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Thema: Weihnachten


Langjährige Forumsleser werden sich erinnern: Ich hatte die Idee schon vor Jahren. Die neue Version ist jedoch gewaltfrei überarbeitet. Was macht man, wenn man Opfer eines Weihnachtsgrußes per E-Mail-Rundschreiben wird?

Ich habe mich lange über diese perfiden Attacken geärgert, schicke inzwischen als Antwort aber nur noch diesen Link: http://heuler.de/weihnachtsgruesse

Wem das gefällt, der kann für seine Zwecke diesen Link nutzen, bei dem ich den Gruß mit meiner Unterschrift weggelassen habe. http://heuler.de/weihnachts-gruesse

Dabei gibt es doch auch moderne Arten, schöne, selbstgemachte Weihnachtskarten zu gestalten:


Video entdeckt bei U. Selz



Zuletzt bearbeitet: 24.12.11 22:32 von Administrator
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Ganz im Sinne Adenauers (»was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?«) bespamme ich die Welt jetzt mit einer virtuellen Weihnachtskarte. Zumindest ist sie wider das Geläufige. Und ich schwöre bei meinem Galaxy Note, sie auch nicht per Rundschreiben zu verschicken.




Zuletzt bearbeitet: 21.12.11 16:50 von Administrator


Wider die Besinnlichkeits-Keule

Wie jedes Jahr hat zu Weihnachten die allgemeine Materialismus-Schelte Konjunktur. Kaum ein weihnachtlicher Beitrag ohne Klage über die Kommerzialisierung des Festes der Liebe und ohne eine Forderung nach einem Zurück zur Einfachheit und zur Besinnlichkeit. Nichts gegen Besinnlichkeit, aber warum soll es nur das eine ohne das andere geben? Was spricht dagegen, wenn ich mir zu Weihnachten eine neue Kamera oder einen neuen Computer gönne, um meine Kreativität auszuleben? Das schließt doch Besinnung nicht aus.

Wenn materialistische Dinge die einzige Quelle der Befriedigung wären, dann wäre das schade. Ebenso traurig wäre es aber, wenn es nur idealistische Dinge in unserem Leben gäbe. Dann reichte es ja, wenn unser Geist durch den Äther schwebte. Nicht ohne Grund haben wir aber auch einen Körper geschenkt bekommen. Der Trick für ein gelungenes Leben besteht darin, alle Bedürfnisse zu befriedigen: körperliche, emotionale, intellektuelle, spirituelle. Und wer wollte Einspruch erheben, wenn ich mir ein Regal voller (materieller) Bücher kaufte, um meine intellektuellen Bedürfnisse zu befriedigen?

Weder die Reduzierung auf das Körperliche (Materie) noch die Vergeistigung und Unterdrückung des Körperlich-Materiellen macht auf Dauer zufrieden. Ebenso ist es mit den beiden anderen Polen: Bindung und Autonomie. So schön die Gemeinsamkeit auch ist, aber nach drei Feiertagen im Kreise der Großfamilie ist auch etwas Zeit für sich alleine schön. Ich bin mir sicher: Balance bei einem Wechsel der Genüsse ist der Schlüssel zum Glück. Was man dabei gar nicht braucht, sind erhobene Zeigefinger oder gar Moralkeulen von anderen. Das Gefühl der Balance stellt sich nämlich Gott sei Dank bei jedem unterschiedlich ein. Toleranz ist auch ein fast inflationäres Wort in Weihnachtsreden; aber warum scheint die immer nur in Bezug auf Ausländer und Andersfarbige erwähnt zu werden? Wie wäre es denn mal mit Toleranz in Bezug auf Materialisten und Autonomie-Bedürftige?

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