45 von gunter
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Welche Bücher fandet ihr interessant/lehrreich/gefährlich?


Kinder fordern uns heraus - Wie erziehen wir sie zeitgemäß? R.Dreikurs/V.Soltz

Bisher in Teilbereichen angelesen, macht sich bisher sehr gut.

Zehn kleine Krabbelfinger - Marianne Austermann und Gesa Wohlleben

Standardwerk mit Spielen, Massagen und Musik. Omas kennen fast alle darin enthaltenen Spiele und Lieder.

Die ungestörte Entwicklung des Säuglings - Barbara Zukunft-Huber

Als Mann einer Physiotherapeutin ein Muss. Hier lag im ersten Jahr unser Hauptaugenmerk. Gefährlich nur, wenn man die Zeitvorgaben als Gesetz sieht.

Hans-Christian



Welche Bücher fandet ihr interessant/lehrreich/gefährlich?


"Kinder fordern uns heraus - Wie erziehen wir sie zeitgemäß? R.Dreikurs/V.Soltz"
Ein Klassiker wie ich meine, hat an Aktualität nichts verloren.

"Jungen! Wie sie glücklich heranwachsen" Steve Biddulph
Sie sind halt doch anders ;-) die kleinen Männer.

Ansonsten können Bücher nur Anregungen geben, alle Erfahrungen muss man selber machen. Es gibt keine Abkürzung zur "erfolgreichen" Erziehung.

Vielleicht sind die drei R hilfreich:

Ruhe, Respekt (gilt für beide!), Routine



Welche Bücher fandet ihr interessant/lehrreich/gefährlich?


Hallo zusammen,

faszinierend finde ich die Bücher von Samy Molcho. Es gibt auch ein spezielles über Kinder.

"Körpersprache der Kinder" ISBN: 3-442-16220-3

Es ist unglaublich toll beschrieben, wie Kinder über Körpersprache ihre Emotionen, Empfindungen ausdrücken. Wohlsein und Unwohlseim. Sehr spannen geschildert. Molcho bezieht sich in diesem Buch auf Säugline bis hin zu Schulkinder. Das Buch wächst sozusagen mit.

LIEBE - Und dann tue was Du willst.

Gruß
Armin



Ich habe eine Frage an Euch.
Wo bleibt bei dieser ganzen Diskussion eigentlich Euer Herz?
Ihr kennt doch bestimmt alle den "kleinen Prinzen", oder? Und womit sieht man nur gut?
Erziehung hin oder her, was ist eigentlich eine "gute Erziehung"?
Diese tritt ein, wenn das Kind was genau macht?
Es wurden hier viele der Standartwerke bereits genannt. Wer hat Recht und wer nicht? Erinnert mich irgendwie an unseren Golfschwung. PD und OH, alles klar?!
Ich sehe mich nicht in der Position hier einen Tip zu geben, oder so. Aber ich denke, lest was Ihr in die Finger bekommt und hört auf Euer Herz.
Lasst die Liebe (Gruß an MCI) Euch den Weg weisen, wir können alle fühlen, was "richtig" ist.
Mitakuye Oyasin!

Ansonsten denke ich, dass Kinder klare Regeln (und zwar ohne "OK, heute ist Ausnahme, weil es gerade nervt") und eine klare Struktur benötigen, damit sie sich FREI entfalten können. Hier Grüße ich Ralf, der mit seinem Posting, mMn bereits alles gesagt hat.
Alles viel leichter gesagt als...

Gruß Matthias, der selber mitten in den Sorgen einer "richtigen" Erziehung steckt.

Edit wegen Buchwechselnverstabelung..


Zuletzt bearbeitet: 22.03.05 00:18 von MatthiasM


Zunächst vielen Dank für all eure Antworten. Ich glaube das wird eine spannende Diskussion bleiben. Viele Antworten regen zum Nachdenken an, wie man so abgedroschen sagt.

Fatman:
Auf die Schnelle:
1. ist wichtig Kindern deutlich Grenzen aufzuzeigen.

Diese Aussage scheint den meisten Zuspruch bekommen zu haben. In der Literatur ist das genauso. Damit wir aber nicht aneinander vorbei reden, möchte ich gerne nachfragen: Was für Grenzen meinst du? Was meinst du mit dem Wort „deutlich“?

Fatman:
Kinder sollten möglichst frei in ihrem Bereich agieren können. Kein Vorzeigen, kein richtig/falsch demonstrieren.

Wie genau zeigst du Grenzen ohne richtig/falsch zu demonstrieren?

Fatman:
Das Ergebnis einer guten Erziehung: Das Kind kann sich in wechselnde Situationen einfinden und sich an Regeln halten.

Was für Regeln meinst du?

Fatman:
Ich denke von „Erziehung” kann man schon ab ca. 6 Monaten sprechen.

Kannst du mal ein Beispiel machen, wie die Erziehung eines 6-monatigen Babys aussehen könnte, zum Beispiel, wenn es permanent schreit?

Um die weitere Diskussion zu dem Thema zu erleichtern, habe ich diesen Text von dem Dipl.Soz.päd. und Familientherapeuten Klaus Fischer aus dem Netz gesucht, das die Standardwerke zum Thema Grenzen/Regeln/Verhalten gut zusammenfasst.

http://www.familienhandbuch.de/cms/Erziehungsfragen_Grenzen.pdf

Mit Standardwerken meine ich:
Rogge Jan-Uwe: Eltern setzen Grenzen
Rogge Jan-Uwe: Kinder brauchen Grenzen
Kast–Zahn Anette, Jedes Kind kann Regeln lernen
Dreikurs Rudolf, Grey Loren: Kinder lernen aus den Folgen
Annemarie Pfeifer: Erziehen mit Leibe und Konsequenz
Beate Weymann-Reichardt: Kindern klare Grenzen setzen

Vielleicht hast du (habt ihr) Lust, kurz zu sagen, ob diese Gedanken gemeint sind, wenn man davon spricht, dass Kinder Grenzen brauchen?

Es grüßt euch herzlich ein übernächtigter
Oliver



@ MatthiasM

Mitakuye Oyasin!


Liest da etwa einer „Carl Hammerschlag”?

Hier wird öfter die Liebe und das Herz erwähnt. Halte ich auch für sehr wichtig für die Stabilität des Kindes. Das Problem ist nur: Du kannst nur dann Liebe geben, wenn du welche hast.
Liebe lässt sich nicht steuern und planen. Entweder sie ist sowieso da, oder es ist nicht machbar. Es nutzt nichts sich über Liebe Gedanken zu machen. Du kannst dir nicht vornehmen dein Kind mehr zu lieben.

Das Problem ist immer, dass Liebe mit Fürsorglichkeit, massiver Zuwendung und „Beglucken” verwechselt wird. Das hat nichts mit Liebe zu tun und führt nur zu „unerzogenen” unselbstständigen Kindern.

„me tok we asheen”



Lieber Übervater,

Kannst du mal ein Beispiel machen, wie die Erziehung eines 6-monatigen Babys aussehen könnte, zum Beispiel, wenn es permanent schreit?


Wenn man davon ausgehen kann, dass organisch alles in Ordnung ist, dann steht ein Kind, dein Kind, welches permanent schreit, etwas unter Schock. Es kann während der Geburt oder schon sehr früh danach etwas passiert sein. Es liegt an euch das zu ergründen.
Deshalb ist es gut wenn es so nahen wie möglichen und guten Körperkontakt zu euch hat.

Wann und wie schreit es? Wie verhält es sich im Wasser? Wann ist es zu frieden?

Von Erziehung, bitte in diesem Stadium noch nicht sprechen, denn es ist eher eine Dresssure.

gunter






Zuletzt bearbeitet: 22.03.05 13:03 von gunter


Hallo Oliver,

zu 1. ein plattes Beispiel: „Grenzen sind da, wo die Freiheit des Anderen anfängt”. Es gibt verschiedenste Grenzen, die von den Eltern festgelegt werden. Wir möchten zum Beispiel nicht, dass unsere Kinder unser offenes Küchenregal ausräumen und Teller, Tassen und Gläser kaputt machen (auch nicht versehentlich). Deshalb haben wir dort eine Grenze gesetzt.

Deutlich heisst eindeutig und immer wieder gleich. Um bei obigem Beispiel zu bleiben: Sie dürfen nie etwas an diesem Regal anfassen. Nicht Testweise, nicht mit einem Finger, nicht mit dem Fuß. Einfach nie, dass ist deutlich.

Zu 2. Grenzen aufzeigen heisst nicht unbedingt richtig/falsch. Grenzen sind Grenzen, die müssen nicht logisch, richtig, oder falsch sein. Grenzen gibt es, ohne weitere Erklärungen. In dem Zusammenhang hatte ich gemeint, du sollst deinem Josh nicht zeigen, wie man Legos aufeinandersteckt oder wie man ein Auto auf dem Boden schiebt. Wenn er denkt: „Werfen ist richtig, dann lass ihn werfen”. Züge gehören nicht in Schienen…

An Regeln halten: Ich bin der Erwachsene und ich stelle Regeln auf. Siehe obiges Beispiel mit dem Regal. Ich bestimme auch, wann meine Kinder ins Bett gehen, ich bestimme was Sie essen. Muss nicht unbedingt logisch sein und muss nicht vernünftig sein, wichtig ist, dass die Regeln immer gelten. Um empörten Reaktionen vorzubeugen: Ich liebe meine Kinder und versuche möglichst wenig unsinnige Regeln aufzustellen.

Zum Schreien: Zunächst ist es wichtig das zu tun was gunter gesagt hat: Abklären, ob körperliche Gründe vorliegen (Hunger, Durst, nass…). Eventuell könnte man dann noch über einen Besuch bei einem Kinderosteopathen nachdenken.
Dann kommen als nächstes die oberen Punkte: Hat mein Kind feste Regeln: Immer um die gleiche Zeit Essen. Immer um die gleiche Zeit ins Bett. Ist der Tages und Wochenablauf absolut rhytmisch?
Schreien könnte auch von „Zuviel” kommen. Ich würde für mindestens eine Woche nur in einer absolut vertrauten Umgebung bleiben, keine neuen Spielsachen, Spielsachen reduzieren, keine (oder sehr wenig) fremde Kinder, für das Kind da sein, trösten. Hilft Trösten aber nicht schnell weiter und ist der Erfolg nicht dauerhaft, alles obige ist passend und geklärt, ruhig auch mal schreien lassen.

Die Gedanken aus deinem Text sind grundsätzlich gemeint. Du musst sie nur für das frühere Alter anpassen. Meine Antwort auf deine vielleicht ungestellte Frage: „Das Grundprinzip der Autorität ist richtig, sofern es mit der nötigen Liebe geschieht.” Um das zu wissen kannst du dich in der Natur umsehen.




Lieber Oliver,

ich bin mir nicht sicher, wonach Du suchst, aber ich bin mir sehr sicher, dass Du beim Thema Erziehung keine Ebene finden wirst, auf der Du Dich langhangeln kannst.

Meine Oma sagte immer: "Die ersten Kinder sind die Versuchskinder."
Beim zweiten Kind wird alles leichter, weil man etwas sicherer ist in der Interpretation der Zeichen, die ein Kleinkind von sich gibt. Dennoch wirst Du erleben, dass kein Kind dem anderen gleicht, und dass Dinge, die beim ersten klappten, beim zweiten Kind getrost vergessen werden können.

Grenzen und Regeln werden von den Eltern festgelegt. Sie sind das Ergebnis dessen, was Eltern in ihren eigenen Familien beeinflusst hat: Was sie ablehnten in ihrer Familie und welchen Dingen sie zustimmten - das muss nicht zwangsläufig mit der Meinung der Großeltern übereinstimmen.

Grenzen und Regeln der Gesellschaft im allgemeinen und der Gesellschaftsschichten im besonderen sind weitere Hüllen der Grenzen und Regeln der Eltern.
Wer in einer Mafiafamilie aufwächst hat eben einfach nur andere Werte, das darf man nie vergessen. Ein Kind einer Mafiafamilie, das nicht mordet und raubt und damit gegen die Werte dieser Familie verstößt, wird sich innerlich schlecht fühlen, denn es stellt sich außerhalb der Gemeinschaft, in der es aufgewachsen ist.
Wir alle sind Produkte unserer Gemeinschaften in denen wir leben und aufgewachsen sind und wir verinnerlichen diese Werte täglich. Wer sich außerhalb dieser Gemeinschaft(en) stellt, hat Konsequenzen zu erwarten, z.B. in Form von Ächtung oder gar Ausschluss.

In all diesen Gemeinschaften ist die Familie meist die kleinste, aber dennoch die wichtigste.
Niemand kann Dir sagen, welche Grenzen Du Deinem Kind zu setzen hast. Was für Dich in Ordnung ist, kann für Deinen Nachbarn schon eine Überschreitung seiner Grenze sein.
Dir kann auch niemand sagen, wie Du eine Grenze "deutlich" zu ziehen hast, denn bei dem einen Kind kann in einer bestimmten Situation ein Klaps eine deutliche Grenze sein, bei dem anderen Kind wäre ein Klaps in der gleichen Situation ein viel zu hartes Mittel. Grenzen sind wichtig, aber sie sollten niemals zu Mauern werden. Meine Kinder dürfen immer mit mir über meine Grenzen und Regeln diskutieren und wenn sie gute Argumente haben, dann lasse ich mich überzeugen.

Vielleicht hilft Dir, was ich einmal im Kindergarten meiner Tochter als Bildunterschrift las: »Wenn ein Kind am unausstehlichsten ist, braucht es am meisten Liebe.«

Vielleicht hilft Dir aber auch, was mein Sohn gestern abend zu mir sagte: »Mami, Du sollst wissen: Auch wenn ich manchmal nicht lieb zu Dir bin oder nicht gehorche, so liebe ich Dich trotzdem über alles.«

Meine Kinder sind völlig verschieden und ihre Erziehung erfordert ein Höchstmaß an Flexibilität von mir, denn ich muss mich ständig an ihre Reifung anpassen und ihnen einen Schritt voraus sein, vor allem darf ich probate Mittel niemals überstrapazieren, denn dadurch nutzen sie sich ab - meine Kinder merken dann sehr schnell was los ist und reagieren nicht mehr auf diese »Reize«.

Nach nun 14 Jahren Mutterschaft steht neben meiner Liebe (die ich auch für alle Menschen besitze und besonders für Kinder) dieser Gedanke: »Meine Kinder gehören mir nicht! Ich darf sie nur ein Stück begleiten, bis sie allein in ihr Leben hinaustreten.«

Um sie für ihr Leben zu rüsten, versuche ich, meinen Kindern Liebe und Achtung vor ihren Mitmenschen und vor anderen Lebewesen beizubringen. Das schließt ein, dass der eigene Wille nicht bedingungslos durchgesetzt wird, sie sich aber auch nicht selber vergessen.

Wenn ein sechs Monate altes Baby schreit, dann ist das Schreien zunächst einmal nur Ausdrucksform. Wenn es den ganzen Tag schreit, so wie meine Tochter damals, dann könnte es Zähne bekommen oder auch Blähungen haben. Gegen Zahnen gibt es Salben, Zäpfchen, Kügelchen u.ä. Bei meiner Tochter hat anfangs nichts von allem geholfen und nach einer Woche war ich soweit, sie aus dem Fenster zu schmeißen oder mit dem Kopf vor die Wand zu rennen. Ich habe sie dann zwei Stunden mit ihrem Vater allein gelassen und die Stille genossen. Danach hatte ich wieder ein bisschen Kraft, um weiterzumachen. Glücklicherweise fand ich dann Zäpfchen, die ihr halfen.
Bei Blähungen ist es ähnlich, auch da gibt es allerlei Mittel, die helfen und außerdem kann man das Bäuchlein des Babys im Uhrzeigersinn reiben.

Wenn das Baby nachts schreit, dann sollte man bei einem Baby in diesem Alter keine Milch mehr füttern, sondern nur Tee. Außerdem sollte das der Vater tun, denn das Baby riecht die Milch der Mutter.
Lass das Baby erst einmal einige Minuten schreien, denn Babys wachen in der Nacht mehrmals auf und ein leises Jammern, Wimmern oder Krähen bedeutet nicht, dass es die Eltern braucht. Wenn es aber wirklich drei vier Minuten schreit, dann ruft es nach den Eltern.
Mach dann kein Licht im Zimmer an, nur im Flur, sprich nicht mit dem Kind, alle Bewegungen sollten sparsam sein: Die Nacht ist zum Schlafen da, nicht zum Kuscheln oder Spielen. Vielleicht beruhigt es sich, wenn Du es einfach streichelst. Wenn es Durst hat, dann versuch, ihm Tee zu geben, ohne es aus dem Bettchen zu nehmen: Die Nacht ist zum Schlafen da!
Erst als letztes Mittel das Baby auf den Arm nehmen, aber nur sparsam schuckeln. Übertrag Deine Ruhe auf das Kind.
Bei alldem vergiss nie:
1. Kinder schreien auch manchmal, weil sie einfach schlecht gelaunt sind.
2. Du siehst schon bei einem Baby, ob es eine Nachteule ist oder ein Frühaufsteher.

So, jetzt habe ich den Faden verloren und mache erstmal Schluß.

Liebe Grüße,
Susanne



@ Fatman

Deine Regeln und Grenzen decken sich mit meinen Ansichten. Nun interessiert mich aber, wie bei Dir die Konsequenzen aussehen, wenn Deine Kinder die Grenzen überschreiten oder die Regeln brechen.

Grüße,
Susanne



@ Susanne

zum Glück genügt es bisher einfach etwas bestimmter mit ihnen zu sprechen. Teilweise halte ich (oder natürlich meine Frau) sie einfach am Arm fest und sage ihnen mit eindringlichem Ton, dass etwas nicht erlaubt ist.
Wenn wir so etwas mit ihnen klären gehen wir auf ihre Ebene und lassen uns dabei anschauen. Im Abschluss lasse ich mir immer sagen, ob sie das verstanden haben. Vor „in die Augen schauen” und dem Kommentar „verstanden” oder „Okay” von ihnen kommen sie nicht weg. Funktioniert bei uns gut.
Hält natürlich beim ersten Mal nur Stunden bis einen Tag, beim zweiten mal geht es schon besser und dann kommt die „Testphase” in der die Kinder probieren, ob die Regel hält. Da reicht dann ein klares Nein, wenn der Versuch gestartet wird.

Da unsere Zwerge prinzipiell grosse Freiheiten haben, scheinen sie durchaus in der Lage zu sein ein gewisses Mass an Regeln einzuhalten.



Prima Ralf, Gratuliere!

Mir geht immer das Herz auf, wenn ich sehe höre oder lese, dass es Eltern gibt, die sich bei der Erziehung einig sind.

Ich habe nämlich oben was vergessen: Egal wie unsinnig eine Regel oder Grenze auf andere Menschen wirken mag, sie ist wirksam, solange sie von beiden Eltern getragen wird.
Trägt einer der Elternteile sie nur murrend mit, dann wird dieser Elternteil den Kindern unterschwellig vermitteln, dass die Regel oder Grenze unsinnig ist und eigentlich nicht eingehalten werden muss.

Außerdem müssen sich die Eltern auch an diese Regeln und Grenzen halten (außer wenn es spezielle Kindergrenzen sind wie bei Fatmans Geschirr). Müssen die Kinder beim Essen gerade sitzen, geht es z.B. nicht, dass ein oder beide Eltern krumm sitzen, denn dann wäre die Regel Willkür oder gar Tyrannei und in der Geschichte sind Tyrannen noch immer gestürzt worden oder haben Rebellion hervorgerufen.

Liebe Grüße,
Susanne



@Susanne,

1.
So, jetzt habe ich den Faden verloren und mache erstmal Schluß.


2.
Die Nacht ist zum Schlafen da, nicht zum Kuscheln oder Spielen
...Basta cosi!!

2.So einfach ist das nicht wir reden hier über einen Säugling.

1.Diesen Eindruck konnte man gewinnen, denn die Nacht ist vielleicht für dich zum Schlafen da, aber die Empfindung eines Säuglings sind noch nicht von Tag o. Nacht geprägt.
Deine Mafiafamilie gefällt mir auch nicht so richtig, nicht weil ich direkt betroffen bin sondern der Umstand der Entwicklung in solch einer Gemeinschaft. Es gibt genügend Bsp.für gegenläufige Entwicklungen eines Kindes.

Vieleicht war es mein Glück alles Multikulti zu erleben, denn ich wollte sowiso alles anders machen als meine Eltern es mit mir taten.

Gunter




Lieber Gunter,

ein Baby muss natürlich erst langsam lernen, dass die Nacht zum Schlafen da ist und wir reden von einem Kind, dass sechs Monate alt ist und daher normalerweise schon einen gewissen Rhythmus hat.
Wenn ich weiß, dass mein Kind krank ist, würde ich es zum Beispiel nicht einmal eine Minute schreien lassen, auch wenn es schon 12 Monate alt ist.

Ich denke eigentlich, dass ich deutlich gemacht habe, dass man bei Kindern nicht nach starren Vorgaben handeln sollte. Also: Keine Mauern, aber dennoch Grenzen. Und eine sechs Monate altes Kind kann normalerweise etwa acht Stunden ohne Essen durchschlafen. Wenn das Baby allerdings immer schon um 18 Uhr schlafen geht, ist es kein Wunder, wenn es um zwei Uhr morgens nach Frühstück verlangt.

Deine Mafiafamilie gefällt mir auch nicht so richtig, nicht weil ich direkt betroffen bin sondern der Umstand der Entwicklung in solch einer Gemeinschaft. Es gibt genügend Bsp.für gegenläufige Entwicklungen eines Kindes.

Vieleicht war es mein Glück alles Multikulti zu erleben, denn ich wollte sowiso alles anders machen als meine Eltern es mit mir taten.

Schon möglich, dass Du alles anders machen wolltest, als Deine Eltern es taten. Das gehört zu einer gesunden Entwicklung und man nennt das Pubertät.

Bist Du denn jetzt völlig anders, als Deine Eltern Dich haben wollten? Und wenn ja, woher weißt Du das?
Hast Du keine der Traditionen oder Verhaltensweisen Deiner Eltern übernommen? Frag mal Deine Frau oder Deinen Sohn, ob Du irgendwelche Ähnlichkeiten mit Deinen Eltern hast.
Oder schau mal auf Deine Frau und überlege, wo sie ihren Eltern ähnlich ist?

Und dann überleg, ob der Unterschied zu Euren Eltern wirklich so groß ist. Wenn er absolut »gegenläufig« wäre, wie Du das oben bezeichnet hast, dürftest Du keinen guten Kontakt zu deinen Eltern mehr haben, denn dann hättest Du Dich selbst aus ihrem Wertesystem ausgeschlossen.

Versteh mich bitte richtig: Ich rede nicht von Modifizierungen! Es ist klar, dass man das, was man bei den Eltern nicht gut fand, nicht übernimmt, das haben Deine Eltern genauso gemacht.

Wenn Deine Eltern aber Mafiosi wären und Du würdest aus Protest Polizist werden, dann wärst Du aus der Familiengemeinschaft ausgeschlossen und Du würdest Dich als Preis für diesen Schritt vermutlich ständig vor Dir selber rechtfertigen. Mafiosi sehen sich nicht als Verbrecher, Mafiosi haben eine andere Ansicht von richtig und falsch.

Grüße,
Susanne




Zuletzt bearbeitet: 22.03.05 14:07 von Susanne
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