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Thema: Waffen-Film mit mir in der ARD


Fast ein Jahr haben die Vorbereitungen und Dreharbeiten für »Deutschland unter Waffen?« gedauert. Als Protagonist habe auch ich eine Menge Zeit investiert. Aber es hat sich gelohnt. Das Ergebnis könnt ihr euch in der ARD am 30.6. von 23.30 - 0.15 anschauen. Hier der offizielle Ankündigungs-Text dazu:

In Deutschland gibt es zehn Millionen legale Schusswaffen in privater Hand. Und 20 Millionen illegale, so die Schätzungen. Wer braucht so viele Waffen und wofür? Kaum ein Thema polarisiert die deutsche Gesellschaft so sehr wie der private Waffenbesitz. Ein Jahr ist es in diesem Sommer her, dass das deutsche Waffenrecht nach dem Amoklauf von Winnenden verschärft wurde. Für seine Dokumentation "Deutschland unter Waffen?" begibt sich NDR-Autor Lutz Hoffmann nun auf Spurensuche in der Welt der deutschen Waffenbesitzer. Auf einem Schießplatz in Güstrow trifft er Großkaliberschützen bei einem internationalen Wettkampf. Ihre Disziplin: Schießen nach den Regeln der IPSC - ein "sportliches Bewegungsschießen", bei dem sich der Schütze mit einer geladenen Waffe im Raum bewegt und nach vorgegebenem Pacoursaufbau Schüsse abgiebt. Für andere ist es das "kampfmäßiges Schießen", das verboten gehört. In Deutschland die Grenze des Erlaubten im Schießsport. Was gefällt den Schützen an ihrem Sport und warum ist ihnen der Besitz von Waffen so wichtig? Die eher schwer zugängliche Welt der deutschen Schützen wird von Autor Lutz Hoffmann mit der Realität der deutschen Strafverfolgungsbehörden kontrastiert. Wieso gibt es kein zentrales Waffenregister? Und wie kann man den illegalen Waffenbesitz unter Kontrolle kriegen? Der Film "Deutschland unter Waffen?" nähert sich dem Thema nüchtern und unvoreingenommenen.

Ihr könnt euch natürlich vorstellen, dass im Staatsfernsehen nicht meine wirkliche Meinung gesendet werden kann. Diesen Artikel hatte ich geschrieben, lange bevor ich mit dem Schießen begonnen habe. Aber es wird hoffentlich deutlich, dass Waffenbesitzer nicht die Spinner sind, zu denen sie in der Presse gerne gemacht werden. Ich war sogar in Winnenden und habe mit Gisela Mayer gesprochen. Sie ist Mutter einer der Opfer und Sprecherin des Aktionsbündnis Winnenden. Wir haben ganz unterschiedliche Meinungen zu der Art, wie man auf Amokläufe reagieren sollte, aber nach der ersten Empathie, die sie von einem Schützen bekommen hat, entwickelte sich ein sehr nettes Gespräch und nach 20 Minuten musste der Regisseur intervenieren, in dem er sagte: »Das ist mir hier zu viel Harmonie, das glaubt uns kein Mensch. Frau Mayer, was sagen Sie dazu, dass Herr Heuler mehrere großkalibrige Waffen und 20.000 Schuss Munition Zuhause hat?« Aber auch das konnte ich so erklären, dass Frau Mayer zum Schluss auf die Frage, ob sie mir die Waffen wegnehmen wollte, mit einem klaren nein antwortete. Leider wird dieser ganze Teil nicht gesendet. Vielleicht war da doch zu viel Harmonie? Das ist wahrscheinlich auch der Grund für die späte Sendezeit. Der Film bedient einfach keine Klischees, sondern kommt zu dem Schluss, dass die 10 Millionen Waffen keine Gefahr darstellen, und die Waffengegner kommen eher als merkwürdig rüber, weil ihre Argumentation nicht wirklich stimmig ist.

Kann vielleicht jemand den Film so aufzeichnen, dass ich ihn mit dem Computer anschauen kann? Ich habe ja keinen Fernsehanschluss.


Zuletzt bearbeitet: 09.06.10 23:07 von Administrator
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Hallo Oliver,

ich zeichne es Dir auf.

Vielleicht war da doch zu viel Harmonie? Das ist wahrscheinlich auch der Grund für die späte Sendezeit. Der Film bedient einfach keine Klischees,


Das liegt nicht am Thema, das liegt an der allgemeinen Verteilung von Dokumentationen im Fernsehprogramm. Meine Tochter schreibt gerade darüber eine Bachelor-Arbeit, in der Sie u.a. die Verteilung von Dokumentationen in den Fernsehprogrammen analaysiert. Dokumentationen kommen entweder vormittags, nachmittags oder nach 22:00 Uhr. Also zu Zeiten wo ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung eigentlich nur bedingt Fernsehen kann. Bei Interesse kann ich Dir mal einen Auszug aus der Arbeit zuschicken.





Hallo Ralph!

Das ist ja super nett. Das mit den Zeiten wusste ich nicht. Wobei unsere Dokumentation ursprünglich mal für 21 Uhr geplant war, und dann wurde sie verschoben.

Gruß Oliver



Die Sendung wurde noch weiter nach hinten verschoben. Sie kommt jetzt um 0.00 Uhr:
http://www.daserste.de/doku/beitrag_dyn~uid,cuceabaky26v9jjl~cm.asp

John Stossel hat auch gerade eine Sendung über Waffen produziert:
http://stossel.blogs.foxbusiness.com/2010/06/24/web-only-segment-of-tonights-show-more-guns-less-crime/
Die ganze Sendung gibt es sicher bald bei Youtube.



Noch mal zur Erinnerung: Der Film kommt in knapp vier Stunden. Er wurde noch einmal verschoben. Derzeitig zu erwartende Sendezeit: 0.10 Uhr.
Viel Spaß



Morgen kommt der Film noch einmal um 16:03 auf Einsplus, und hier kann man ihn jetzt online sehen:
http://www.tinyurl.com/deutschlandunterwaffen

Freiheitlichere Gedanken wären im Staatsfernsehen nie über den Sender gegangen. Glücklicherweise kann man zu diesem Thema jetzt auf eine andere Sendung verweisen, die der Frage nach Waffen in der Gesellschaft gründlicher nachgeht:











Hallo Oliver,

du hättest nicht eventuell Lust, mal wieder an deine alte Wirkungsstätte zurückzukehren? Im Spicygolfforum wird in der Welt neben Golf, genauer im Faden "Das schaue ich heute Abend" rege über diese Sendung diskutiert.

Nicht nur wegen diesem Thema würde es mir sehr gefallen, dort mal wieder das eine oder andere von dir zu lesen.

Gruß

Ulrich




Ihr könnt euch natürlich vorstellen, dass im Staatsfernsehen nicht meine wirkliche Meinung gesendet werden kann.

Warum?
Wobei unsere Dokumentation ursprünglich mal für 21 Uhr geplant war, und dann wurde sie verschoben.

Wieso unsere? Ich dachte Lutz Hoffmann hat die Doku gedreht.
Freiheitlichere Gedanken wären im Staatsfernsehen nie über den Sender gegangen.

Was wären diese?
Glücklicherweise kann man zu diesem Thema jetzt auf eine andere Sendung verweisen, die der Frage nach Waffen in der Gesellschaft gründlicher nachgeht:

Ob eine Stoessel Sendung Glück verheisst, wage ich zu bezweifeln denn auch dort werden Behauptungen mit zweifelhaften Diagrammen und Studien untermauert.
Ich persönlich finde es befremdlich, dass Libertäre/Voluntaristen für Waffenbesitz sind.

Aber am meisten befremdet mich, dass OH seinen Sohn daran direkt teilhaben lässt.

Aber nachdem OH ja bei allen Einstellungen bei denen er im Bild war und zu Wort kam, ein Dauergrinsen zur Schau hielt, scheint es ja wirklich nur Spass zu machen.

In erster Linie war die Doku aber eine begnadete Marketingaktion für die Golfschule und das Fleesensee Resort. Kostenlos vom Gebührenzahler direkt finanziert. Bravo Oliver!

Wie wird man denn beim ISPC Schiessen auf den Parcours geschickt? Analog zum Golf mit einem "Gutes Schiessen"?

Nick




Hallo Ulrich!

Danke für die nette Einladung und den Hinweis. Ich habe jetzt zumindest alle Beiträge zum Thema im Spicy gelesen. Das war eine gute GfK-Übung, und es ist mir gelungen, die menschlichen Bedürfnisse hinter allen Aussagen zu sehen. Ich bedauere auch zutiefst, nicht schon früher gewaltfrei kommuniziert zu haben. In den Anfängen des Forums war ich wohl der Auslöser für eine Menge Schmerz. Ich habe mich aber vor ein paar Jahren gegen unmoderierte Foren entschieden. Und deshalb schreibe ich hier. Das liegt nicht nur daran, dass ich persönlich betroffen bin, sondern ich bin ganz sicher, dass manche Spicy-Beiträge auch hier nicht von mir freigeschaltet worden wären, wenn es um andere Menschen gegangen wäre. Mein Harmoniebedürfnis ist einfach inzwischen viel größer. Aber natürlich ist es auch das gute Recht eines jeden, unmoderiert zu schreiben. An Nicks Beispiel siehst du ja, dass auch beides geht.

Gruß Oliver

Hallo Nick!

Meine wirkliche Meinung ist zu freiheitlich fürs Staatsfernsehen. Im Staatsfernsehen darf der Mythos, dass Gewalt ein Monopol braucht, nicht infrage gestellt werden. Ich glaube nicht mehr an diesen Mythos und bin gegen initiierende Gewalt, wie ich ja oft und ausführlich genug dargelegt habe. Ich spreche von »unserer« Dokumentation, obwohl es natürlich Lutz’ Film ist, weil sich die Leute, die so viel Zeit da reingesteckt haben, irgendwann damit identifizieren. Dass ich sehr genau weiß, wie zentral die Rolle des Regisseurs ist, kannst du diesem Beitrag von mir im größten Waffenforum entnehmen.

Du zweifelst die von Stossel zitierten Studien an. Ist dein gutes Recht. Aber witzigerweise findet man kaum andere. Der Zusammenhang »mure guns less crime« ist so offensichtlich, dass die Waffengegner gar keine anderen Zahlen liefern, sondern sie nur anders interpretieren wollen. Aus der Erfahrung der ARD-Doku kann ich dir sagen, dass der Recherche-Aufwand enorm ist. Bei brisanten Themen muss der Sender ständig fürchten, verklagt zu werden, wenn nicht alles absolut wasserdicht ist. Schau nur in den oben von mir verlinkten Faden im Waffenforum: Die wollen jetzt den Brenneke wegen Volksverhetzung verklagen.

Daran, dass du es befremdlich findest, dass Libertäre für privaten Waffenbesitz sind, kann ich nichts ändern, aber es ist nichts Widersprüchliches daran. Praktisch alle Libertären sind für privaten Waffenbesitz. Die libertäre Grundüberzeugung lautet: Deine Freiheit endet dort, wo die des anderen beginnt. Wenn ich also eine Waffe besitze und damit niemanden verletze oder bedrohe, dann ist das in den Augen der Libertären mein Privatvergnügen.
Erst der Kollektivist will sich in das Leben der anderen einmischen. Versetzen wir uns auf eine Insel mit einer Ur-Gesellschaft ohne demokratische Gesetze etc.: Früher oder später merken die Menschen, dass es gewalttätige Artgenossen gibt. So scheuen manche Männer nicht davor zurück, Frauen zu vergewaltigen und anschließend zu töten. Die Frauen hatten nie eine Chance, weil sie körperlich hoffnungslos unterlegen sind. Eines Tages erfindet jemand in der Gesellschaft eine Handfeuerwaffe. Das finden die Frauen toll und sie fühlen sich sicherer mit einem Colt in der Handtasche. Manchmal hilft er ihnen nichts und es kommt trotzdem zu einem Verbrechen, aber manchmal können Sie den Angreifer in die Flucht schlagen oder es kommt eine andere Frau vorbei und kann mit ihrer Waffe helfen. Die Frauen haben jetzt zumindest eine Chance. Der Kollektivist lehnt Waffen weiterhin ab. Manche Frauen werden sagen, dass er ja auch gut lachen hat als Mann. Aber es ist sein gutes Recht, keine Waffe zu tragen. Und ich glaube keine Frau würde ihn dazu zwingen wollen. Aber jetzt kommt der Kollektivist und sagt: »Ich will auch nicht, dass ihr Frauen Waffen tragt.« In einer demokratischen Gesellschaft muss er jetzt nur eine kritische Masse (die Mehrheit muss es gar nicht sein, nur die Mehrheit der Wahlberechtigten, die auch wählen gehen) überzeugen, und dann dürfen die Ordnungshüter die Frauen entwaffnen und enteignen. haben die Frauen wieder keine Chance. Verstehst du meinen Punkt?

Aber am meisten befremdet mich, dass OH seinen Sohn daran direkt teilhaben lässt.

Mich befremdet es jetzt, dass du von der persönlichen Ansprache auf »OH« wechselst, also von der zweiten in die dritte Person. Hat das einen bestimmten Grund? Ich will aber trotzdem gerne etwas dazu schreiben: Josh darf so ziemlich alles selbst entscheiden. Schießen fasziniert ihn nicht besonders. Genausowenig wie das Golfspielen. Also schießt und golft er so gut wie nie. Dass er jetzt ernsthaften Schaden nimmt, weil er Papi und Mami schießen sieht, glaube ich einfach nicht. Oder worüber machst du dir Sorgen?

Wie wird man denn beim ISPC Schiessen auf den Parcours geschickt?

Mit einem Pieps des Timers.

Inzwischen schieße ich übrigens fast nur noch Kleinkaliber und die BDS-Disziplinen Fallscheibe, Präzision, Kombi, Mehrdistanz und Speed. Für Top-IPSC-Platzierungen fehlt mir das Talent und ein ähnlich professionelles Training dafür würde mindestens das Dreifache kosten, und dann müsste ich anderswo zu große Kompromisse machen.

Liebe Grüße
Oliver



Ich glaube nicht mehr an diesen Mythos und bin gegen initiierende Gewalt, wie ich ja oft und ausführlich genug dargelegt habe.

Heißt das dann im Umkehrschluss, dass du für "antwortende" Gewalt bist? Ich dachte bisher, dass es nun endgültig erwiesen ist, dass Gewalt, die mit Gewalt beantwortet wird nur wieder Gewalt sät.
Ich habe einen Satz in dem Waffenforum gefunden, den ich für den Standpunkt der Schützen bezeichnend finde.

"Waffen sind medial speziell in D gleichbedeutend mit Tod, Gewalt, Unheil."

Hm. Womit soll man denn Waffen als Sinnbild verbinden?
Mit Spass, Flowgefühl, Glückshormonausschüttung, Erotik?
Waffen sind nun mal Tod bringend, dafür hat sich der Mensch sie ausgedacht und immer weiter entwickelt, dass sie dies möglichst effizient tun. Weshalb sonst würdest du zu einem Büchsenmacher gehen, um sie noch präziser funktionieren zu lassen?

Der Zusammenhang »more guns, less crime« ist so offensichtlich

Diesen kausalen Zusammenhang kann man dann also nur dem Abschreckungseffekt zurechnen?
Ich verstehe aber nicht wirklich wie das in der Realität dann funktioniert.
Woher weiss ich als Einbrecher, dass der Besitzer des Hauses bewaffnet ist?
Woher weiss ich als potentieller Vergewaltiger, dass mein Opfer eine Smith & Wesson in der Handtasche hat?
Den Gedanken des "more guns, less crime" müsste man dann ja konsequent zu Ende führen.
Angelehnt an "one man, one vote" könnte die ultimative Abschreckung nur heissen: "one (wo)man, one gun".

Wenn ich also eine Waffe besitze und damit niemanden verletze oder bedrohe, dann ist das in den Augen der Libertären mein Privatvergnügen.

D'accord.

Dass er jetzt ernsthaften Schaden nimmt, weil er Papi und Mami schießen sieht, glaube ich einfach nicht. Oder worüber machst du dir Sorgen?


Dass ihr Josh , mit dem Wissen, dass es ihn nicht interessiert mit auf den Schiessplatz nehmt und er sich anscheinend langweilt. Finde ich persönlich ziemlich egoistisch. Ihr bekommt eure Glückskicks beim Ballern auf Zielscheiben und der Kleine tingelt möglicherweise ca. 2 Stunden auf dem Areal herum. Mutmassungen ich weiss.
Würdest du ihn auf ne Golfrunde mitnehmen, obwohl du weisst, dass es ihn kein bischen interessiert?

Kein Kommentar zum Vorwurf des Guerilla- Golfmarketings? :-)

Nick










N_Stolterfoht_a:
Heißt das dann im Umkehrschluss, dass du für "antwortende" Gewalt bist? Ich dachte bisher, dass es nun endgültig erwiesen ist, dass Gewalt, die mit Gewalt beantwortet wird nur wieder Gewalt sät.

Ja, ich versuche auf Gewalt immer mit Empathie zu antworten. Gelingt mir nicht immer, aber manchmal. Es gibt jedoch Fälle, in denen Argumentieren keine Option ist: Stell dir vor, ein Kind schlägt gerade auf ein anderes ein. Da gehe ich körperlich dazwischen. Man kann das schützende oder verteidigende Gewalt nennen. Ich bin auch kein radikaler Pazifist, der sich lieber selbst erschießen lassen würde, bevor er den Angreifer unschädlich macht.

Ich habe einen Satz in dem Waffenforum gefunden, den ich für den Standpunkt der Schützen bezeichnend finde.
"Waffen sind medial speziell in D gleichbedeutend mit Tod, Gewalt, Unheil."
Hm. Womit soll man denn Waffen als Sinnbild verbinden?
Mit Spass, Flowgefühl, Glückshormonausschüttung, Erotik?

Ich habe zu meiner Waffe das gleiche Verhältnis, wie ich es zu meiner Amateurzeit zu meinen relativ neuen Golfschlägern hatte: Die habe ich nach jedem Training geputzt und wenn ich sie in die Hand genommen habe, dann kamen Assoziationen zu tollen Stunden auf dem Golfplatz. So geht es mir jetzt mit meiner Pardini. Ist das abnormal? Bei den Dreharbeiten ist Lutz Hofmann meine GSP auf den Boden gefallen. Da habe ich psychische Schmerzen empfunden. Ist das abnormal?

Waffen sind nun mal Tod bringend, dafür hat sich der Mensch sie ausgedacht und immer weiter entwickelt, dass sie dies möglichst effizient tun. Weshalb sonst würdest du zu einem Büchsenmacher gehen, um sie noch präziser funktionieren zu lassen?

Damit ich noch mehr Ringe schießen kann. Was würden Golfer nicht alles tun, damit ihnen ihr Driver noch 10 Extra-Meter beschert?

Woher weiss ich als Einbrecher, dass der Besitzer des Hauses bewaffnet ist?Woher weiss ich als potentieller Vergewaltiger, dass mein Opfer eine Smith & Wesson in der Handtasche hat?

Allein die Möglichkeit reduziert die Wahrscheinlichkeit.

Dass ihr Josh , mit dem Wissen, dass es ihn nicht interessiert mit auf den Schiessplatz nehmt und er sich anscheinend langweilt. Finde ich persönlich ziemlich egoistisch. Ihr bekommt eure Glückskicks beim Ballern auf Zielscheiben und der Kleine tingelt möglicherweise ca. 2 Stunden auf dem Areal herum.

Das ist witzig, den Vorwurf haben wir noch nie bekommen, eher andersherum: Meine Frau hat Josh drei Jahre lang gestillt. Er hat bis 4 im Elternbett geschlafen und schläft bis heute noch in unserem Zimmer. Christine hat nicht mehr gearbeitet, damit Josh nicht in die Krippe gehen muss. Er ist erst in den Kindergarten gegangen, als er das wollte (mit 4 1/2). Ich glaube es gibt wenige Kinder, die so viel Zeit mit ihren Eltern verbringen wie Josh. Und Zeit verbringen heißt meist: sich mit ihm beschäftigen. Und da kommt fast immer der Kommentar: »Na, der wird ja schön verwöhnt.«
Meine Frau schießt ungefähr ein Vierzigstel von dem, was ich trainiere. Josh war in seinem Leben schätzungsweise 6-7 Mal auf dem Schießplatz und kriegt da meist vorgelesen. Beruhigt dich das?

Kein Kommentar zum Vorwurf des Guerilla- Golfmarketings?

Schreib doch mal ohne Ironie genau was du meinst, dann kommentiere ich das gerne. Wenn du von einer begnadeten Marketingaktion sprichst, kann ich ja nur mutmaßen, ob das eine Kritik ist und wenn ja welche. Hältst du irgendwas für unmoralisch?

Gruß Oliver









Zuletzt bearbeitet: 05.07.10 19:14 von Administrator


Stell dir vor, ein Kind schlägt gerade auf ein anderes ein. Da gehe ich körperlich dazwischen. Man kann das schützende oder verteidigende Gewalt nennen.

Mit einer Pardini? Es geht bei der Diskussion um Feuerwaffen und deren Gebrauch, Oliver. Nicht um Handgemenge von Kindern.
Ich bin auch kein radikaler Pazifist, der sich lieber selbst erschießen lassen würde, bevor er den Angreifer unschädlich macht.

Dann muss ich also davon ausgehen, dass du, wenn man Waffen immer bei sich tragen dürfte, eine GSP allzeit bei dir trägst?
Ich habe zu meiner Waffe das gleiche Verhältnis, wie ich es zu meiner Amateurzeit zu meinen relativ neuen Golfschlägern hatte: Die habe ich nach jedem Training geputzt und wenn ich sie in die Hand genommen habe, dann kamen Assoziationen zu tollen Stunden auf dem Golfplatz. So geht es mir jetzt mit meiner Pardini. Ist das abnormal?

Wer spricht denn von Abnormalität? Ich nicht.
Die Normalität sind 95% der Menschen in der BRD, die keine Waffen besitzen. Nur in dieser Hinsicht würde ich von dir als Waffenbesitzer als Abnormaler sprechen. Ansonsten gehe davon aus, dass nur in den allerseltensten Fällen eine Waffe zur sexuellen Befriedigung herhalten muss.
Bei den Dreharbeiten ist Lutz Hofmann meine GSP auf den Boden gefallen. Da habe ich psychische Schmerzen empfunden. Ist das abnormal?

In Anbetracht des Kaufpreises für so eine Waffe nicht.
Damit ich noch mehr Ringe schießen kann. Was würden Golfer nicht alles tun, damit ihnen ihr Driver noch 10 Extra-Meter beschert?

Die Analogie passt nicht wirklich. Wir sprechen noch immer von Waffen, die dafür konstruiert wurden, um Lebewesen zu töten.
Nick:Woher weiss ich als Einbrecher, dass der Besitzer des Hauses bewaffnet ist?Woher weiss ich als potentieller Vergewaltiger, dass mein Opfer eine Smith & Wesson in der Handtasche hat?
Oliver:Allein die Möglichkeit reduziert die Wahrscheinlichkeit.

Das sind Gedankenspiele fern aller Realität, da helfen auch keine Alibi Stoessel Studiogäste.
Meine Frau schießt ungefähr ein Vierzigstel von dem, was ich trainiere.

Wann siehst du denn dann deine Frau überhaupt noch? :-)
5x die Woche Schusstraining, am Flessensee wirst du ja wohl auch noch einige Stunden verbringen, du drehst ARD Dokus, schreibst ein Buch, drehst Golfvideos usw. etc.
Josh war in seinem Leben schätzungsweise 6-7 Mal auf dem Schießplatz und kriegt da meist vorgelesen.

Von wem?
Beruhigt dich das?

Ich bin nicht beunruhigt, denn man ist ja bestens über die Erziehung deines Sohnes übers www informiert. Bin ja online mit seiner libertären Erziehung verbunden. Was mir missfällt und mein Leben definitiv nicht bereichert.
Das ist schon wieder ironisch, ich weiss. Meine Ironie scheint dich ja meistens in deiner Kommunikation mit mir zu behindern. Mich nicht in Bezug auf dich.
Schreib doch mal ohne Ironie genau was du meinst, dann kommentiere ich das gerne. Wenn du von einer begnadeten Marketingaktion sprichst, kann ich ja nur mutmaßen, ob das eine Kritik ist und wenn ja welche.

Was gibt’s da zu mutmaßen, Oliver? Steht doch klar und deutlich da.
BEGNADETE MARKETINGAKTION. Was ist daran ironisch? Warum sollte ich das kritisieren?

Hältst du irgendwas für unmoralisch?

Wer von uns beiden ist der Moralist? :-)
Noch eine sachliche Anmerkung.
Ich habe mir den Faden im Waffenforum durchgelesen und fand es sehr aufschlussreich.
Es wird von dir als „der Golflehrer“ gesprochen. Muss ich noch mehr dazu sagen?

Ich habe ein Minderwertigkeitsgefühl wahrgenommen in den Posts. Der latent vorhandene Verfolgungswahn, der sich im Gegensatz „Wir Schützen<> Gutmenschen“ wieder findet, missfiel mir..
Weiters las ich ein Gefühl des Missverstandenwerdens heraus, daß bei einigen schon zu verbaler Aggressivität führt. Als Reaktion auf die vorhandene Aggressivität von Staat, Medien und Volksempfinden.
(Verbale)Gewalt gegen Gewalt eben. Und das ist nicht gut. Vielleicht trägt der Film tatsächlich dazu bei, dass sich das stereotypische Bild der Sportschützen als saufende Stammtischbrüder ein wenig verwischt. Die gibt’s sicher noch zu Genüge aber es sind eben nicht alle.

Gruß Nick




N_Stolterfoht_a:
Es geht bei der Diskussion um Feuerwaffen und deren Gebrauch, Oliver. Nicht um Handgemenge von Kindern.

Es ging um verteidigende Gewalt. Da habe ich zwei Beispiele gegeben, um meinen Standpunkt zu erklären.

N_Stolterfoht_a:
Dann muss ich also davon ausgehen, dass du, wenn man Waffen immer bei sich tragen dürfte, eine GSP allzeit bei dir trägst?

Das wäre mir viel zu anstrengend. Ich würde als Trittbrettfahrer profitieren. Außerdem wüsste ich, dass die Politik in Krisensituationen anders handeln würde, wenn sie wüsste, dass sie über ein bewaffnetes Volk herrscht.

N_Stolterfoht_a:
Das sind Gedankenspiele fern aller Realität, da helfen auch keine Alibi Stoessel Studiogäste.

Für die Damen im Restaurant war es kein Gedankenspiel. Die hätte gerne eine Chance gehabt, und ich kann sie verstehen. Lassen wir sie doch sich schützen, so lange sie niemandem schadet. Ich bin einfach allergisch gegen präventive Verbote. Nur weil sie ja auch Unsinn anstellen könnte, will man dem vorbeugen. So wie der Soziologe aus »unserem« Film sagt:

Arne Niederbacher
Wenn wir von Schusswaffen sprechen, deren Abgabe streng reglementiert ist, und die verbieten, dann müssen wir auch darüber diskutieren, ob man überhaupt noch ein Brotmesser haben darf. Denn Brotmesser werden bei Delikten wesentlich öfter benutzt als legale Waffen. Mit Brotmessern werden in Deutschland wesentlich mehr Morde begangen als mit legalen Waffen. Dann muss man sich überlegen, dass Brot kann man doch auch beim Bäcker schneiden lassen kann. Braucht wirklich jeder deutsche Haushalt ein Brotmesser?


N_Stolterfoht_a:
Wann siehst du denn dann deine Frau überhaupt noch? :-) 5 × die Woche Schusstraining, am Flessensee wirst du ja wohl auch noch einige Stunden verbringen, du drehst ARD Dokus, schreibst ein Buch, drehst Golfvideos usw. etc.

Jetzt wird es sehr privat, aber ich müsste ja nicht antworten, tue es aber trotzdem: Wir kennen uns jetzt seit 15 Jahren und meine Ehe war nie glücklicher. Wenn du unser Geheimnis wissen willst: Seminare zur gewaltfreien Kommunikation. Wir machen gerade beide eine Trainerausbildung. Da dringt man zum Kern vor, und das ist wunderschön.

N_Stolterfoht_a:
Bin ja online mit seiner libertären Erziehung verbunden. Was mir missfällt und mein Leben definitiv nicht bereichert.

Libertäre Erziehung ist ein Oxymoron. Wir erziehen nicht. Was genau missfällt dir denn? Dass Antipädagogik nichts mit antiautoritärer Erziehung und Grenzenlosigkeit zu tun hat, brauche ich dir ja nicht erklären, so genau wie du meine Texte liest.

N_Stolterfoht_a:
Das ist schon wieder ironisch, ich weiss.

Also du findest Antipädagogik doch gut?

N_Stolterfoht_a:
Meine Ironie scheint dich ja meistens in deiner Kommunikation mit mir zu behindern.

Ja, ich bin mir nie ganz sicher, was du wirklich meinst. Meine Bitte wäre: Verzichte bitte zumindest in brisanten Fragen auf Ironie. Im Gespräch hätte ich ja noch deine Mimik, aber hier kostet das einfach sehr viel Zeit.

N_Stolterfoht_a:
BEGNADETE MARKETINGAKTION. Was ist daran ironisch? Warum sollte ich das kritisieren?

Warum sprichst du dann später vom »Vorwurf des Guerilla- Golfmarketings?«

Du wirfst mir etwas vor, kritisierst es aber nicht? Vielleicht stehe ich auch auf irgendeiner Leitung. Passiert mir oft. Also, wenn du mein Marketing toll findest, dann freut mich das. Das stand hier aber nicht im Vordergrund. Dafür stand die aufgewendete Zeit in keiner Relation zum Marketing-Nutzen. Ich wollte die Chance nutzen, meinen Teil dazu beizutragen, dass das Bild der Schützen in der Öffentlichkeit verbessert wird.

N_Stolterfoht_a:
Ich habe mir den Faden im Waffenforum durchgelesen und fand es sehr aufschlussreich. [… ] Ich habe ein Minderwertigkeitsgefühl wahrgenommen in den Posts. Der latent vorhandene Verfolgungswahn, der sich im Gegensatz „Wir Schützen<> Gutmenschen“ wieder findet, missfiel mir..
Weiters las ich ein Gefühl des Missverstandenwerdens heraus, daß bei einigen schon zu verbaler Aggressivität führt. Als Reaktion auf die vorhandene Aggressivität von Staat, Medien und Volksempfinden. (Verbale)Gewalt gegen Gewalt eben. Und das ist nicht gut.

Ja, aber verständlich. Ich verstehe das Aktionsbündnis Winnenden, die alle Waffen verbieten können, und ich verstehe die Schützen, die es leid sind, sich immer rechtfertigen zu müssen. Gib mir ein paar Vertreter aus allen Fraktionen, einen guten GfK-Trainer und einen Tag Zeit. Dabei entsteht eine Lösung, von der jetzt noch keiner ahnt, wie sie aussieht. Habe ich schon zig mal in anderen Fällen erlebt.

N_Stolterfoht_a:
Vielleicht trägt der Film tatsächlich dazu bei, dass sich das stereotypische Bild der Sportschützen als saufende Stammtischbrüder ein wenig verwischt. Die gibt’s sicher noch zu Genüge aber es sind eben nicht alle.

Über diesen Absatz habe ich mich sehr gefreut. Danke.



Es ging um verteidigende Gewalt. Da habe ich zwei Beispiele gegeben, um meinen Standpunkt zu erklären.

Du bereicherst mein Leben nicht sehr wenn du vom Kernthema Schusswaffen weggehst.

Die libertäre Grundüberzeugung lautet: Deine Freiheit endet dort, wo die des anderen beginnt. Wenn ich also eine Waffe besitze und damit niemanden verletze oder bedrohe, dann ist das in den Augen der Libertären mein Privatvergnügen. Erst der Kollektivist will sich in das Leben der anderen einmischen.

Indem du forderst, dass ein Volk unter Waffen stehen sollte, mischt du dich in mein Leben ein, denn ich will das nicht. Mit einer Forderung, die die Gesamtheit des Volkes betrifft, begibst du dich dann ins Paradoxe.

Was mir in deiner Argumentation meistens unlogisch vorkommt ist die immerwährende Argumentation mit der GfK. Wenn die Menschheit gelernt hätte gewaltfrei zu kommunizieren, würde sie dann noch Waffen benötigen, um sich gegen Staatsgewalt wehren zu können?
Und ist deine Sprache nicht gewaltsam wenn du forderst, dass sich ein Volk bewaffnen sollte?
Ich war immer der Meinung, dass niemand auf diesem Planeten durch irgendeine Waffe das Gefühl der Todesangst empfinden sollte.
Wahrscheinlich ist das pazifistische Träumerei.

Hat sich das Volk der DDR 1990 mit Waffengewalt gegen die Staatsgewalt des DDR Regimes gewehrt? „Gewehrt“ ist ein gutes Wort, nicht? Für Waffenbefürworter. Hat Mahatma Gandhi das indische Volk unter Waffen gesetzt, um die Herrschaft der Engländer zu beenden? Ein Polizist oder Soldat wird nur dann auf seinen Mitmenschen aus dem eigenen Volk schiessen, wenn er Angst hat, selbst erschossen zu werden. Gegen eine wehrlose, zahlenmässige Übermacht wird er das nie tun. Das Volk hat immer die Macht, dafür braucht es keine Waffen.

Die Argumentation, dass die Schützen nur ihrer sportlichen Leidenschaft nachgehen wollen und von ihnen keine Gefahr für das Allgemeinwohl ausgeht ist nicht schlüssig wenn ein Protagonist der Waffenbewegung, wie du es von nun an bist, gleichzeitig öffentlich betont, dass das Volk unter Waffen stehen sollte und ist in meinen Augen gefährlich.

Was nun? Ist der Waffenbesitz nur Privatvergnügen oder doch Mittel gegen eine vermeintliche Gewaltherrschaft des Staates?

Nochmals: Gewalt schürt Gewalt. In der Kommunikation und in der Alltagsrealität, in der Waffen leider immer wieder eingesetzt werden, um Lebewesen zu töten.

Zur Argumentation ein Volk müsste unter Waffen stehen.

In der BRD stehen ca. 600.000 Menschen auf Seiten der Staatsmacht unter Waffen,
dem stehen ca. 4 Mill. Menschen (4,7%) gegenüber, die eine oder mehrere Waffen besitzen.
Hinzu kommt, dass die Treffsicherheit eines Sportschützen die eines durchschnittlichen Polizisten oder Soldaten bei weitem übersteigen wird. Von Combat und IPSC Schützen reden wir erst gar nicht.
Da sehe ich schon jetzt keine Chancengleichheit für die Staatsmacht.

Und nun zur gelebten Realität.

Wenn ich mit meiner Tochter in einer U Bahn Station in unmittelbarer Nähe Zeuge werde wie ein Skateboarder und ein Rechter auf der Rolltreppe gegenseitig eine Waffe auf sich richten und der Rechte den Skateboarder auffordert doch abzudrücken, dann hab ich ein Problem mit Schusswaffen.
Wenn ich nachts um 3:00 auf einer einsamen Gasse im Zentrum von Wien von einem Fussgänger mit Absicht angerempelt werde und nachdem ich ihn angesprochen hatte was denn das solle, er zurückkommt und mir eine Pistole an die Schläfe hält und meint: „ Wos is depperter Piefke?“, dann hab ich ein Problem mit Schusswaffen.
Wenn ich in Rio alle 50m die Strassenseite wechseln muss weil eine Horde Kinder, bei denen ich davon ausgehen muss, dass sie bewaffnet sind, auf mich zukommt dann hab ich ein Problem mit Schusswaffen. .
Wenn ein Polizist in Rio mich auf einen abgelegen Parkplatz mitnimmt und mir auf die Schuhe pinkelt und dabei sagt man solle mich doch einfach in die Katakomben mitnehmen und erschiessen dann habe ich ein Problem mit Schusswaffen.

Wenn mich in Hamburg in der U-Bahn eine Horde Halbstarker anmacht und meint „Was guckst du so blöd?“ und einer mir seine Waffe am Gürtel zeigt, dann hab ich ein Problem mit Schusswaffen.
Ob 4 Millionen friedvolle Sportschützen sich auf Schiessrangen Flowgefühle erschiessen ist mir da ziemlich egal.

Und wenn sich Foristen des Waffenforums sich Pseudonyme wie Cartridgemaster, Dark Angel (Wahlspruch: „d’r heem iss d’r heem!), Lost Copz, Sniper69 nennen, frage ich mich warum ein eloquenter, gebildeter Mensch, für den ich dich bisher gehalten habe, die Nähe zu solchen Menschen sucht.

Gib mir ein paar Vertreter aus allen Fraktionen, einen guten GfK-Trainer und einen Tag Zeit. Dabei entsteht eine Lösung, von der jetzt noch keiner ahnt, wie sie aussieht. Habe ich schon zig mal in anderen Fällen erlebt.

Was soll da herauskommen? Libertarismus oder Kollektivismus?

Also du findest Antipädagogik doch gut?

Ich finde Pädagogik,ob Pro oder Anti, nicht gut. Was ich gut finde ist Menschwerdung, bei der Gefühle respektiert werden, gut. Kinder sollen „landen“ können, sich angenommen fühlen, respektiert werden. Dazu benötigt man keine Zwänge und Gewalt. Empathie ist wohl das Zauberwort. Welches semantische Label man dann benützt ist völlig unerheblich.

Gruss Nick





N_Stolterfoht_a:
Du bereicherst mein Leben nicht sehr wenn du vom Kernthema Schusswaffen weggehst.

Ich verstehe noch nicht ganz, wo da jetzt deine Angst liegt. Ich vermeide doch nicht das Thema Schusswaffen, indem ich mal ein Beispiel gebe, in dem Waffen keine Rolle spielen.

N_Stolterfoht_a:
Indem du forderst, dass ein Volk unter Waffen stehen sollte, mischt du dich in mein Leben ein, denn ich will das nicht. Mit einer Forderung, die die Gesamtheit des Volkes betrifft, begibst du dich dann ins Paradoxe. […] Und ist deine Sprache nicht gewaltsam wenn du forderst, dass sich ein Volk bewaffnen sollte?

Um Gottes Willen — ich fordere doch nicht, dass sich das Volk und damit du bewaffnest. Ich fordere nur, dass es niemandem verboten wird, sich zu bewaffnen, wenn er das möchte.

N_Stolterfoht_a:
Wenn die Menschheit gelernt hätte gewaltfrei zu kommunizieren, würde sie dann noch Waffen benötigen, um sich gegen Staatsgewalt wehren zu können?

Wenn die große Masse der Menschen die Philosophie der Gewaltfreiheit verinnerlicht hätte, also Zwang und Gewalt (d.h. Herrschaft) in jeglicher Form ablehnen würde, dann gäbe es keinen Staat mehr. Es gäbe aber sicher noch Kriminelle, also Nicht-Gewaltfreie, und deshalb immer noch das Bedürfnis, sich zu verteidigen, wenn man angegriffen wird. Also gäbe es auch noch Waffen.

N_Stolterfoht_a:
Gib mir ein paar Vertreter aus allen Fraktionen, einen guten GfK-Trainer und einen Tag Zeit. Dabei entsteht eine Lösung, von der jetzt noch keiner ahnt, wie sie aussieht. Habe ich schon zig mal in anderen Fällen erlebt.

N_Stolterfoht_a:
Was soll da herauskommen? Libertarismus oder Kollektivismus?

Ziel ist, dass die Bedürfnisse aller befriedigt werden. Wer welche Bedürfnisse hat, wird aber meist erst im Gespräch klar. Ich kann verstehen, dass das alles wie »wir machen Räucherstäbchen an, trinken Kiwi-Tee und peace ist machbar« klingt. Aber glaub mir: Ich wäre nicht so überzeugt von dem Ansatz, wenn ich nicht immer wieder Dinge erlebt hätte, die mir die Sprache verschlagen haben. Ich kann hier natürlich niemanden mit Beweisen überzeugen, sondern nur Interessierte neugierig machen.

N_Stolterfoht_a:
Was ich gut finde ist Menschwerdung, bei der Gefühle respektiert werden, gut. Kinder sollen „landen“ können, sich angenommen fühlen, respektiert werden. Dazu benötigt man keine Zwänge und Gewalt. Empathie ist wohl das Zauberwort. Welches semantische Label man dann benützt ist völlig unerheblich.

Es tut gut, das von dir zu lesen, denn es trifft zu 100% meine Meinung. Ob man dass dann GfK, Antipädagogik oder sonstwie nennt, spielt wirklich keine Rolle. Wenn wir mit Kindern so umgehen, ergibt sich eh alles Weitere von alleine. Für mich wäre das ein versöhnlicher Abschluss des Austausches, aber ich muss nicht das letzte Wort haben, und ich diskutiere auch gerne noch mehr. Vielleicht wird es aber den anderen zu viel und wir führen das am besten per Mail weiter?

Liebe Grüße
Oliver

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